2017-03-15 – NSG Kuhlenvenn

2017-03-15 – NSG Kuhlenvenn

°descriptio°:

Wir haben die uns verfügbare öffentliche Liste der in unserer Reichweite befindlichen Naturschutzgebiete studiert und sind jahreszeitlich bedingt mit dem Finger auf dem NSG Kuhlenvenn kleben geblieben.

Kleingetier wird man heuer nicht finden, dafür ist es noch zu frisch. Obwohl es eigentlich schon vergleichsweise warm ist, aber es ist halt nicht die Zeit für derartige Expeditionen.

Das Kuhlenvenn versprach also einen Blick auf die dort am künstlich entstandenen Gewässer angeblich gerne überwinternden Zugvögel. Beobachtungen sollen über eine Aussichtskanzel möglich sein, so kann man in der Beschreibung lesen. Weil das Areal weitab von menschlichen Begegnungen liegt, kann das mal als Ziel genommen werden, so waren wir uns einig.

Etwas schwer erreichbar erschien es mir aber doch. Was ja auch gut ist, sonst würde ja jeder Dödl da rumeiern. Bei unserer Ankunft am witterungsgeschützten Ausssichtsturm haben wir dann auch ausser uns niemanden sonst im Weg stehen gehabt.

Vermutlich waren wir wieder mal zu spät dran. Sowohl von der Uhrzeit als auch von der Jahreszeit her gesehen. Die meisten Feriengäste waren jedenfalls nicht mehr zugegen. Nur fettgefressene Graugänse hielten noch die Stellung. Weil wir von der Plattform aus nichts Interessantes entdecken konnten, sind wir den Rundweg entlanggeschlendert. Auch hier war nichts zu entdecken, was man mit Begeisterung in die Trophäensammlung hätte einbauen können. So bleiben nur Erinnerungsfotos, die uns daran erinnern sollen, in Zukunft für derartige Natursuchgebiete mal ’n bischen früher aufzustehen..


°loco°

Ein von Menschen künstlich gemachtes Raubbaugebiet, das nach der Ausbeutung den Zugvögeln interessant erschien, um dann als NSG deklariert zu werden.


°ego sententiam°

Wir sind definitiv keine Geduldsmenschen.

Obwohl wir Vögel – nicht ALLE Hühner sind gemeint – allgemein ganz erstaunlich finden, reicht unser Interesse für Langzeit-Vogelbeobachtungen dann doch nicht aus.

Wir bevorzugen dann doch eher die spontane Begegnung im Wald oder im Tierpark (sofern sich mal ’n Vogel des Interesses für uns interessiert und sich auch von seiner Schokoladenseite zeigt …).

Es hat sich zudem herausgestellt, dass auch in diesem Areal ungehemmte Tierliebe zu bedenklichen Situationen führt. Denn die Hundebesitzer sind ÜBERALL gleich. Fühlen die sich ungestört, wird hemmungslos gestört. Im Wald seinen unerzogenen 50 Kilokläffer von der Leine zu lassen, führt für die dortigen Bewohner zur Bedrohung. Wobei ein graziles und flinkes Rehlein so einem untrainierten Fettsack rasch entkommt. Das hat aber bei der Flucht mächtig Puls, was dem Hundebesitzer entgeht, wenn der Köter sich verpfeift, ohne auf die Pfeife am anderen Ende der nicht vorhandenen Leine zu hören.

Wir waren auch hier darüber entsetzt, dass sich die verstrahlten Idioten mangels behördlicher Kontrollzugriffe über die bestehenden Gesetzmässigkeiten hinwegsetzen.

°supplementum°

Gut möglich, dass trotz allem doch noch mal eine Expedition zu einem anderen Zeitpunkt hier stattfindet.


°illustrationen°:


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


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