°descriptio°:
Wir hatten am Abend gegen 20.00 Uhr kurfzfristig beschlossen, eine Nachtwanderung zu unternehmen.
Ute kam der Blitz, weil sie von Menschen hörte, die die Nacht zum Tage machen, um Lebewesen zu studieren, die sich tagsüber lieber versteckt halten.
Mein Einwand, dass es doch dunkel sei und wir deshalb doch gar nichts erkennen können, hat sie kurzerhand mit der Bemerkung abgeschmettert, dass wir dann eben für Licht zu sorgen hätten.
Mit WIR war ICH gemeint.
Also hab ich zur Abwechslung und allgemeinen Erheiterung tatsächlich mal nachdenken müssen.
Die Überlegungen gingen soweit, als dass ich nach einem transportablen Stromerzeugungsgenerator gesucht hatte. Der natürlich auch gar nicht mehr rechtzeitig erhältlich gewesen wäre.
So sind wir dann – wie früher – mit Taschenlampe und einem LED-Baustrahler ausgerüstet zur Halde Pluto gefahren.
Mit den uns zur Verfügung stehenden einfachen Mitteln haben wir heute Nacht schon recht interessante Entdeckungen machen können, für die andere da schon einen ganz anderen Aufwand betreiben.
Den wir keinesfalls auch nur ansatzweise ebenfalls anstreben werden, weil wir uns einig sind, daß solche Nachtwanderungen einerseits die Ausnahme bleiben werden und andererseits wir unser Glück beim Suchen und Finden nicht zu Lasten der ,,Opfer“ herausfordern wollen.
Entweder, die zeigen sich freiwillig, oder eben nicht.
Und dafür muss ’ne Taschenlampe reichen.
So wie früher halt …
°ego sententiam°
Im Internetz ist in einschlägigen Foren nachzulesen, was für ein enormer Awtwand von Menschen betrieben wird, nur um sich später dafür dann von anderen ,,Spezialisten“ beweihräuchern zu lassen.
Die rücken mit zentnerschweren und gerade noch eben mit kräftigen Männern zu bewegenden (-> vier Mann, vier Ecken …) benzingetriebenen Stromgeneratoren an, die wiederum dazu dienen sollen, die in der Abgeschiedenheit eines vor Menschen geschützten Biotops in einem aufwändig konstruiertem Lichtzelt installierte Festbeleuchtung aus einer Kombination von Schwarzlicht- und Quecksilberdampfröhren zu speisen, nur um die nachtaktiven Bewohner zur eigenen und dann allgemeinen Belustigung anzulocken.
Mal ganz abgesehen vom einhergehenden Aufwand und der damit vermutlich in Kauf genommenen Zerstörung der erforderlichen Stellfläche werden Verbrennungsabgase erzeugt.
Wie empfindlich Insekten auf Luftverunreinigung reagieren habe ich als Raucher selbst erfahren: Tiere mögen keinen Qualm.
Somit ist DAS für mich genauso absurd und unverständlich, wie die umgehemmte Benutzung eines Geländefahrrades abseits der befestigten Wege.
Zumal diese Leuchtabendtrottel mit dem Wissen der lateinischen Artenbezeichnung trumpfen und das allein als Deckmäntelchen für ihr zweifelhaftes Handeln benutzen.
Naturschutz geht anders.
Und Taschenlampen haben früher auch ihren Zweck erfüllt …
°illustrationen°:









































°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





