°descriptio°:
Gestern fiel beim Schatzi der alles enscheidende Wunsch, den heute als sonnerich angekündigten Tag mal draussen zu verbringen. Mit Werkzeug, versteht sich …
Es folgt jetzt nicht der Wetterbericht.
Sondern zunächst ein kurzer
°rückblick°
Vor etwa 13 oder 14 Jahren (genau kann ich mich nicht mehr erinnern, aber der JuniOhr war zu der Zeit noch im Kindergarten), hatten wir bei einem Familienausflug auf Empfehlung von Bette gemeinsam mit ihr und ihren Kids den Nordsternpark -. genauer: die Kinderspielplätze – besucht. Für die Kröten war das damals – im Sommer – ein bombiges Erlebnis.
Zurück zur
°gegenwart°
Seitdem hat sich natürlich auch dort so einiges verändert. Davon konnte man ganz klar ausgehen. Ich hatte also den Vorschlag gemacht, anstelle des NSG Storchengraben doch mal zum Nordsternpark zu fahren. Das Schatzi hatte dann beiläufig im Internetz recherchiert, was uns denn dort erwarten würde.
Und entdeckte ebenso beiläufig eine Skulptur, die aufgrund ihrer denkwürdigen Erscheinung schon fast belästigend das Internetz und die eigenen Sinne reizt. Wie sich dann nach unserem Besuch herausstellte, reizt die Skulptur nicht nur durch ihre Erscheinung sondern vor allem auch durch ihre zugedachte Bedeutung und darüberhinaus durch ihren Preis meine Darmaktivität.
Ich habe über dieses „Kunst“-Werk Folgendes herausgefunden:
Die Firma „TreuHandStelle GmbH“ (THS GmbH), ein Unterunternehmen (ja, das ist so richtig geschrieben) der Vivawest und somit ein weiteres Unternehmen der mittlerweile dubiosen deutschen Immobilienwirtschaft und Vermieter von zig-tausenden Wohneinheiten, hat das 15 Meter hohe und 23 Tonnen schwere „Kunst“-Werk aus Aluminium nach Sichtung von 46 eines offensichtlich stockschwulen Kunstprofessors entworfener Modelle für die lächerliche Summe von
°2.000.000 €°
im Jahr 2010 käuflich erworben und auf ihren hässlichen aber aufwändig restaurierten Pütt-Turm in mehr als 86 Metern Höhe und damit für ALLE Menschen weit sichtbar aufstellen lassen.
Quelle: https://www.nordsternturm.de/herkules_von_gelsenkirchen.php
Für ALLE Menschen. Weit sichtbar. Auch für die, die morgen den Kitt aus den Fenstern knabbern weilse schon heute keine Kohle mehr für’n ALDI haben, um sich zumindest Dosenfraß zu kaufen. Geschweige denn die Kohle haben, den Strom für den Herd zahlen zu können, um die Dosensuppe warm zu bekommen. Und weil die Miete alle 3 Jahre genau von DENEN, die den Alu-Schrott auf das Turmdach haben setzen lassen, unverschämt teuerer gemacht wird für die Bruchbude, in der die normalen Menschen leben müssen, kommen selbige da auch nicht mehr raus, weilse den Umzug auch nicht mehr zahlen können.
Die Statue wird also bei Wikipedia wie folgt beschrieben:
Der Kopf der Plastik, die sich auf den Heros Herakles aus der griechischen Mythologie bezieht, ist überdimensional. Es scheint so, als könne der Körper ihn kaum halten. Der Herkules besitzt nur einen – im Verhältnis zur Höhe des Akts – verkürzten Arm und einen eher schmächtigen Torso. Der andere Arm fehlt, „sonst ginge die Säulenwirkung der Figur verloren“ (Lüpertz). In der greifenden Hand des dargestellten Arms war in den Vorentwürfen zu der Plastik noch ein Apfel vorgesehen. Im Herkules von Gelsenkirchen wird auf ihn ebenfalls verzichtet. Die Statue ist 18 Meter hoch und besitzt blaue, aufgesprühte Haare, einen roten Mund und zeigt als ihr Attribut die „Herkuleskeule“, die an den Oberschenkel der Figur angelehnt ist und auf einer Schildkröte ruht.
Und der schwule Künstler – der MUSS schwul sein, denn er selbst fummelt ständig an so alten Götterpuppen wie Apollo oder Merkur oder anderen rum wenn er sich gerade nicht in Kirchenkreisen tummelt – erklärt sein erschaffenes „Monument“ (eigentlich ist das Ding ’n Krüppel: mit Wasserkopf, der rechte Arm fehlt, die Beine stummelig aber von der Seite gesehen hängt am Bauch unübersehbar und deutlich erkennbar ein riesiger Pimmel) mit den unglaublichen Worten:
„Wir brauchen Helden. Es gibt fast keine bessere Zeit für Helden, als die unsere. Das haben wir dringend nötig.“
Quelle: https://www.n-tv.de/reise/Zechenturm-mit-Kunst-gekroent-article2159251.html
Anmerkung: Den bei n-tv.de veröffentlichte Artikel habe ich vorsichtshalber auch bei mir im Archiv gespeichert (es hat nämlich im Internetz unbequeme Seiten und Informationen gegeben, die waren irgendwann auf einmal nicht mehr auffindbar) -> zum Artikel als PDF _Herkules von Gelsenkirchen__ Zechenturm mit Kunst gekrönt – n-tv
°ego sententiam°
Ich bin mehr als nur erschüttert.
Da stellt sich so’n psychopathischer und selbsternannter „Künstler“ hin und verkündet, dass seine (verstümmelt und unästhetisch und aus einem bestimmten Blickwinkel pornografisch dargestellte) „Schöpfung“ (die nach 46 Anläufen den perversen Gefallen der offenbar hoffnungslos verkoksten Entscheiderriege eines hauptsächlich illegal großgewordenen Wohnraumbescheissers gefunden hat) dazu führen soll, dass die Menschen, die unter dieser Zumutung leben müssen, mit den ursprünglichen Eigenschaften des altgriechischen Herakles ihr Museum – denn zu nichts anderem ist diese Region ja mittlerweile gemacht worden – hier zu dem erhofften Aufschwung (wohin ?!) anleiern sollen.
Ich könnte kotzen. Wie der Professor, der den „Künstler“ während dessen kurzen und ohnhin erfolglosen Studiums dabei zusehen musste, wie dieser „Cowboys um ein Lagerfeuer“ malte.
Wie soll sich ein Mensch mit nur einem Arm aus seiner beschissenen Lage selbst befreien?
Wie soll ein Mensch mit zu kurzen Beinen ein Rennen gegen den gewinnen, der normal lange Beine hat?
Wie wird ein Mensch in unserer Gesellschaft insgesamt beurteilt, der mit runtergelassener Hose und blankem Arsch öffentlich posiert?
Es geht hier nicht mehr um irgendeinen geschmacklosen Geschmack.
Hier geht’s um die totale Volksverarsche.
Wie sie in dieser Region aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte ziemlich effektiv und deshalb auch mittlerweile gang und gäbe ist.
Interessant dabei ist nur, dass das Volk, was verarscht wird, bei der Verarsche auch noch tüchtig mitmacht -> https://www.lokalkompass.de/gelsenkirchen/kultur/der-herkules-von-gelsenkirchen-d31401.html
Sieht schon richtig gut aus mit den blauen Haaren und dem roten Kussmund.Die Resonanz der wenigen Zuschauer die die Arbeiten beobachteten war gar nicht so positiv,einige sprachen sogar von Geldverschwendung,manche sagten sogar der Herkules sei Pottenhässlich und wir im Pott könnten das Geld sinnvoller ausgeben,aber diesen Zeitgenossen glaube ich nicht,sowas wie den Herkules von Gelsenkirchen haben wir gebraucht der wird uns nach vorne bringen.
Übrigens wirft obiges Zitat bei mir zu dem eigentlichen Verarschethema noch die aufdringliche Frage auf, ob sich eigentlich jetzt JEDER Horstheinz ohne nennenswerte Ausbildung und ohne ausreichenden Nachweis über die Beherrschung der deutschen Sprache allgemein und der deutschen Rechtschreibung insbesondere als Möchtgernaushilfsredakteur einer „Zeitung“ betätigen darf. Wobei ich gerade mit weiterem Entsetzen festellen musste, dass die „Zeitung“ tatsächlich zu solchem Unfug öffentlich aufruft:
Machen Sie mit.
Mischen Sie mit.
Als BürgerReporter!
Auweija.
Begeisterung allein reicht nunmal nicht aus. Siehe hierzu auch die nachfolgenden Fotos.
°resumeé°
Herkules ohne Hose aber weit oben auf’m Dach ist dann doch ziemlich harmlos weil der tut ja eigentlich keinem wirklich was. Und man MUSS ja auch nicht hingucken. Genauso wenig wie hier …
°illustrationen°:
































































°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …




