2018-02-07 – Wasserkraftwerk Kahlenberg – Mülheim (Ruhr)

2018-02-07 – Wasserkraftwerk Kahlenberg – Mülheim (Ruhr)

°descriptio°:

Die Suche nach Motiven, die sich im Winter möglichst wenig bewegen und dem Betrachter und unserer Trophäensammlung trotzdem Freude bereiten, führte uns aufgrund der findenden Bemühungen des Schatzis in die Stadt Mülheim an der Ruhr. An dieser Stelle sei bemerkt, dass der hier verlinkte Wikipedia-Artikel zur Stadtbeschreibung in die Riege der exzellenten Artikel aufgenommen wurde. Zu Recht, wie ich finde.

Vor etwas mehr als 30 Jahren hat es den ehemaligen Bandkumpel Rüdiger Wohlgemuth, der sich an den Percussions ausgetobt hat, wenn er denn mal wach war, von Waltrop nach dorthin verschlagen. Ich weiss aber nicht mehr, wo genau der da seinerzeit gewohnt hat. Mittlerweile lebt er wohl irgendwo im Münsterland.

Unser Ausflug führte uns – logistisch vom Schatzi akribisch geplant – zuerst zum

Wasserkraftwerk Kahlenberg

Auf dem Weg dorthin durften wir feststellen, dass es in Mülheim fast ausschließlich Einbahnstraßen und vor allem KEINE FREIEN Parkplätze gibt. Und mißverständliche weil nicht klar weisende Beschilderungen führen beim geneigten Besucher eher zu Frust als zum gewünschten Ziel. Aber das sind wohl insgesamt die Marotten der verantwortlichen Entscheidungsträger des eingemotteten  „Verballhornungsraums Ruhrmuseum“.

Fußläufig haben wir dann doch das Ziel erreicht. Abbildungen aus einschlägigen Quellen zeigen ein altes Wasserkraftwerk. Von tüchtigen und einem bestimmten Schöhnheitsideal folgenden Menschen wurden allerdings zwischenzeitlich die allernächste Umgebung und auch und gerade die für uns interessanten Details mit Müllcontainern und modernen Fahrzeugen dekoriert. Was die lichtbildnerische Artistik zu einem Abenteuer werden ließ.

Aufgrund von bevorstehenden Änderungen an der Fischschleuse haben sich zudem einige männliche und aufgrund ihrer Helmfarbe wichtig aussehende Personen an dem Bauwerk getummelt. Solche Farbtupfer im Bild sorgen für eine frische und lebendige Atmosphäre bei der Ablichtung des auserwählten Motivs und macht es zugleich für den Betrachter mehr als nur bemerkenswert.

Zwei nicht ganz so wichtige Mitarbeiter des Betreibers RWW sind mit einem kleinen Boot bis vor das Gebäude gefahren und haben neben uns an der Kaimauer festgemacht. Ich begrüßte die Herren freundlich mit der Frage, ob sie wohl unser Taxi seien. Und kamen darauf ins Gespräch. Bei dem uns unumwunden und mit nicht geringem Stolz mitgeteilt wurde, dass die automatische Hebeanlage zur Entfernung von Treibgut in der Vergangenheit bereits so einige menschliche Überreste aus dem Wasser und über das Laufband in den Container befördert hat. Der letzte Fund sei ein etwa 50 Jahre alter Mann gewesen, dessen Einzelteile aufgesammelt wurden. Er hatte noch seine Hausschuhe an.

So genau wollten wir das allerdings nicht wissen und haben uns dann freundich verabschiedet, bevor noch mehr Horroranekdoten dieser anscheinend etwas unterbelichteten Hiwis unseren ansonsten sonnigkalten Tag versauen.

Das Kraftwerk hatte also nicht viel zu bieten,was das Lichtbildnerherzchen hätte wirklcih höher schlagen lassen können. Und weil die teuer bezahlte Parkdauer eh fast abgelaufen war, nahmen wir Kurs auf das nächste Ziel.

Wir hielten dann kurz darauf am Schloß Broich. In die Bude wären wir beiden ausserordenltich kultur- und geschichtsinteresierten Reisenden aber nicht rein gekommen. So sagte das Schatzi. Und die Aussensicht des ansonsten recht ansehnlich aufgehübschten Steinklotzes hat mich nicht wirklich aus den Strümpfen gezogen. Also ohne weitere Diskussionen direkt weiter zur Camera Obscura.


°loco°


°ego sententiam°

Bis auf die ganz normalen Verkehrswidrigkeiten war der Tag in Mülheim von interessanten Eindrucken geformt. Das Schatzi hat die Ziele zusammenhängend aufeinanderfolgend gut ausgesucht und den Ablauf auch gut durchdacht geplant.

Ich wäre statt dessen wieder mal völlig unvorbereitet und ziellos drauflos geeiert um dann konfus und mangels erhofftem Erfolg angenervt wieder nach hause fahren zu müssen.


°illustrationen°:


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


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