°descriptio°
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Die Nacht war kalt.
Weil ich vor Aufregung ganz kribbelig war und das Vogelgezwitscher besser als ein Wecker ist, bin ich morgens schon um 6 Uhr unterwegs gewesen, um bei aufgehender Morgensonne auf Entdeckungsreise zu gehen.
Irgenwann stieß auch das Schatzi hinzu.
Das äußerst schmackhafte und reichliche Frühstück nahmen wir für uns ganz ungestört im Speisenraum ein. Wir sahen dabei durch das Fenster auf den üppigen Garten – eigentlich schon ein kleiner Park – und auf die riesige Magnolie, die in voller Blüte stand. Wenn die ihre Blüten abwirft, reicht kein normaler Container mehr. Wahrscheinlich bleiben die da auch liegen. Stört ja keinen …
Und dann ging’s los. Der Park macht um 10.00 Uhr auf und wir wollten mit die ersten sein. Schon allein deshalb, weil die Zeit immer zu knapp ist und wenn wir bummeln, kriegen wir wie immer nur die Hälfte mit …
Weil die Gegend durchweg touristisch erschlossen ist, stehen auch überall Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten. Nur beim Vogelpark haben die an einer Wegkreuzung mal eine kleine aber entscheidende Ausnahme gemacht, die uns 20 Minuten Umweg gekostet hat und wir in Hektik und deshalb schon fast ärgerlich den Park später als geplant erreichten.
°loco°
°ego sententiam°
Über den Park selbst kann man nicht viel erzählen, wie ich meine. Den muss man einfach mal selbst erlebt haben. Vorausgesetzt, man mag Vögel. Also ich rede von Vögeln. Und nicht von unseren heimischen Piepmätzen, die zwar so laut trällern können als wären die was ganz Großes aber niemals nicht nein zu sehen sind. Und wenn, dann nur ganz kurz, weil die nur Schiß vor einem haben. Ich tu doch nix …
Hier im Park sind die meisten hinter Gittern. Aber auch mehr zu Schutz vor den Besuchern. Wie überall in zoologischen Gärten. Die Bewohner sind allesamt sehr friedlich. Schon allein deshalb, weil es denen – relativ – gut geht.
Ich empfinde Käfighaltung für Vögel allerdings durchweg als doof. Schon allein deshalb, weil der Flug dieser Tiere in jeder Hinsicht was Erhabenes hat. Ob die nun wie die Falken als Luftakrobaten auftreten oder wie die Kraniche mit sanften Flügelschlägeln ihre ganz besondere Art der Fortbewegung demonstrieren. Die wir übrigens schon bei der ersten Flugshow gegen 11.oo Uhr bewundern konnten. Der Moment hat uns die Tränen in die Augen schießen lassen, so spektakulär hat es uns gepackt, als zum Ende der Vorstellung ein ganzer Schwarm von Kronenkranichen, Papageien, Waldrapps und anderes Geflügel unter passender musikalischer Begleitung wie in einem Ballett über unsere Köpfe flog.
Das war ein wahrhaft unvergessliches Erlebnis und ist – wenn überhaupt – nur sehr schwer zu toppen.
Nach unserem Besuch im Park hatten wir – also das Schatzi – ein kleines Hüngerchen verspürt, das wir von einem griechischen Fallingbostler stillen ließen. Die Bude hatten wir bei unserer morgendlichen Odyssee wahrgenommen und uns direkt dran erinnert. Also nicht ich hab mich erinnert. Sowas passiert immer nur dem Schatzi. Die kann sowas. Ich auch. Aber nicht so gut.
Rund und satt, wie schön is‘ dat …
Und nach dem Essen soll man ruh’n.
Haben wir dann auch direkt mal gemacht …
°illustrationen°:
Meow Gallery: There was an error while building the gallery. Check your PHP Logs.
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





