°descriptio°:
In den Lippewiesen war nix zu holen. Ich fühlte mich genötigt, dann mal einen Blick auf den Stand der Dinge in der Braucksenke zu werfen.
Das Gewässer blieb von der dauerhaften Trockenheit weitestgehend verschont. Der Boden des gewässertrennenden Weges war so stark aufgeweicht, dass man beim drüberlaufen in Gefahr geriet, entweder im Sumpf zu versinken oder mit den ausgeschwemmten Bäumen am Wegesrand, an denen man sich notfalls hätte balancierend festhalten können, ins Wasser gestürzt wäre.
Und weil die Gegend (noch) nicht ausgetrocknet war, fanden hier wohl Rauch- und Mehlschwalben (noch) eine üppige Nahrungsquelle vor. Und sammelten sich hier auf den Baumaschinen, um die Rückreise in ihre Überwinterungsdomizile zu organisieren und diese von hier aus üppig genährt anzutreten. Es sei ihnen gegönnt. Solange das hier noch funkioniert.
Was die Bautätigkeiten, die offensichtlich hauptsächlich die Wasserhaltung in der Niederung neben dem höher gelegenen Kanalbett regulieren soll, betrifft, stehe ich diesen wegen der mir suspekt erscheinenden Initiatoren (RAG und Konsorten) mit deutlich gemischten Gefühlen gegenüber. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass der vermeintlich fördernde Eingriff des Menschen nicht immer nur zum Wohl seiner Umwelt gereicht hat. Aber ich bin kein Ökologe und kein Bioinschenjör. Und kann mir kein Urteil über deren Planungsarbeiten erlauben. Was die Maßnahme bringen wird, wird sich auch erst in Zukunft zeigen. Bis dahin ist die zuvor idyllische und funktionierende Gegend eine vom Menschen gemachte ökologische Wüste. Und es fällt mir schwer daran glauben zu wollen, dass sich hier wieder das natürliche Gleichgewicht einstellt. Und vor allem die Bewohner der Vergangenheit sich hier wieder blicken lassen werden.
°loco°
In der Braucksenke und etwas drumherum.
°ego sententiam°
Für mich besteht immer noch Grund zur Annahme, dass die unfassbar großflächige Baumaßnahme nicht unbedingt zu dem Erfolg führen wird,den die treibenden Initiatoren so vollmundig anpreisen. Dass der Kanal wegen der Bergraubbausenkungen irgendwie gesichert werden muss, damit hier nicht Landunter passiert, wird jedem klar sein. Aber dass deshalb Ökosysteme großflächig ausgelöscht werden, gibt zu denken.
Der Bergraubbau hat in der Vergangenheit bereits unfassbare Schäden und Opfer gefordert. Und jetzt, wo dieser Irrsinn beendet worden ist, werden im Nachgang noch weitere Misshandlungen unserer Umwelt angeleiert.
Ganz geil ist dabei, dass die RAG, die den ganzen Schwachsinn zu verantworten hat, von der EU mit „Rettungsgeldern“ versorgt wird, weil die Maßnahme ja so umweltschützend ist.
Aus meiner persönlichen Sicht hätte der Lumpenverein wohl besser mal seine Immobilien verticken sollen, um an Knatter zu kommen, mit der die ihre verursachten Schäden wieder ausbessern können. Aber je größer die Verbrecherorganisiationen sind, desto behutsamer geht man mit denen um. Und ginbt denen auch noch die finanziellen Mittel, um ihren Scheiß wegzumachen.
Jeder andere wäre dafür auf Dauer im Knast gelandet…
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …






















