°descriptio°:
Gestern hatte ich hier in der Bude mal wieder notwendigerweise Klarschiff gemacht. Erstaunlich, wieviel Dreck und Unordnung eine einzelne Person innerhalb kurzer Zeit erzeugen kann.
Zum Abend hin hatte ich bis in die Nacht u. a. mein selbst gebautes Hochstativ noch ein bischen modifiziert und mit dem dafür etwas angepassten Vanguard-Stativ stabilisiert. Das Vanguard war eh schrottig. Das hätte ich damals schon zurückgeben bzw. umtauschen sollen, als ich das bekommen hatte. Aber für den jetzigen Zweck ist das gerade richtig.
Jetzt gehen theoretisch auch HDR-Standbilder bei knapper Belichtungszeit, weil das Konstrukt (hoffentlich) halbwegs stabil steht. Auf volle 5 Meter werde ich dann nicht ausziehen können, aber ’n Versuch wird’s wohl wert sein.
In der Hoffnung, dass heute mal erträglicheres Wetter wird, saß ich dann wie üblich und so gegen kurz vor 8 Uhr auf dem Freisitz und frönte meinem üblichen Prozedre.
Das gewaltsam von plötzlich aus dem Nichts auftauchenden GaLaristen gestört wurde.
Die haben vom schwuchteligen Strumpfhosen tragenden Bänker den Auftrag erhalten, die Saharadünenfläche zu mähen, während er irgendwo in Thailand auf Kindernutten rumrutscht. Der macht beruflich mit Geld rum, dann is‘ dem ALLES egal.
Die GaLaristen nahmen also erst mal einen Laubbläser zur Hand, um die Hecke schön auszublasen. Die Staubwolke hat die Nachbarschaft dazu veranlasst, alle Gebäudeöffnungen zu verschließen und nur den unfassbar sinnlosen Krach geduldig zu ertragen.
Dann kam der Rasenmäher und der Kantenschneider zum Einsatz, um der staubigen Fläche den letzten Rest zu geben.
Der Sand aus der Hecke und der Fläche ist auch auf den Garagenhof geflogen. Der Laubbläser ist natürlich genau richtig für sowas. Der bläst den ganzen Scheiß auf die Nachbargrundstücke und man braucht als tüchtiger und umsichtiger GaLarist den Dreck dann auch nicht mehr selbst auffegen und entsorgen. Auf der Rechnung erscheint die Position aber.
°loco°
Wenn’s nach mir ginge wär‘ ich schon wech hier …
°ego sententiam°
Schon das Wochenende war geprägt von nach Aufmerksamkeit heischenden Nachbarn. Der Lärmpegel drohte Flughafenniveau anzunehmen und passte zur allgmeinen Wohnsituation: wenige machen für viele. Man muss für die dadurch gewonnenen Insprirationen einfach dankbar sein. Ohne die penetranten Belästigungen würde ich wohl jetzt nicht wissen, wie die zuständige Behörde heisst, der das egal ist.
Die ehemalige Rasenfläche ist nun wahrscheinlich endgültig tot. Das haben die dort lebenden Grashüpfer dann auch noch rechtzeitig realisieren können, dass die anrückenden Schreddermaschinen nichts Gutes verheissen, und sind auch direkt in unsere Richtung geflüchtet.
Nur leider können wir denen kein passendes Habitat bieten. Ausserdem verlangt das Schatzi, dass die hier in der Wohnung Pantoffeln zu tragen haben, damit die mit ihren Pillefüssen nicht alles schmutzig machen. Vom Pantoffeln tragen werden die hier aber nicht satt…
°supplementum°
Der Anfang vom Ende.
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …



























