2020-04-09 – Residenzia – Balkon – zehr zeltene Tiere

2020-04-09 – Residenzia – Balkon – zehr zeltene Tiere

°descriptio°:

Nunja. Auch hier ist die Überschift nicht wirklich passend zum Ereignis.

Um zeltene Tiere handelt es sich allerdings sehr wohl. Aber nicht wirklich unmittelbar um den residenzialischen BallKong. Sondern vielmehr um die Garage. Der ich aber keine eigene Kategorie zugewiesen habe, weil ich mich da drin eigentlich nur selten tummel. Und es da ausser Spinnen nichts weiter gibt. So dachte ich.

Weit gefehlt.

Bei meinen Aktivitäten zur Herstellung angemessener Balkonblumenkinderzimmer haben mich durchweg neugierige, mißtrauische und auch geringschätzige Blicke verfolgt.

Eher desinteressiert waren die Elstern. Aber nur bei ausreichend sicherer Entfernung. Mißtrauisch waren die Amseln, haben sich aber durch den sicheren Zaun nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Geringschätzig hat mich die Vollverstrahlte aus’m 2. OG rechts beäugt. Die ist sowas von beknallt, die Alte. Ich versteh beim besten Willen nicht, wie der Horst, mit dem die zusammen tüddelt, das mit der aushalten kann. An der ist aber auch rein gar nix, was man als attraktiv oder liebenswürdig oder sympathisch erkennen könnte. Die ist einfach nur widderlich…

Interessiert waren nur wieder mal die kleinsten der Kleinen. Merkwürdig. Sind es doch gerade DIE, die mal eben schnell „unter die Räder“ kommen können. Man übersieht die auch ganz schnell im Eifer des Gerödels. Es sei denn, die buhlen bewusst um Aufmerksamkeit.

Wie die Bodenwanze Eremocoris fenestratus, die sich völlig unbedarft und zwanglos und  noch dazu wegen ihrer dicken Beine etwas ungeschickt und plump wirkend zwischen Quast und Farbtopf hangelte.

Und vor allem verschärftes Interesse an der braunen Substanz hatte. Ich musste die mit Gewalt vom Tellerrand schubsen, damit die nicht in die Suppe fällt. Holzschutzfarbe schützt nicht nur …

Später dann entdeckte ich im Zuge der Garagentor-Reparatur des Nachbarn Behnke dann unter den Knochensteinen im Schwellenbereich mehrere braune Larven, die vermutlich von einem Käfer stammen. Die Bilder sind nix geworden. Halbverpuppte Exemplare sind ohnehin uninteressant und die eine noch aktive Larve war so agil, dass ich mit der Lupe nicht hinterherkam und ständig danebenfeuerte. Entnervt hatte ich dann kurzerhand ’n Sahnepuddingbecher (einer von ganz vielen, die ich erst wegen ihres Inhalts und dann wegen ihrer praktischen Größe quasi als Tupperdöschen für mich entdeckt habe) mit genau der Erde gefüllt, aus der ich die entnommen hatte und die kurzerhand da eingesetzt. Zurück konnten die nicht. Dann hätte ich die mit den Pflastersteinen zerquetscht.

Im Moment sind die noch in der Garage. Da ist es dunkel drin. Vielleicht untersuche ich die beizeiten im Labor. Und wenn ich Glück habe, verpuppen die sich komplett und werden in 3 oder 4 Monaten oder eher dann zu Käfern. Das wär‘ der Hammer !


°loco°

Vor der Garage. Nicht auf’m Balkon.


°ego sententiam°

Ich hatte bei der Entdeckung des Wanzenexemplars noch Witze über die ungewöhnlich Gestalt und Erscheinung gemacht. Kein Insekt hat dicke Vorderschenkel. die dicken Bollen haben die nur an den Hinterbeinen. Und weil diese Wanze auffällig dicke Vorderschenkel hat, hab ich erst ernsthaft angenommen, dass die ’ne EmscherValleyWay-Mutation ist …

°supplementum°

Wenn ich mit den Käferlarven Glück habe, wird das hier vermerkt


°illustrationen°:


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


print