°descriptio°
An anderer Stelle hatte ich bereits erwähnt, dass Traudl und wir heute eine für uns fast schon unglaubliche Begegnung hatten: ein Ritterfalter, gefühlt so groß wie ein Kinderhandteller (damit ist natürlich NICHT Traudl’s Händchen gemeint, auch wenn der Vergleich von der Größe her dann doch FAST hinkommt …).
Der Schwalbenschwanz soll bei uns hier in der Gegend angeblich ja nicht selten sein, so liest man hier und da schon mal.
Wir hatten uns jedoch immer wieder die Frage stellen müssen, WO GENAU man den denn beobachtet haben will.
Tja, und da kam uns heute dann der überraschende Zufall zur Hilfe, wobei es bei uns mittlerweile eine intern anerkannte Erkenntnis ist, dass es keine Zufälle gibt.
Der erste Falter war auf dem mittleren Hochplateau nur schemenhaft bemerkbar. Seine Größe fiel bei seinem Flatterflug dann aber schon auf und veranlasste uns zu ’nem strammen Verfolgungsmarsch, der sich auf der holprigen Grasnarbe mit Traudls Trecker zwar bewältigen ließ, das Fahrzeug im Schlepptau aber die Verfolgungsgeschwindigkeit deutlich gedrosselt hat.
Dann war die Erscheinung wieder weg und wir ratlos, wo wir suchen könnten, denn die Gegend hier oben ist dann doch schon ziemlich weitläufig und ’ne ziellose Suchaktion würde ins hoffnungslose Nichts führen, das war uns wohl klar.
Wir haben bei einer kurzen Verschnaufpause am obersten Teichbiotop dann auch nicht weiter dem vermeintlichen Verlust nachgetrauert und beschlossen, dann halt nochmal hier hin zu kacheln, denn irgendwann sollte man ja auch mal Glück mit so einem Trophäenfund haben.
Während Traudl in ihrem Trecker die Stellung hielt und auf unser Gepäck aufgepasst hat, und das Schatzi sich im Nahbereich unseres Basislagers auf die Suche nach Fundstücken machte, nahm ich beherzt und mit einer unbestimmten Vorahnung gesegnet Kurs auf’s oberste Haldenplateau.
BINGO !
Eine zahlreiche Kolonie der Falter tummelte sich da oben. Das oberste Plateau kann man von der mittleren Ebene nicht einsehen, dafür ist die Flanke zu steil und die Fläche, auf der die Falter wohnen, zu weitläufig.
Die Falter der diesjährigen zweiten Generation waren voll auf Paarung geeicht und flogen wie wild durcheinander. Die meisten von denen waren durch ihr fleissiges Triebverhalten schon arg abgeflogen und sahen nicht mehr wirklich ritterlich aus.
Egal – ich konnte einen schwächelnden Falter dann am Boden erwischen und rannte direkt zurück zum Basislager, um von dem Fund zu berichten, der uns die ersehnten Trophäen bescheren würde. Das Schatzi sollte zuerst drankommen, weil die IMMER die schöneren Fotos macht, und es zu doof von mir gewesen wäre, die Falter zu knipsen und dabei zu vertreiben, ohne dass das Schatzi sich vorher mit denen beschäftigen konnte.
°loco°
°ego sententiam°
Ein Tag der Superlative !
Riesige Falter und riesige Pilze.
Was will der Trophäensammler mehr für’s Glück …
°supplementum°
Kein Nachtrag, aber eine erneute Expedition geplant.
°illustrationen°:
Tipp für die Ansicht in der Galerie:
drücke Taste F11 und blende mit dem Icon „Vollansicht“ (in der Galerieansicht rechts oben in der Mitte) den Text aus, dann siehst Du nicht nur winziges Internetzimpressionsgeschnipsel.
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


































































































