°descriptio°:
Der Serval (Leptailurus serval) ist eine mittelgroße wilde Katze Afrikas, die meist auf ockergelbem Grund schwarz gefleckt ist. Die Bezeichnung Serval stammt vermutlich von dem portugiesischen Wort lobo-cerval ab, das übersetzt Luchs bedeutet. Es entstand im 18. Jahrhundert und findet sich in dieser oder ähnlicher Form in mehreren europäischen Sprachen.
Die Gesamtpopulation des Servals wird von der Weltnaturschutzunion IUCN in der Roten Liste gefährdeter Arten als nicht gefährdet (least concern) eingestuft.
Der Serval erreicht eine Körperlänge von 70 bis 100 cm und eine Schulterhöhe von 54 bis 62 cm. Bei Weibchen liegt das Körpergewicht zwischen 7 kg und 12 kg, bei Männchen zwischen 9 kg und 18 kg.
Er hat einen kleinen Kopf mit großen und runden Ohren. Seine Beine sind sehr lang: Innerhalb der Katzenfamilie hat keine andere Art längere Beine. Außerdem hat der Serval einen mittellangen Schwanz, der eine Länge von bis zu vierzig Zentimeter erreicht, und der Körper ist sehr schlank gebaut.
Der Serval kommt ausschließlich in Afrika vor. Südlich der Sahara ist er noch weit verbreitet: er gehört zur Fauna der meisten Länder vom Senegal im Westen und Somalia im Osten Afrikas bis in den Süden der Republik Südafrika. Allerdings hat der Serval sehr spezifische Ansprüche an seinen Lebensraum, so dass er nur jeweils einzelne Regionen in diesem Verbreitungsgebiet bewohnt. In der südafrikanischen Kapprovinz ist er ausgestorben.
Der Serval ist mit seinen hohen Beinen darauf spezialisiert, kleine Säuger in hohem Gras zu jagen. 90 Prozent der Nahrung eines Servals besteht aus solchen Säugetieren, die gewöhnlich weniger als 200 Gramm wiegen. Daneben jagt der Serval auch kleine Vögel, Eidechsen, Schlangen, Frösche und Insekten. In Simbabwe machen Vielzitzenmäuse, die zwischen 20 und 80 Gramm wiegen, und die zwischen 100 und 200 Gramm schweren Lamellenzahnratten den größten Teil seiner Beute aus. In Tansania spielt neben Lamellenzahnratten auch die nur etwa fünf Gramm schwere Afrikanische Zwergmaus in seiner Ernährung eine größere Rolle.[1] Bei der Jagd meiden Servale auch feuchtere Zonen ihres Revieres nicht und jagen auch Frösche und Wasservögel. Bei in Gefangenschaft gehaltenen Servalen hat man beobachtet, wie sie mit ihren Pfoten Fische aus dem Wasser angeln. Sie ergreifen auch größere Beute wie beispielsweise Hasen, Flamingos und junge Antilopen, jedoch stellt dies nur eine gelegentliche Beute dar.
Servale sind auf Grund ihrer Sprungfähigkeiten auch in der Lage, Vögel in der Luft zu fangen. Sie greifen dabei die auffliegenden Vögel mit den Vorderpfoten und landen dann nur auf den Hinterpfoten. Mit einem einzigen Sprung können Servale eine Distanz von 3,6 Meter überwinden. Es wird ihnen nachgesagt, Vögel noch mit den Vorderpfoten zu erreichen, die sich bereits drei Meter über dem Erdboden befinden.
Im Zoo werden Servale zwanzig Jahre alt, ihre Lebensdauer in freier Wildbahn dürfte um einiges niedriger sein. Es wird geschätzt, dass sie im Schnitt ein Alter von zehn Jahren erreichen. Weibchen ziehen in dieser Zeit vermutlich zwischen 16 und 20 Jungtiere groß.
Die Unterart Berberserval ist durch starke Verfolgung in die Höhen des Atlas zurückgedrängt worden, wo sie nun am Rande des Aussterbens steht. Ausgerottet wurde der Serval auch in weiten Teilen Südafrikas. In den Savannen und im Grasland südlich der Sahara gelten Servale als häufig. In einigen Regionen, wo zunehmend mehr Getreide angebaut wird und in Folge davon die Nagetierpopulation angestiegen ist, haben sich die Umweltbedingungen für Servale sogar verbessert.
Servale werden nach wie vor gejagt, da man in ihnen einen potentiellen Prädator kleinerer Haustiere sieht. Als gefährdet gilt vor allem Hausgeflügel.
[Text-Quelle: Wikipedia]
°ego sententiam°
Sachma geht’s noch ?!?!? Wie pervers ist der Mensch … :
Servale können mit Hauskatzen gekreuzt werden. Die weiblichen Nachkommen dieser Kreuzungen sind fruchtbar, während die Männchen der ersten Kreuzungsgenerationen in aller Regel steril sind. Aus solchen Kreuzungen wurde in den 1990er Jahren in den USA die Hauskatzenrasse Savannah gezüchtet. Die Savannah ist mittlerweile eine von der TICA anerkannte Rasse.
°illustrationen°:








°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





