°descriptio°:
Heute mal wieder WIR. Ich hatte mich erst nicht wirklich getraut, trotz oder vielleicht auch aufgrund der derzeit relativ entspannt scheinenden Lage mal anzuklopfen, ob denn bei dem schönen Wetter nicht doch auch das Bedürfnis wach werden könne, mal einen gemeinsamen Spaziergang zu unternehmen. Aber da kam mir dann der Zuruf zuvor, dass sie eigentlich ganz gerne mal eben über den EmscherValleyWay gehuscht wäre. Und weil ich dem Vorhaben dann mit obiger Bemerkung unterstreichend zugestimmt habe, änderten wir einvernehmlich das Ziel in Halde Unser-Fritz.
Wohlwissend, dass wir jetzt nicht mehr finden werden was wir ansonsten suchen würden. Was aber aufgrund der derzeitigen positven Wetterlage auch völlig lotti ist: wichtig ist raus.
Spät zwar, aber das hatte auch den Vorteil, dass wir nicht mit erheblicher Sonnenbestrahlung in ungeschützten Lagen zu kämpfen hatten.
Mit aufmerksam schlendernden Gang erreichten wir dann den Weg zum Plateau. Unterwegs würden unsere kühnsten Erwartungen noch übertroffen: hier lebte so ziemlich gar nichts mehr. Die Pflanzen waren vertrocknet und der Lebenszyklus der Insekten war ohnehin abgeschlossen. Bis auf vereinzelte Fliegen, reichlich Schnaken und ein paar Libellen fanden wir nichts mehr. Was ja auch zu erwarten war.
Nur ganz zum Schluß – quasi beim „rausgehen“ – entdeckte ich aus dem Augenwinkel an einem Baumstamm einen kleinen aber doch auffällig schwarzen Streifen, den ich bei näherer Betrachtung als eine Art Tausendfüßer identifizieren konnte…
°loco°
Auf dem Plateau der Halde.
°ego sententiam°
Wir haben wirklich mit aller Aufmerksamkeit unsere Augen auf die noch verbliebenen Pflanzen gerichtet in der Hoffnung, vielleicht doch noch was Krabbelliges zu entdecken. Aber Stadtgrün hat nichts ausgelassen und alles schön säuberlich abgemäht und und den Grünschnitt nebst den darin und darauf lebenden Bewohnern direkt auf den Kompost gekarrt.
Sei’s drum. Kann ja sein, dass die Verantwortlichen wissen, was sie da tun. Aber für den aussenstehenden Betracher ist die um sich greifenden Aufräumwahnvernichtung nunmal nicht ganz so einfach hinzunehmen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Kleinstlebewesen (die ja selbst den größeren als Nahrungsgrundlage dienen) hier in unseren ausgelutschten, überdüngten, vergifteten und überpflegten Gefilden ohnehin kaum eine reelle Chance haben, sich angemessen vermehren zu können. Bis auf ein paar Ausnahmen natürlich.
Artenvielfalt sieht aber anders aus …
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





















