2025-08-20 – Marl – See am Marler Stern
Kunst is‘ nix für mich. Zumindest nicht dann, wenn man mir die mit schwülstigen Worten erklären will …
Marl ist ein großgewordenes Dorf. Bergbau und Chemie-Indusrie haben das Nest aufgeblasen. Der Bergbau ist mittlerweile futsch. Dafür machen die Marler jetzt auf ganz wichtig und weichen auf Kultur aus. Was Marl aber groß gemacht hat, macht es jetzt auch wieder nieder. Bergleute sind nunmal Bergleute. Und von Kultur können wohl nur die wenigsten leben …
Kunst is‘ nix für mich. Zumindest nicht dann, wenn man mir die mit schwülstigen Worten erklären will …
°descriptio° Um 14 Uhr Treffen mit Kalle. So war der Plan. Aber dem Kalle war’s dann doch zu kalt. Verständlich, bei gefühlten -5°C und gemessenen 2°C. Die anhaltende Inversionswetterlage lässt die Feuchtigkeit in winzigen Tropfen schweben und in die Klamotten eindringen. Nicht wirklich winterlich, das Gefühl. Vom Wetter mal ganz abgesehen. Zum Glück hat es aber noch nicht geregnet. Eisregen wäre eh das Letzte, was ich jetzt gut finden würde. …
°descriptio°: Es zieht mich in Abständen immer wieder hierhin. Weil sich hier tatsächlich einiges tut. Nicht nur das Artensterben. Man quält sich als Mensch ja gerne selbst. Den Folgen des Bergraubbaus in dieser Region sei Dank. So kann man den Scheiß jetzt als Kultur verkaufen, damit es einem als Betroffener des stetig zunehmenden und hoffnungslos um sich greifenden Wahnsinns nicht sauer aufstossen soll. Kultur is‘ ja wichtich. Und nicht anzweifelbar, …
°descriptio°: In den Lippewiesen war nix zu holen. Ich fühlte mich genötigt, dann mal einen Blick auf den Stand der Dinge in der Braucksenke zu werfen. Das Gewässer blieb von der dauerhaften Trockenheit weitestgehend verschont. Der Boden des gewässertrennenden Weges war so stark aufgeweicht, dass man beim drüberlaufen in Gefahr geriet, entweder im Sumpf zu versinken oder mit den ausgeschwemmten Bäumen am Wegesrand, an denen man sich notfalls hätte balancierend …