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Der Große Emu (Dromaius novaehollandiae) ist eine flugunfähige Vogelart aus der Ordnung der Laufvögel (Struthioniformes) und die einzige überlebende Art der Familie der Emus (Dromaiidae). Es ist die größte Vogelart der Fauna Australiens und nach dem Afrikanischen Strauß der größte Vertreter der Laufvögel. Strauße und Emus sind trotz des ähnlichen Erscheinungsbildes nicht näher miteinander verwandt. Ihre Ähnlichkeit resultiert aus einer konvergenten Evolution.
Emus sind opportunistische Zugvögel, die lange Wanderungen unternehmen, um geeignete Nahrungsgründe zu finden. Gelegentlich kommt es dabei zu Massenwanderungen, bei denen manchmal mehrere tausend Vögel gemeinsam in nahrungsreichere Regionen ziehen. Lange Wegstrecken legen Emus in einem gleichmäßig schnellen und kraftsparenden Trott zurück. Ihre maximale Laufgeschwindigkeit liegt bei 50 Kilometer pro Stunde, die sie über einige Distanz einhalten können.
Emus erreichen eine Körperhöhe zwischen 150 und 190 Zentimeter bei einer Schulterhöhe von 100 bis 130 Zentimeter. Männchen und Weibchen sehen einander sehr ähnlich; im Schnitt sind Weibchen etwas größer, schwerer und dunkler als Männchen. Mit einem Gewicht zwischen 30 und 45 Kilogramm sind Emus trotz der größeren Körperhöhe leichter als Helmkasuare. Der weitgehend unbefiederte Hals und die Beine sind lang. Von den Flügeln sind nur noch rudimentäre Stummel vorhanden. Ihre Länge beträgt lediglich 20 Zentimeter.
Die kräftigen Beine des Emus enden in drei Zehen, die nach vorne gerichtet sind. Diese Zehenstellung findet sich auch bei anderen, sich überwiegend auf dem Boden fortbewegenden Vogelarten wie etwa Wachteln. Der Afrikanische Strauß weist sogar nur zwei Zehen auf. Eine stark entwickelte Beckenmuskulatur ermöglicht die hohe Laufgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde, die Emus erreichen können. Der Anteil der Beckenmuskulatur am Gesamtgewicht eines Emus entspricht dabei dem Verhältnis der Flugmuskulatur zum Körpergewicht bei einem flugfähigen Vogel.
Der Emu ist außerdem die einzige Vogelart, die auf der Rückseite der Unterschenkel den Musculus gastrocnemius, den Zweiköpfigen Wadenmuskel, aufweist.
Adulte Emus entwickeln im Hals außerdem eine Öffnung zwischen der Luftröhre und dem Halsluftsäcken. Durch diese Öffnung können Emus den Luftsack als Resonanzkammer nutzen und so tiefe, durchdringende und dröhnende Rufe von sich geben. Sie sind bis in eine Entfernung von zwei Kilometern zu hören. Die Vögel geben außerdem Grunz- und Zischlaute von sich. Emus sind am häufigsten während der Fortpflanzungszeit zu hören. In der übrigen Zeit sind sie meist still.
In der Wildnis liegt ihre Lebenserwartung bei 10 bis 20 Jahren. In Gefangenschaft gehaltene Vögel können jedoch deutlich älter werden.
[Text-Quelle: Wikipedia]
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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





