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Die Federmotten (Pterophoridae) sind eine Familie der Schmetterlinge. Sie kommen weltweit mit über 1.130 Arten in 90 Gattungen vor.
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 13 bis 30 Millimetern. Sie haben einen langen und schlanken Körper. Ihre Flügel sind sehr schmal. Die Vorderflügel sind sechs- bis zwölfmal länger als breit. Sie sind bei manchen Arten stark eingeschnitten bzw. zerfranst. Sie sind so konstruiert, dass an starren Streben, wie bei Federn, an beiden Seiten flexible Borsten abstehen. Nur sehr wenige Arten haben „normale“ Schmetterlingsflügel. Die fadenförmigen Fühler sind mittellang und in etwa halb bis dreiviertel so lang wie die Vorderflügel. Ihre Maxillarpalpen sind stark zurückgebildet, der nicht beschuppte Saugrüssel ist voll entwickelt.
Die Vorderflügel haben sieben bis 13 Flügeladern mit zwei Analadern. Die Hinterflügel haben sechs bis acht Flügeladern mit einer oder zwei Analadern.
Die Eier besitzen keine charakteristischen Unterscheidungsmerkmale. Sie sind rundlich bis oval, elliptisch und am oberen Ende leicht abgeplattet. Die Eioberfläche ist glatt oder weist eine feine Netzstruktur auf. Die Färbung variiert von weißlich-gelb bis zu fahlen oder kräftigen Grüntönen.
Die Larven sind leicht am dichten Muster ihrer Behaarung zu erkennen. Eine Gruppe von Raupen besitzt lange, oft am Körper anliegende Haare. In einigen Fällen produzieren sie eine klebrige Flüssigkeit, die die Larve vor Parasiten schützt. Die Haare sind normalerweise in Gruppen angeordnet und bilden auf dem Raupenkörper vier Längsreihen. Die langhaarigen Larven besitzen häufig eine unregelmäßige Zeichnung aus grünen und braunen Punkten oder Linien. Eine andere Gruppe der Larven ist kurz behaart und lebt häufig minierend in Halmen oder Wurzeln. Sie sind gelblichweiß oder rotbraun und haben keine Zeichnung. Die Eilarven (L1) dieser Gruppe haben eine deutlich kürzere und weniger dichte Behaarung als die Raupen der nachfolgenden Stadien.
Die Puppen besitzen tendenziell ein ähnliches, aber weniger entwickeltes Haarmuster wie die Raupen, wobei dieses bei den minierend lebenden Arten nur schwach ausgebildet ist. Bei einigen Vertretern aus den Gattungen Platyptilia, Stenoptilodes, Lantanophaga, Paraplatyptilia und Stenoptilia wird eine auffällige dorsale Struktur beobachtet. Ob diese aussagekräftig ist wurde bisher noch nicht geklärt Die Gestalt der Imago wird auf der Puppenoberfläche deutlich, vor allem im Bereich des Kopfes, des Rüssels, der Palpen und der Flügel.
Die Familie der Federmotten ist weit verbreitet und ihre Vertreter sind weltweit anzutreffen. Die dabei besiedelten Lebensräume sind sehr vielfältig, so leben Arten der Gattung Agdistis auf Salzwiesen entlang der Küsten und in wüstenähnlichen Biotopen im Süden Spaniens. Vertreter aus der Gattung Stenoptilia leben in großen Höhenlagen in den Alpen und sind auch unter arktischen Bedingungen in Island und Grönland anzutreffen. Andere Arten kommen in der Krautschicht schattiger Wälder oder Waldlichtungen vor. Extrem feuchte Biotope wie Moore, Feuchtwiesen und Ufer von Fließgewässern werden ebenso besiedelt wie Heidelandschaften und Straßenränder.
Die Falter sind nacht- oder dämmerungsaktiv. In Ruhestellung haben sie die Flügel ganz oder teilweise vom Körper gestreckt. Dadurch erwirken die Tiere eine „T“-Form.
Die Raupen leben an den Blättern von Pflanzen, manche Arten entwickeln sich aber endophytisch in Pflanzenstängeln und deren Wurzeln. Die Überwinterung erfolgt je nach Art entweder als Ei, Raupe oder Falter.
Unter ihnen gibt es Arten, die in der Landwirtschaft Schäden anrichten können wie Platyptilia carduidactyla in Kalifornien an Artischocken. Im Garten sind Platyptilia pica an Geranien und Stenoptilodes antirrhina an Löwenmäulern schadhaft. Es gibt aber auch Federmotten, die gegen die ungehinderte Vermehrung bestimmter Pflanzen eingesetzt werden. Lantanophaga pusillidactyla wird gegen die Pflanzen Lantana camara und Oidematophorus beneficus gegen Ageratina riparia eingesetzt.
[Text-Quelle: Wikipedia]
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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





