°frettchen°

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°descriptio°:

Das Frettchen (Mustela putorius furo), auch Frett (von frz. furet, spätlat. furetus, zu lat. fur „Dieb“) ist die domestizierte Haustierform der Mustela-Untergattung Putorius (Iltisse). Es stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Europäischen Iltis (Mustela putorius) ab. Weitere Vermutungen geben dem Steppeniltis eine Rolle bei der Entwicklung des Frettchens.

Das männliche Tier (Rüde) hat eine Körperlänge zwischen 48 und 80 cm, wobei 13 bis 19 cm auf den Schwanz entfallen. Beim weiblichen Tier (Fähe) beträgt die Körperlänge zwischen 42 und 60 cm, hier entfallen etwa 11 bis 14 cm auf den Schwanz. Das weibliche Tier bleibt damit deutlich kleiner als das männliche.

Die Rüden erreichen ein Gewicht von 800 bis weit über 2.000 g. Fähen werden ca. 600 bis 1.000 g schwer. Der Unterschied zwischen dem Sommer- und Wintergewicht kann ein Drittel ihres Gesamtgewichts betragen, wobei sich die Gewichtsunterschiede mit zunehmendem Alter verringern.

Frettchen werden etwa sieben bis zehn Jahre alt, in seltenen Fällen auch älter. Als hauptsächliche Todesursache treten Tumoren auf, zum Beispiel in der Nebenniere, als Insulinom oder an weiteren Organen. Der Grund wird zum einen in der unkontrollierten Zucht gesucht, in der außergewöhnliche Farben oftmals wichtiger als die Gesundheit der Tiere sind, zum anderen scheinen veränderte Lebensumstände (Innenhaltung, Fütterung, Kastration) ihren Teil dazu beizutragen.

Frettchen sind Fleischfresser, die durch ihre anatomischen Besonderheiten des Magen-Darm-Traktes eine Sonderstellung innerhalb der Carnivorenfamilie einnehmen. Frettchen fehlt der Blinddarm, um zellulosehaltige Nahrung zu verdauen, und sie verfügen nur über einen sehr kurzen Dickdarm. Beim Frettchen durchläuft die aufgenommene Nahrung den kompletten Verdauungstrakt in drei bis vier Stunden. Bedingt durch diese kurzen Verdauungszeiten bleibt dem Organismus nicht viel Zeit, die aus dem Futter aufgespaltenen Nährstoffe aufzunehmen. Frettchen benötigen daher eine Ernährung, die zu 80 Prozent aus tierischem und nur zu 20 Prozent aus pflanzlichem Protein besteht.

In manchen Gegenden, wo es genügend kleine Beutetiere und keine wilden Iltisse gibt, sind Frettchen entlaufen und zu Wildtieren geworden, beispielsweise auf Sardinien, Sizilien oder auch Neuseeland. Die ausgewilderten Tiere haben in Neuseeland einen derartigen Schaden in der dort ansässigen Fauna angerichtet, dass die private Haltung von Frettchen verboten wurde.

In Deutschland haben ausgesetzte Frettchen kaum Überlebenschancen. Aufgrund ihres kurzen Darmes müssen sie alle zwei bis drei Stunden Beute in Form einer Maus oder ähnlich großer Beutetiere machen. Der noch vorhandene Jagdinstinkt reicht meistens nicht zum Überleben aus.

Durch intensiven Kontakt mit Menschen können Frettchen sehr zahm werden. Heutzutage werden Frettchen vorwiegend als Heimtier gehalten.

Sie benötigen viel Platz, Zeit und eine ausgewogene Ernährung.

Frettchen schlafen etwa 14 bis 18 Stunden pro Tag.

[Text-Quelle: Wikipedia]


°ego sententiam°

Der Mensch stammt also vom Frettchen ab.

Also ich zumindest.


°illustrationen°:

 


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


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