°tapir°

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°descriptio°:

Die Tapire (Tapirus) sind die rezent einzige Gattung innerhalb der im Deutschen gleichnamigen Säugetierfamilie (Tapiridae) aus der Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla). Sie war einst sehr vielfältig und umfasst heute noch fünf lebende Arten. Es handelt sich um schwerfällig wirkende, jedoch durchaus reaktionsschnelle Tiere mit einem charakteristischen Rüssel, die hauptsächlich in geschlossenen tropischen Wäldern leben und sich von zumeist weicher Pflanzenkost ernähren. Sie stellen eine recht alte Gattung dar und sind schon seit dem mittleren Miozän vor 14 Millionen Jahren bekannt. Heute sind die Tapire mit dem Flachland- und dem Berg- sowie dem Kabomani-Tapir in Südamerika, mit dem Mittelamerikanischen Tapir in Mittelamerika und dem Schabrackentapir in Südostasien verbreitet.

Tapire sind äußerlich schweineähnliche Tiere; ihre nächsten Verwandten sind allerdings Pferde und Nashörner. Die Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von über 100 bis 250 cm, der Schwanz ist ein kurzer Stummel von 5 bis 13 cm Länge, die Schulterhöhe beträgt 73 bis 120 cm. Ausgewachsene Tiere erreichen ein Gewicht von 110 bis 320 kg – der größte rezente Vertreter ist der Schabrackentapir (Tapirus indicus).

Nase und Oberlippe sind zu einem kleinen Greifrüssel verwachsen, mit dem die Tiere ihre Blätternahrung aufspüren und -nehmen. Den längsten Rüssel hat der Schabrackentapir, den kürzesten der Flachlandtapir (Tapirus terrestris). Da auch die fossilen Tapire einen ähnlichen Schädelaufbau besitzen, ist diese Rüsselbildung als typisch für die Gattung anzusehen. Wie bei den Elefanten ist der Rüssel ein komplett aus Muskeln bestehender Schlauch mit zwei durchgehenden Nasenlöchern, allerdings deutlich kürzer als bei diesen. Er besitzt keinerlei knöchernen Unterbau, der Ansatz am Gesichtsschädel ist wie oben bereits erwähnt durch Reduktionen der Gesichtsknochen evolutiv neu strukturiert worden und weicht von anderen Unpaarhufern deutlich ab.

Da aber Tapire wie auch die Elefanten den Rüssel zum Nahrungserwerb einsetzen und damit Pflanzen in das Maul schieben sowie ihn zudem zum Riechen, Schnorcheln und ähnlichem verwenden, kann er – abweichend von den rüsselartrigen Bildungen bei anderen Säugetieren wie Schweinen, Rüsselspringern oder Dikdiks – als funktional echter Rüssel (Proboscis) angesehen werden.

[Text-Quelle: Wikipedia]


°ego sententiam°

Deswwegen ja auch „Rüsseltier“ und nicht „Huftier“ …


 

°illustrationen°:

 


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


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