2016-04-03 – Uemminger See

2016-04-03 – Uemminger See

°descriptio°:

Der Ümminger See ist ein See in der Ruhrgebietsstadt Bochum. Er liegt nördlich der Ortslage Ümmingen in den Bochumer Gemarkungen Laer, Werne und Langendreer.

Der See hat eine Fläche von 10,43 Hektar und dient als Naherholungsgebiet. Das Areal um den See wird im Westen durch die A 43, im Süden durch die B 226, im Osten durch ein angrenzendes Gewerbegebiet und im Norden durch die Bahnstrecke Essen-Überruhr–Bochum-Langendreer begrenzt.

Gespeist wird der See durch den Harpener Bach, welcher den See von Norden nach Süden durchfließt und diesen über den Oelbach in die Ruhr entwässert.

Im Mittelalter entstanden als Vorläufer des Sees an der Mühle des Hofes Schulte-Suntum zwei Mühlenteiche. Mit dem Bau des Dorothea-Erbstollens der Zeche Vollmond begannen im 18. Jahrhundert die Verunreinigungen mit Grubenwasser.

Um das Grubenwasser zu klären, legte man Absetzteiche an. Einer dieser Absetzteiche entstand südwestlich des Hofes Schulte-Suntum. Während der Hauptteil des Wassers direkt in den Absetzteich floss, gab es auf der östlichen Seite einen Graben als Bypass, der unterhalb des Teichabflusses wieder auf den Bachlauf traf.

Mit Schließung der Zeche Robert Müser wurde der Absetzteich 1968 überflüssig. 1976 wurde die Anlage durch Ausgrabung sowie Ufer- und Seebodenbefestigung zum integralen Bestandteil eines Naherholungsgebietes ausgebaut. Zu seinen gegenwärtigen Funktionen gehört die Klärung der Abwässer der Stadtteile Langendreer und Werne, die im Falle alter überlasteter Abwasserkanäle (insbesondere bei starkem Regen) durch den Harpener Bach zugeführt werden. Der dadurch entstehende Fäkaliengeruch kann (besonders im Sommer) deutlich wahrgenommen werden. An dem See lebt eine größere Population Kormorane. Auch Fischreiher sind häufig zu beobachten.

Der Bypass-Graben wurde im Rahmen des Umbaus 1977 verfüllt. Südöstlich des Sees wurde jedoch ein Teil als Biotop erhalten. Nach einem Hochwasser entstand südwestlich des Ümminger Sees ein Teich aus Altwasser, wo sich heute ein weiteres Biotop gebildet hat.

[Text-Quelle: Wikipedia]


°ego sententiam°

Der Wikipedia-Autor erwähnte auch was von irgendwelchen „Attraktionen“ am und um den See. Die es aber heute so in dieser Form zu unserem Glück nicht mehr gibt. Manche Dinge sind für den Einen Unterhaltung und für den Anderen einfach nur eine Belästigung. Wir sind die anderen.

Uns trieb eigentlich der Wunsch nach Wasser. Denn wo Wasser ist, ist Leben. Ein Blick auf die Landkarte liess das Ziel der Begierde rasch ausfindig werden.

Und nach Ankunft wurden unsere Erwartungen auch erfüllt: Wasser reichlich vorhanden und die passenden Flugobjekte gleich mit dabei.

Und die Himmelsstürmer haben dann auch zwischendurch spektakuläre Flugshows, anmutiges Ballett, beeindruckende Balanceakte und andere bemerkenswete Verrenkungen vorgeführt. Wenn sie nicht gerade mit Gefiederputzen oder der Nahrungssuche beschäftigt waren.

Für uns waren vor allem die Flugbewegungen auf jeden Fall mal eine ganz neue Herausforderung. Denn die sich schnell bewegenden Objekte machten dringend ein Umdenken in der Handhabung der Knipskiste erforderlich. Auch die Lichtverhältnisse waren nicht ganz ohne: die Frühlingssonne schien schon sehr kraftvoll und erzeugte entsprechend harte Kontraste.

Kein Vergleich zu den örtlichen Gegebenheiten, die wir in zoologischen Einrichtungen und anderen beschatteten Landschaften vorgefunden haben.

Ich habe die freilaufenden und freifliegenden Flattertiere für mich also zum Anlass genommen, diese nicht – wie sonst – zu portraitieren. Dafür waren die zumeist auch viel zu weit entfernt. Ich habe deshalb mal Reihenfotos gemacht. Quasi als „Bewegungsstudie“.

Zwischendurch empand ich den für mich regelmässig wiederkehrenden unwiderstehlichen Drang, den Weg zu verlassen. Natürlich nur zur Durchführung meines  genetisch veranlagten Forschungsautrags.

Und ich wurde tatsächlich fündig:  im Grüngürtel fand ich die fossilen  Hinterlassenschaften versunkener Kulturen!!

Es kann sich aber auch um Relikte von ausschweifenden Gelagen gehandelt haben, die die Bewohner des Waldes achtlos liegen liessen. Füchse und andere Schädlinge wissen ja nicht, dass für Plastikmüll die entsprechenden Sammelbehälter zu benutzen ist.

Es kann aber auch sein, dass Kaninchen und Enten sich das triste Gestrüpp mit den bunten Flaschen und deren Drehverschlüssen etwas wohnlicher weil  farbenfroher dekorieren wollten.

Zu Ostern macht man das ja so …


°illustrationen°: