°descriptio°:
Je mehr ich mich aufgrund meiner wachsenden Faszination mit dem Thema Fotografie im Allgemeinen und (u. a.) Zeitrafferaufnahmen im Besonderem beschäftige, desto mehr muß ich feststellen, wie begrenzt diese Technik für mich sein wird.
Extreme LangzeitIntervalle scheiden aufgrund meines Lebensalters aus. Es sei denn, mein Erbe ist in dieser Richtung ebenfalls interessiert und führt das einmal von mir Begonnene erbarmungslos weiter.
Die für normal veranlagte Menschen unerreichbaren Positionen zur längerfristigen und weitestgehend unbeaufsichtigten Installation des Aufnahmegerätes scheiden ebenfalls aus, weil ich nur ein normal veranlagter Mensch bin.
Ausserdem scheitert es insgesamt an der dafür notwendigen technischen Ausrüstung.
Da hilft noch nicht mal ein Lotto-Gewinn
Bleiben also nur normal erreichbare und sich in einem realistischen Zeitrahmen bewegende Motive mit den verfügbaren Mitteln aufzunehmen.
Pflanzenwachstum im Zeitraffer darzustellen wäre also technisch noch möglich; eine gewöhnliche Nachtkerze braucht etwa 10 Stunden, bis sie ihre Blüten entfaltet hat. Das aber würde mir persönlich definitiv zu lange dauern.
So beschloß ich nach meinen Vorüberlegungen, die Aussichtsplattform auf Halde Pluto zu erklimmen, um meinen Versuchsaufbau dort zu installieren.

°loco°:
Wolkenbewegungen und atmosphärische Strömungen im Zeitraffer sichtbar zu machen, sollen kein ernsthaftes Problem sein. So dachte ich.
Und weil mir bereits klar war, daß ich nicht unvorbereitet mein Vorhaben angehen kann, habe ich mir eine Berechnungshilfe gestrickt. Um zumindest ansatzweise den Überblick zu behalten.
Mit der 1. Tabelle lege ich fest, wie lange der Film dauern soll und wie viel Zeit und Einzelbilder ich insgesamt für die Aufnahmereihe benötige.
Und weil die K-7 nur maximal 99 Aufnahmen pro Intervall macht, lasse ich mir errechnen, wie oft ich wann das Intervall neu starten muß.
Die Plattform war ja mit der mitgeführten und vorsorglich überschaubar gehaltenen Ausrüstung noch moderat zu erreichen. Den Brocken würde ich allerdings damit nicht hochkraxeln wollen.
Etwas mehr als 1 ½ Stunden hat es gedauert, bis ich ca. 590 JPEG-Bilder mit je 6 MB für etwa 24 Sekunden Film zusammen hatte.
Als es dunstiger wurde packte ich wieder alles zusammen und machte mich auf dem Weg auf den Weg.
Den einige Falter und eine Wespenspinne unterbrachen.
Zuhause nahm ich eine englische Anleitung zu Hilfe, wie ich in VirtualDub die Einzelbilder der Intervalle zu einer Sequenz zusammenfüge.
Bis auf die Tatsache, daß die manuelle Fortführung des Kameraintervalls zu leichten aber merklichen Unregelmäßigkeiten der ansonsten zufriedenstellend fließenden Bewegung führten, war ich mit dem heutigen Ergebnis des 1. Testlaufs zufrieden:
°exitum°:
Videosequenzdaten (exemplarisch als Gedankenstütze):
Bild-Quelle:__________594 Einzelbilder als Videosequenz zusammengefügt
Bildwiederholrate:______25 fps
Dateiformat Quelle:_____AVI
Dateiformat WEB:______H.264
Framegröße:__________1920*1080
Framerate:____________25fps
Zielrate:______________4,5 MBit/s
Einen sauberen unterbrechungsfreien Fluß von mehr als 99 Einzelbildern bekomme ich aber nur mit zusätzlichen technischen Hilfsmitteln realisiert.
Auf Anfrage erklärte mir Pentax, daß wohl kein FW-Update mehr aufgelegt werden würde, das diese schwache Leistung behebt.
Alle nachfolgenden Modelle können aber bis zu 999 Einzelbilder pro Intervall.
Na bitte. Geht doch!!
°ego sententiam°
Und warum nicht bei der K-7? Das wäre doch mit einer einfachen Korrektur in der SW zu erreichen, so denke ich …
Ich werde mich aufgrund der aller Wahrscheinlichkeit nach nur gelegentlichen Zeitrafferaufnahmen, denen ich zwangsläufig beiwohnen muß, darauf beschränken müssen, diese vollständig manuell zu steuern.
Noch mehr Technikplunder passt nicht mehr in den Rucksack und würde auch zu unangemessenen Kosten führen.
Hier muß die Begeisterung ausreichen.
Irgendwo hört‘s ja auch mal auf…
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …




























