°descriptio°:
Ich vernahm vom Hörensagen meines Papas, dass das Deutsche Eck bei Koblenz zu einem spektakulären Ansichtserlebnis führen würde. Vor allem, wenn man sich auf der Felserhebung und der darauf errichteten Festung tummelt. Der Rhein an sich ist ja schon ein ziemlich majestätischer Strom. Und von oben betrachtet ist die Ansicht noch ergreifender. Eigentlich scheint es gar nicht möglich zu sein, die Live-Szenerie in Bildern festhalten zu können. Aber ein Versuch sollte es wohl Wert sein.
Und auch wenn die Bilder nix geworden sind, so kann ich mich doch wenigstens daran erinnern und erfreuen, auch mal hier gewesen zu sein. Der Ort ist nun mal ein Stück der deutschen Geschichte. Wie Berlin. Das – aus meiner zeitgenössischen Sicht – allerdings keinesfalls vergleichbar mit Koblenz ist. Nach Berlin würde es mich noch nicht mal im Notfall treiben, aber nach Koblenz würde ich aufgrund der vielen landschaftlichen Reize durchaus mal wieder zurückkehren wollen. Oder zumindest in die umliegende Nähe …
Ich weiss jetzt, warum mein Pa hiervon so angetan war …
°loco°
°ego sententiam°
Den Weg zur Festung hatte ich versehentlich im Navi falsch eingegeben und wir landeten erst auf der gegenüberliegenden Felsenseite. Was nicht schlimm war, denn von dort aus konnte man schon ganz gut die Mächtigkeit der Anlage überblicken. Und auch die Serpentinenstraße war ganz nett zu fahren. Eng und unübersichtlich, aber an verschiedenen Stellen dann doch mit – leider nur kurzem – Blick auf das Rheintal.
Auf dem Festungsparkplatz wurde – nach vorheriger Ankündigung, dass ein gemeinsamer Erkundungsbesuch nicht stattfinden würde – im Auto noch kurz und erwartungsgemäß erfolglos über Sinn und Unsinn allgemein und irritierende Geisteszustände im Besonderen diskutiert.
Ich nahm dann – und aufgrund meiner vergesslich-angespannten Stimmungslage leider ohne Stativ – alleine Kurs auf eine interessant wirkende Aussichtsplattform, die einen fantastischen Blick über das Rheintal bot. Die Sonne stand bereits etwas tiefer, was die Belichtung der Landschaft unter mir nicht gerade einfach werden ließ. Ich versuchte, der Situation mit Belichtungsreihen Herr zu werden.
In der Festungsanlage selbst war ich dann wegen der Größe, Mächtigkeit und Weitläufigkeit doch ziemlich beeindruckt. Abbildungen zu den Gebäuden gibt es im Netz mittlerweile zuhauf zu sehen. Ich hab mich also nur auf irgendwelche Belanglosigkeiten gestürzt, die mir gerade so beim Durchwandern vor die Linse kamen. Nix Spektakuläres also. Es geht sicher noch besser. Allerdings muss man auch die innere Ruhe dazu haben. Angespanntheit ist schädlich für den gelösten Umgang mit der Materie.
Aber zumindest hab ich mir hier mal einen ganz persönlichen Überblick verschaffen können.
Mein Pa hatte seinerzeit hier sein Urteil nicht zu Unrecht gefällt …
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …













































