2018-11-09 – NSG Klöppersberg Castrop-Rauxel

2018-11-09 – NSG Klöppersberg Castrop-Rauxel

°descriptio°:

Angefacht durch die Entdeckungsfreude, die neu gefindete Pilze so mit sich bringt, drängte das Schatzi auf einen erneuten Besuch dieser ansonsten so beschaulichen Gegend. Weil die Pilze es mit dem Schatzi gut meinten. Und ich mich dem anschließe. Auch dann noch, wenn ich ihre mit Hundscheiße verklebten Stollensohlen im Keller am Ausgußbecken mit der Schrubberbürste, Deckenquast und Orangenreiniger wieder salonfähig mache.

Bei diesem Spaziergang hatte ich für mich entdeckt, dass gewisse Pilzstandorte dann doch noch ganz attraktiv für einen Versuch sein können. Vor allem deshalb dann, wenn das Pilzbild nicht den Erwartungen entspricht. Dann kann man zumindest noch ein Weilchen dort innehalten und sich dem Treiben der kleinen Bewohner widmen, die sich unter loser Rinde und im Laubstreu tummeln.

Dann macht man durch seine Unbewegtheit auch nicht mehr kaputt als unbedingt nötig ist, wenn man in solche Lebensräume eindringt.


°loco°

Vor allem auf den Wegen und – wenn überhaupt – im Gebüsch. Und dann auch nur nur knapp am Wegesrand.


°ego sententiam°

Die Entdeckungen der verschiedenen Doppelfüßer war schon großes Kino. Und die Recherche nach den gefundenen Arten dann auch ziemlich aufschlußreich. Allerdings hatte ich zunächst erst noch mal drauf verzichtet, den gefundenen Exemplaren ihren artspezifischen Namen unter das Bild zu schreiben. Das lag auch daran, dass ich in vielerlei Hinsicht bei den neu gefundenen Arten nicht wirklich sicher war, ob es sich auch um eben diese selbst handeln könnte.

Ausserdem bin ich im Zuge der Artenbestimmung und der damit verbundenen und von mir selbst angelegten „Nomenklatur“ meiner Dateiordnung dann doch auch etwas aus der Spur geraten. Anfangs waren es z. B. nur „Schmetterlinge“, die ich dann aber in „Tagfalter“ und „Nachtfalter“ unterteilen musste. Und die wiederum in Untergruppen.

Die Unterteilung kann man – aus biologischer Sicht – tatsächlich soweit verästeln, bis es dann schon wieder unübersichtlich wird. Soweit wollte ich aber nicht gehen. Das sprengt definitiv den Zeit- und Aufwandsrahmen. Mir soll reichen, dass der Doppelfüßer ein Tausendfüßer ist. Obwohl er (im entsprechenden Einzelfall) tatsächlich „Rotbrauner Bandfüßer“ heißt. Denn wenn ich versuchen wollte, für alle gefundenen Exemplare ihre Namen herauszufinden um dann auch noch die artspezifischen Details in Erfahrung zu bringen, wird’s allein schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil derartige Informationen zumeist noch gar nicht in frei verfügbarer Form vorliegen. Ich müsste mich also in der Ruhr-Uni Bochum einschreiben, um auf deren Bibliotheken zurückgreifen zu können.

Nö. Das mach ich nicht. Ich geh lieber nach draußen …


°illustrationen°:


°movere imaginibus°


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …