°descriptio°:
2020-04-13
Scheiß was auf korrekte Fotos!
Jetzt ist Handeln angesagt, sonst verreckt mir hier nicht nur der Bux sondern auch die anderen Kinderlein.
Um einen wirkungsvollen Gegenangriff zu machen, muss man aber erst den Feind und dessen Vorlieben – oder wie in diesem Fall besser: die Abneigungen – kennen.
Ich hatte also gestern noch recherchiert, was andere BallKongStaaten bzw. Gartenbauländer derartigen invasionsartigen Überfällen entgegen zu setzen haben.
Die Empfehlungen reichen von „Gift“ über „befallene Triebe abschneiden“ bis hin zu Woodoo-Kult ähnlichen Aktivitäten, auf die hier aufgrund der totalen Absurdität nicht weiter eingegangen wird.
Kaffe, Milch, Speiseöl geht auch, so steht es geschrieben.
Aber alles nur für sich oder zumindest nur mit Wasser vermischt.
Aber was einzeln hilft, kann ja – wie in der Pharmamedizin schon lange üblich – auch sicherheitshalber zu einem Breitbandantibiotikum wie Penicillin zusammengemischt werden.
Dann wollnwama ins Labor …
Nur für’s Protokoll (Betaphase, wird noch nicht zur Nachahmung empfohlen):
– ca. 500 ml Wasser aufkochen
– etwa 3 Esslöffel Kaffepulver damit aufgiessen
Dazu geben
– 1 EL Milch
– 10 Tropfen Speiseöl
– eine Messerspitze Cayennepfeffer
– eine Messerspitze KnoblauchpulverDie Mischung mit 500 ml Wasser verdünnen, in eine Flasche füllen, einen Tropfen Spülmittel hinzu, verschliessen und lange schütteln.
Die noch warme Mischung mit feinem Sprühnebel auf dem Schlachtfeld anwenden.
Die Blätter möglichst allseitig benetzen.
Sich überschüssig auf Blatt-, Kübel-, Brüstungs- und Bodenflächen ansammelnde Flüssigkeit beherzt ablecken oder je nach Lage und Menge abschlürfen.
Guten Appetit.
Das war gestern.
Und hat auch anscheinend gewirkt. Aber nur dem Anschein nach.
Zuerst haben die gefundenen Leichen der zermatschten Minilausflöhe einen patriotischen Sturm der Begeisterung in Residenzia ausgelöst.
2020-04-14
Die heutige Erfolgskontrolle, ob sich Überlebende in irgendwelchen Partisanen-Nestern versteckt der Säuberungsaktion entziehen konnten, brachte aber das ernüchternde Ergebnis:
Die Invasoren lassen sich nicht so einfach vernichten. Noch nicht mal dezimieren lassen die sich. Auf jeden Fall nicht merklich. Noch nicht.
So wird dem überfallenen und vermeintlich hilflosen BallKongStaatsOberhaupt hoffnungslos bewusst, dass ein Kampf gegen einen Giganten – Hunger ist so ein Gigant – nicht so aussichtslos ist, wie der Kampf gegen viele kleine Angreifer, die an jeder Stelle unbemerkt zuschlagen können und die so gut getarnt sind, dass sie fast unentdeckt bleiben und ein vernichtender Gegenschlag gar nicht möglich wird.
Ich habe deshalb den Scharfschützen klar gemacht…
°loco°
Auf dem durch eine Invasion zum Kriegsgebiet erklärten residenzialischen BallKong
°ego sententiam°
Einzelkämpfer gegen 8 Milliarden Minilausflöhe!
Das ist so wie mit den Menschen.
Das wird ein aussichtsloser Kampf, weil ungleiche Gegner aufeinander treffen. Während der Verteidiger vielleicht 3 oder 4 entdecken und direkt standrechtlich eliminieren kann, erzeugen mindestens 100 andere Feinde im selben Moment eine schnell heranwachsende Armee. Keine Chance für den Verteidiger, auch nur ansatzweise dagegen anzutreten.
°supplementum°
2020-04-14
Morgen werde ich wohl den Bux zum Kärcher bringen …
2020-04-24
Kärcher wurde nicht aktiv.
Soweit ich das überblicken kann mit meinem nur rudimentären Wissen über Pflanzen und Tiere, ist der Gegenangriff mit dem biologischen Kampfmittel doch von Erfolg gekrönt: die Miniflohläuse haben aufgegeben. Gut möglich, dass sich im Bux noch Partisanen in unerreichbaren Nestern versteckt halten. Aber eine Invasion habe ich anscheinend erfolgreich abgewehrt. Und der Bux hat den Einsatz der Vergeltungswaffe unbeschadet überstanden und ist jetzt das blühende Leben.
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …



















