°rückenschwimmer°

°rückenschwimmer°

°descriptio°:

Rückenschwimmer (Notonectidae) sind eine Familie von aquatisch lebenden Insekten in der Unterordnung der Wanzen (Heteroptera) innerhalb der Teilordnung der Wasserwanzen (Nepomorpha). Weltweit sind etwa 350 Arten bekannt. Das besondere Kennzeichen dieser Tiere ist, dass sie stets mit der Bauchseite nach oben schwimmen – und zwar unterhalb der Wasseroberfläche. Diese auffällige Schwimmposition resultiert aus dem bauchseits am Hinterleib mitgeführten Luftvorrat. Da sie empfindlich stechen können, werden Rückenschwimmer im Volksmund auch „Wasserbienen“ genannt.

Rückenschwimmer erreichen Körperlängen von etwa 13,5 bis 18 Millimeter. Die Körperoberseite ist bootsförmig gewölbt. Die Bauchseite ist stets abgeflacht. Der Luftvorrat der Wanzen befindet sich hauptsächlich auf der Bauchseite. Durch den positiven Auftrieb im Wasser dreht sich die Unterseite der Tiere nach oben. Der Kopf ist breit und trägt auffallend große Augen. Die Augen sind als sogenannte Doppelaugen ausgebildet. Der rückenseitige (dorsale) und bauchseitige (ventrale) Teil ist hinsichtlich der Facettenzahl und der Pigmentierung verschieden. Der dem Licht zugewandte Teil ist besser organisiert und ermöglicht das genaue Sehen. Die dem Licht abgewandte Seite ist weniger spezialisiert und dient mit einem weiten Gesichtskreis als Bildsucher. Die kurzen Fühler (Antennen) der Rückenschwimmer liegen an der Unterseite des Kopfes und ruhen auf einer Luftblase, welche sich in einer Grube zwischen Kopf und Vorderbrust (Prothorax) befindet. Die zweiten und dritten Glieder sind behaart. Das dritte Fühlerglied verfügt über spezielle Sinneshaare. Die Behaarung verhindert das Abperlen der Luftblase. Die Nervenleitungen der Sinneshaare an den Fühlern vermitteln Muskelbewegungen, die zusammen mit der nach oben strebenden Luftblase als Gleichgewichtsorgan fungieren. Die Flügel sind trotz ihrer aquatischen Lebensweise sehr kräftig und vollständig ausgebildet. Bei genügend warmem Wetter krabbeln sie an Land, trocknen ihre Flügel (was bis zu 15 Minuten dauern kann) und fliegen, vorwiegend um neue Wasserstellen aufzusuchen. In diese stürzen sie sich mit geschlossenen Flügeln. Neue Wasserstellen werden nur mit Hilfe der Augen gefunden, wobei sie auf besonders helle Oberflächen reagieren. Rückenschwimmer bewegen sich mit ihren kräftigen Ruderbeinen knapp unter der Wasseroberfläche stoßweise fort. Der Saugrüssel ist kurz und stark ausgebildet.

Rückenschwimmer leben in Tümpeln, Teichen und an Seeufern. Auch in größeren und tiefen Regenpfützen können die Tiere existieren. Sie sind auf besondere Weise an das Leben im Wasser angepasst. Notonectiden sind gewandte Schwimmer. Sie sind durch ihren seitlich zusammengedrückten Körper imstande, das Wasser zu durchschneiden. Das hintere Beinpaar ist das Ruderorgan. Die Schiene und der Fuß sind mit langen steifen benetzbaren (hydrophilen) Borstenhaaren besetzt. Beim Rückschlag der Beine spreizen sich die Borstenhaare ab und vergrößern damit die Ruderfläche.

In Rückenlage verharrt das Tier unter der Oberfläche, um auf Beute zu warten, die entweder zum Atmen an die Oberfläche kommt oder in erreichbarer Nähe vorbeischwimmt. Notonectiden können darüber hinaus Oberflächenschwingungen ins Wasser gefallener Insekten aufnehmen. Sie bewegen sich schnell auf die Beute zu, packen sie mit den Mittel- und Vorderbeinen, ziehen sie unter Wasser und saugen sie aus. Fast alle Rückenschwimmer sind Räuber, die sich von allen Insekten ernähren, die sie überwältigen. Selbst kleine Fische und Kaulquappen werden gefressen.

[Text-Quelle: Wikipedia]


°illustrationen°:

 


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


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