2026-10-16 – Münsterland-Kreuzfahrt – Haltern – Rorup

2026-10-16 – Münsterland-Kreuzfahrt – Haltern – Rorup

Redaktionell nachbearbeitet am Sonntag, 25. Oktober 2026 von °FotOpa°

°descriptio°

Mich interesserte heute eigentlich nur der durchschnittliche Spritverbrauch des Raumgleiters, der aufgrund des gewöhnungsbedürftigen Platzangebots nicht mit dem Sternenkreuzer vergleichbar ist.

Was aufgrund des vergleichsweise geringen Gewichts und dem 3-Zylinder-Benzin-Antriebs erstmal zu vernachlässigen ist, weil sowas kleines eigentlich weniger Durst haben sollte. Das könnte auf der Landstraße vielleicht zu erwarten sein und die für die Zukunft avisierten Expeditionen hinsichtlich der zu erwartenden Betriebskosten überschaubar machen.

Aber schlußendlich schluckt die Karre bei gemischter Fahrweise dann doch druchschnittlich mehr als 6 Liter E10 auf 100 Kilometern aus dem Tank. Bei den derzeitigen Spritpreisen ist das keine Lächerlichkeit. Und zwingt trotzdem zu der ökonomisch geprägten Überlegung, ob man die Kutsche für ’nen lustigen Ausritt vor die Pferde spannen soll.

1 Liter E10 kosten – ohne den bescheuerten temporären Kraftstoffrabatt – 2,40 EUR.

Fegt man bei einer Langstrecken-Expedition, die sich auf mehr als 250 km erstreckt, also 15 Liter durch die Einspritzpumpe und schlußendlich durch das Abgasrohr, kostet der Spaß dann mal eben 36 Euro. Ein alte Frau muss lange dafür stricken. Und ich kann auch noch keine Dukaten kacken.

Jetzt könnte man die Überlegung anstellen, dass man ja nicht JEDEN Tag diese Strecke zurücklegen wird weil man muss, und dass sich der Betrieb der Kutsche nur auf gelegentliche Einsätze beschränkt. Würde ich also mindestens einmal in der Woche das Bedürfnis verspüren, mich von hier soweit weg fortbewegen zu wollen, stehen 144 Euro im Monat auf dem Tacho.

Der erwähnten Tagesstrecke steht allerdings entgegen, dass ich nur 7.000 km Jahresfahrleistung in Anspruch nehmen kann, und so muss ich ohnehin im verbindlich gesetzten Rahmen bleiben. Das reduziert die durchschnitlliche monatliche Expeditionsstrecke auf 580 km, analog auf 35 Liter Sprit und knapp 85 Euro Kraftstoffkosten.

Die hohen Kosten für die Betrieb einer Benzinkutsche lassen also den Gedanken keimen, sich ersatzweise noch einen passenden Elektroesel anzuschaffen. Mit dem lässt sich zwar auch nicht wirklich Geld sparen, weil Strom hierzulande ja auch sündhaft teuer ist. Aber die Kosten zur Fütterung eines für die Mitnahme von als erforderlich angesehenen Equickmänts tragfähigen Elektroesels liegen deutlich unter denen einer Benzinkutsche.

Der Gedanke wird mich weiter verfolgen …

Meine Tour habe ich heute nicht geplant. Eine Fahrt ins Grüne sollte es werden. Aus o. g. Grund.

Das erste Basislager fand ich auf dem Wandererparkplatz an der B85 gegenüber dem Ortseingang von Hullern. Eigentlich wollte ich zum See, hatte mich dann aber anders entschieden, als mir bewusst wurde, dass das erschreckende Aufkommen von Pedalrittern und Hundehaltern mich vermutlich nicht wirklich befriedigen würde.

Auf dem Parkplatz stand ein weisses Auto, das von Fliegen bedeckt wurde. Soviel Fliegentiere kenn ich nur aus dem Kuhstall meiner Tante Ulla.

Der B58 in Richtung Stever folgend hielt ich dann am zweiten Basislager. Dort hat der Bauer einen Hofladen und verkaufte  unglaublich designte Kürbisse. So eine Vielfalt hab ich auch noch nicht gesehen. Und das Zeug wächst tatsächlich hier in Gärten. Ob man das Essen kann, weiss ich nicht. Bei der Nachbarin hab ich mal Kürbissuppe probieren dürfen und fand die wohl ausgesprochen lecker. Ich kann aber nicht behaupten, dass Kürbisse seitdem in mein engeres Boiteschema passen würden. Die brauchen jemanden, der sich mit denen und deren schmackhafte Zubereitung auskennt. Und ICH bin genau derjenige, der von sowas nunmal GARKEINE Ahnung hat. Ausserdem liegt „schmackhaft“ immer im Auge des Betrachters, genauer genommen auf der Zunge des Gourmets.

Ein Weg entlang des von mit an anderer Stelle bereits erwähnten sichtlich unterhalb seines Normalpegels gefüllten Sees führte mich an eine Bank, die fast freie Sicht auf das Gewässer bot. Und da rastete auch ein Tüpp, mit dem ich direkt ins Gespräch kam mit der Bemerkung, dass mir die Pfütze bedrohlich leer erscheint. Er klärte mich als wissender Eingeborener auf, dass der See jedes Jahr nach der Sommersaison bewusst einen flachen Pegel hat, der dazu dienen soll, dass Stauwehr der Stever einfacher regelmäßig in Schuss zu halten. Der See könne gar nicht austrocken, weil die Stever IMMER Wasser führt. Ich will dem nicht widersprechen, aber der Rhein hat ja mittlerweile auch so seine Problemchen mit dem zufliessenden Wasser.

Wir plauschten dann noch nett über den Einsatz von Freizeitdrohnen und seine Erfahrungen damit. Andere Zeitgenossen würden die Dinger als nicht wirklich störend empfinden, wenn man sich als Drohnenpilot verantwortungsvoll verhalten würde. Und Fragen würde ja auch nix kosten, wenn man son Ding mal in Gegenwart anderer Personen steigen lassen würde.

Der fliegt eine DJI Mini S3 in Vollausstattung und sei sehr zufrieden mit dem Dings und würde die aufgrund ihrer höchst erfreulichen Gesamteigenschaften wärmstens empfehlen. Meinen späteren Recherchen zufolge soll son Ding selbst in gebrauchtem Zustand aber immer noch um die 12hundert Taler kosten.

Ich bin mittlerweile zu alt für sowas und nahm Kurs auf unbestimmtes Ziel.

Mein Weg führte mich wie magnetisch angezogen über Dülmen nach Rorup, also die Strecke, die ich 2 Jahre lang als Zivi hier langekachelt bin. Die Straßenverläufe wurden zwischenzeitlich  von Dülmen bis Lette als Schnellstraße modernisiert und ausgebaut. Die Landstraße nach Rorup blieb unverändert.

Das fühlte sich wieder mal an wie eine Zeitreise.

Nördlich von Rorup steigt das Gelände dramatisch an. Es wird richtig hügelig. Auf einer Hügelkuppe steht ein Funkmast. Von hier aus hat man einen sensationellen Blick in die südöstlich gelegene Talebene. Ich war zu meinen Zivi-Zeiten schon angetan von dieser Gegend…

Der Rückweg führte mich für einen heute avisierten Belastungstest dann auf die A43 in Richtung REh. Die Kutsche rennt lt. Tacho 170 km/h, braucht aber schon ein Weilchen, um auf das Tempo zu kommen. Und Steigungen sind auch ein Hindernis, die lassen die Höchstgeschwindigkeit merklich reduzieren. Vollgas lässt den Spritverbrauch jenseits von Gut und Böse erscheinen und kann keinesfalls auf Dauer durchgehalten werden, um zuhause nicht direkt den Kitt aus den Fenstern knabbern zu müssen.

90 km/h dürfte die sparsamste Reisegeschwindigkeit sein. 120 km/h geht auch noch. Alles darüber bedeutet den finanziellen Ruin.

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°loco°

Wie schon erwähnt, mal hier mal da …

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°ego sententiam°

Ich hatte beim Start meiner impulsiv erdachten Expedition nicht bedacht, dass heute Herbstferienbeginn ist und schaffte es nicht, in Hochlarmark ungestört auf die BAB43 zu kommen. Also kachelte ich über die Dörfer erst nach Marl, dann nach Haltern, von da über Dülmen und Rorup dann auf die BAB43 zurück nach Hause.

Ich habe mir vorgenommen, meine Expeditionen jetzt doch etwas besser im Voraus zu planen, und nicht immer unbedingt ins Ungewisse zu steuern. Was allerdings gelegentlich auch reizvoll weil überraschend sein kann …

°supplementum°

Kein Nachtrag erforderlich.

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°illustrationen°:

Tipp für die Ansicht in der Galerie:

drücke Taste F11 und blende im Textfeld mit dem Icon „X“ das Textfeld aus, dann siehst Du nicht nur winziges Internetzimpressionsgeschnipsel.

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°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …

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