2026-02-27 – REh – Stadtgarten

2026-02-27 – REh – Stadtgarten

Redaktionell nachbearbeitet am Montag, 26. Oktober 2026 von °FotOpa°

°descriptio°

Einladendes Wetterchen lässt Aktivitätsentscheidungen leichter werden.

Auch das heutige Expeditionsziel schien passend für die Suche nach Motiven. Denn im Stadtgarten des REhs, in dem sich mit tatkräftiger Unterstützung der hoffnungslos verpeilten REhGierung neben den auffällig phlegmatischen Besuchern gefühlt haufenweise Polygon-REhe angesiedelt haben, kann man bei genauerem Hinsehen und Wegsehen dann auch schon mal das eine oder andere uninteressante Knipskistenmotiv erhaschen.

Was allerdings die Mühe nicht Wert ist, so entschied meine Begleitung, und durchkreuzte ungebremst den Tierpark, um wohl als erster zur Sternwarte zu gelangen, während ich wie immer mit mehr oder weniger geduldigem Interesse meine Umgegend gescannt habe, um einen halbwegs passenden Moment zum Abdrücken zu finden. Meine Begleitung nimmt das mit dem abpassenden Moment nicht ganz so wichtig, hält drauf, guckt sich das Ergebnis an und ist sich sicher, dass es wert sei, in die daraus gebastelte Diaschau-Sammlung mit aufgenommen zu werden.

Bei der Menge an solch angefertigten Bildern – die Rede ist von 500 bis zuweil auch mal 1.000 Fotos pro Ausflug – ist mir jetzt auch klar, warum der Kollege die Knipskiste automatisch belichten lässt, die Bilder von der Kamera im JPEG-Format speichern lässt, um die dann für die Nachbearbeitung auf dem heimischen Rechner nochmal auf ein platzsparendes Minimum zu komprimieren. Bei der extremen Kompression entfallen dann auch ALLE EXIF-Daten, die für eine spätere Recherche nach interessanten Parametern wichtig sein könnten.

Und die vermeintliche Bildqualität des sündhaft teuren Equickmänts (nach eigener Aussage hat er zwischenzeitlich innerhalb eines Jahres um die 30 Kilotaler in den neuen spiegellosen Plunder investiert) wird damit auch zunichte gemacht. Zumindest wird es nach der extremen Komprimierung auf Taschenbimmelbildgröße nicht mehr möglich sein, interessante Bilddetails aus den winzigen Dateien zu entnehmen und passend zu skalieren und dann anderweitig verwursten zu können.

Der erkannte Nachteil wurde auf meine entsprechend verwirrte Frage, was für einen Sinn das machen soll, mit der Antwort bereits bestätigt, dass Festplattenspeicher ja auch Geld kostet und man sich das so damit sparen kann.

Frei nach dem Motto: lieber viele schlechte Fotos als unübersichtlich viele Festplatten.

Stellt sich dann für den aufmerksamen Teilnehmer des Ganzen die weitere Frage, warum dann haufenweise Geld für mehr oder weniger nutzloses Spezialglas, das man allgemein eh nicht mit sich rumträgt, in den Sand gesetzt, aber auf Plattenspeicher verzichtet wird. Die Logik muss ich wohl nicht verstehen. Zumal die vermeintlichen Vorteile von kostenträchtigen und als ebenso vermeintlich speziell ausgewiesenen Optiken durch geschickte Bildbearbeitung und mit Software-Filtern mindestens annähernd so effektheischend (sofern man von Effekten sprechen kann) und vor allem im Vergleich mit der fragwürdigen Vorgehensweise im Feld deutlich gezielter und kontrollierter produziert werden können. Ausserdem lässt sich auf einem modernen Rechner eine Bibliothek  von vielen Bildern im Originalformat bzw. in Original-Dateigröße genauso schnell durchsuchen, wie die daraus generierten winzigen Bidschnipsel.

Nun ist es wohl so, dass bei diesem Hobbilein jeder irgendwie mit irgendwas sein bevorzugtes Ding macht, und das soll auch so bleiben.

Aber die Erkenntnis reift in mir, dass die Vorgehensweisen bei Aussenterminen deutlich unterschiedlicher Natur sind und die jeweilige Interessenlage dabei nicht wirklich konform erscheint. Ich kann nicht behaupten, dass mir in absehbarer Zukunft die Möglichkeit einer gegenseitigen fruchtbaren Ausübung der Knipskistenartistik zuteil wird. Statt dessen werden die Ereignisse bei solchen Ausflügen immer skurriler.

Die geführten Unterhaltungen bereichern auch nicht wirklich meinen Horziont, weil es sich dabei mittlerweile nur noch um für mich systemfremde spiegellose Kameras und deren reichhaltiges Obektivangebot geht, was man ja unbedingt haben muss. Es geht also nur noch um die teure Sammelleidenschaft von Dingen, die ich mir weder leisten kann noch will, und nicht mehr um den Sinn und Zweck der Knipskistenartistik als solches.

Befriedigend ist das alles für mich nicht wirklich mehr.

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°loco°

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°ego sententiam°

Ich bin nicht sicher, wie sich der Fortgang der Ausflüge entwickeln wird.

Aber der derzeitige Stand der Dinge lässt in mir den Verdacht aufkommen, dass sich die Sache wohl alsbald von allein ausschleichen wird. Was nicht zuletzt auch mit dem desolaten Gesunheitszustand des Kollegen zu tun hat.

°supplementum°

Es geht voran. Noch.

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°illustrationen°:

Tipp für die Ansicht in der Galerie:

drücke Taste F11 und blende im Textfeld mit dem Icon „X“ das Textfeld aus, dann siehst Du nicht nur winziges Internetzimpressionsgeschnipsel.

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°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …

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