°descriptio°:
Die Turakos (Musophagidae) sind eine Familie tropischer, mittelgroßer, meist sehr bunter Vögel. Die Familie ist die einzige der Ordnung Musophagiformes.
Die farbenprächtigen Turakos erreichen eine Größe von 36 bis 75 Zentimeter. Der Riesenturako (Corythaeola cristata) ist mit 70 bis 75 Zentimeter die größte Art in der Familie der Turakos. Sie besitzen im Verhältnis zum Körper kurze, abgerundete Flügel, die deutlich kürzer als die Schwanzfedern sind. Der relativ lange Schwanz ist am Ende abgerundet und teilt sich in zehn steifschaftige Steuerfedern ein. Ihre Schnäbel sind kurz und kräftig
Wenn die Vögel auf dicken Ästen sitzen oder sich auf dem Boden befinden wird die Wendezehe seitwärts abgespreizt. In der Ruhestellung zeigen jeweils drei Zehen nach vorne und eine nach hinten. Wenn die Turakos sich in dem Geäst der Bäume bewegen, zeigen zwei Zehe nach hinten und zwei nach vorne. Ihre Klammerfüße ermöglichen den Turakos hervorragend in den Bäumen zu klettern.
Außergewöhnlich ist das Vorhandensein der zwei Farbstoffe Turacin und Turacoverdin. Beide Farbstoffe wurden nach den Turakos benannt, da sie bisher nirgendwo im Tierreich vorgefunden wurden. Der rote kupferhaltige Farbstoff Turacin verleiht den Schwungfedern und bei manchen Arten den Federhauben ihre rote bis dunkelrote Farbe. Die grüne Befiederung kommt von dem grünen Farbstoff Turacoverdin. Andere Farben, wie zum Beispiel Blau, kommen wie bei den Wasserfarben durch Vermischung der Farbstoffe zustande. Bei Regenwetter und beim Baden werden die Farbstoffe, die im leichtalkalischen Wasser löslich sind, in geringen Mengen ausgewaschen. Bei der Gattung der Lärmvögel (Corythaixoides), die ein weißes über graues bis braunes Gefieder besitzen, fehlen diese Farbstoffe. Die Farbstoffe entstehen über Mineralien in der pflanzlichen Nahrung, zum Beispiel Kupfer- und Eisenverbindungen, die im Körper umgesetzt und an das Gefieder abgegeben werden.
Turakos bewohnen die Baumkronen in den Wald- und Buschgebieten im tropischen Afrika südlich der Sahara.
Turakos sind nicht sonderlich bedroht, da ihre Bestände noch vorwiegend stabil sind und sie fern von menschlichen Siedlungen leben und brüten. Ein wachsendes Problem ist die Abholzung der Bäume in den Waldgebieten.
[Text-Quelle: Wikipedia]
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …























