°roter panda°

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Kleiner Panda (Ailurus fulgens) wird auch Roter Panda, Katzenbär, Bärenkatze, Feuerfuchs oder Goldhund genannt. Er ist ein Säugetier, das im östlichen Himalaya und im Südwesten Chinas beheimatet ist und sich vorwiegend von Bambus ernährt. Seit 2008 wird der Kleine Panda auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion als „gefährdet“ (englisch vulnerable) geführt. Nach Schätzungen leben weniger als 10.000 erwachsene Exemplare in Freiheit.

Kleine Pandas sind etwa 120 cm lang, davon entfallen etwa 55 bis 60 cm auf den Schwanz. Ihr Stockmaß beträgt 28 cm. Männchen erreichen ein Gewicht von rund 4,5 bis 6 kg, Weibchen ca. 4 bis 4,5 kg. Sie werden durchschnittlich neun oder zehn, in Gefangenschaft auch bis maximal sechzehn Jahre alt.

Kleine Pandas kommen in Nepal, Sikkim, im Norden von Bhutan und Indien, Myanmar bis nach China und Tibet vor. Sie bewohnen die Hänge des Himalaya auf einer Höhe von 1500 bis 4000 m.

Kleine Pandas sind sehr geschickte und akrobatische Kletterer. Während sie abends und nachts auf Nahrungssuche gehen, schlafen sie am Tage meist lang ausgestreckt in Astgabeln der Bäume, in Baumhöhlen rollen sie sich zusammen und legen dabei schützend ihren Schwanz vors Gesicht. Sie sind sehr hitzeempfindlich, Temperaturen über 25 °C können ihnen sehr zu schaffen machen. Das ist auch mit ein Grund, warum sie den ganzen Tag hoch oben in schattigen Baumkronen oder Baumhöhlen verschlafen.

Kleine Pandas sind friedliebende Geschöpfe, die sich jedoch bei Bedrohung durchaus wehren können. Sie flüchten, sobald sie sich bedroht fühlen. Wenn sie dem Angreifer jedoch nicht mehr ausweichen können, stellen sie sich auf die Hinterbeine. Dies lässt sie zum einen imposanter erscheinen, eröffnet ihnen jedoch zum anderen die Möglichkeit, mit ihren Vorderpfoten Prankenhiebe auszuteilen. Mit ihren scharfen Krallen können sie ihrem Gegner erhebliche Wunden zufügen.

Der Kleine Panda ist ein Pflanzenfresser. Die Hauptnahrungsquelle stellen Bambusschößlinge dar. Da Bambus jedoch sehr nährstoffarm und die Verdauung des Kleinen Pandas nicht ideal dafür ausgerüstet ist, muss er große Mengen davon zu sich nehmen, um seinen Nahrungsbedarf zu decken. Daneben ernährt er sich auch von Wurzeln, Gräsern, Früchten, Beeren, Samen und Nüssen. Seltener erbeutet er Insekten, Kleinnager, Jungvögel und Eier. Auf Nahrungssuche läuft er nachts über den Boden und durch das Unterholz und bewegt sich dabei sehr flink und agil. Die Nahrung wird mit den Vorderpfoten zur Schnauze geführt und sehr gut zerkaut. Zum Trinken hat der Kleine Panda eine spezielle Technik entwickelt: Er taucht mit der Pfote ins Wasser und leckt sie anschließend ab.

Kleine Pandas sind schwierig systematisch einzuordnen; sie wurden taxonomisch immer wieder neu kategorisiert. Dass sie überhaupt in eine Raubtierfamilie gehören, wird, seitdem Frédéric Georges Cuvier sie 1825 erstmals beschrieben hat, wiederkehrend kontrovers diskutiert. Zuerst wurden sie wegen Ähnlichkeiten am Schädel, dem Gebiss, dem farblich geringelten Schwanz und anderen morphologischen Charakteristika in die Familie der Kleinbären (Procyonidae) eingeordnet. Dann wurden sie aufgrund von Übereinstimmungen in der DNA der Familie der Bären (Ursidae) zugeschrieben. Anders als andere Arten dieser beiden Familien sind Kleine Pandas asiatischen Ursprungs und haben sich nie in die Neue Welt ausgebreitet. Aktuelle molekularsystematische Forschungen sind die Grundlage dafür, dass man Kleine Pandas sogar in eine eigene Familie, die Ailuridae, stellt, die an der Basis der Marderverwandten steht.

Die IUCN stuft Kleine Pandas als stark gefährdet ein und schätzte 2008 den Weltbestand auf weniger als 10.000 Exemplare, mit einer abnehmenden Tendenz. Auf längere Sicht ist die Abholzung des Waldes und die daraus resultierende Fragmentation des Lebensraumes die größte Gefahr für das langfristige Überleben der Art.

Sicher kann man davon ausgehen, dass Kleine Pandas allein schon aufgrund der geringen Nachkommenzahl und ihrer Nahrungsspezialisierung entscheidende Lebensraumveränderungen nicht verkraften.

Zu den natürlichen Feinden des Kleinen Pandas gehören Schneeleoparden und Marder.

[Text-Quelle: Wikipedia]


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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …