2019-03-14 – Gelöbnis in Gera

2019-03-14 – Gelöbnis in Gera

°descriptio°:

Am 14.03.2019 war es soweit: der JuniOhr hatte seinen förmlichen Diensteid bei der Bundeswehr mit dem entsprechend begleitenden militärischen TamTam abgelegt.

Dieser tatsächlich feierliche und ehrwürdige Anlaß wurde genutzt, interessierte Besucher und Angehörige als geladene Gäste herzlich willkommen zu empfangen, ihnen die ansonsten gesperrten militärischen Einrichtungen – soweit sicherheitsrelevant unbedenklich und möglich – öffentlich zugänglich zu machen und einen vorab auf dem Gelände stattfindenden „Familienvormittag“ zu genießen. Was bei dem Scheißwetter allerdings für alle Beteiligten nicht ganz so prickelnd war, wenn man nicht angepasst gewandet erschien. Frau Mutter zumindest hatte bekleidungstechnisch zwar nur knapp aber im Endeffekt doch voll daneben gegriffen und brauchte später die gesamte Rückfahrt im geheizten Panzer, um wieder aufzutauen …

Die lt. Navi-Routenplan etwa 452 km lange Anfahrt quer durch Deutschland vom westlichsten Westen bis in den östlichsten Osten der Museumsrepublik dauerte abzüglich biologisch altersbedingter Pinkelpausen bei einer errechneten Durchgeschnittsreisegeschwindigkeit von ca. 7.582 km/h ziemlich genau drei Minuten und dreiundzwanzig Sekunden. Ermöglicht wurde das entspannt-gemütliche „Cruisen“ durch einen im Fahrgastraum relativ bequem ausgestatteten und gerade mal 144 Monate jungen VW Transporter T5, der zeitgemäß mit 130 PS aus hochentwickelter und höchsteffizienter 2,5 Liter Turbodieselmotorentechnik ausreichend kräftig, absolut verlässlich und nachweislich umweltschonend (nicht nur wegen der witzlosen grünen Plakette) angetrieben ist.

Die beschauliche Deutschlandreise ist zu sehen und zu hören im Video „Anfahrt“.

Trotz des rechtzeitigen Reisebeginns und der durchweg unaufhaltsam zügigen Reisegeschwindigkeit ist das gemeinsame Mittagessen für uns leider wider erwarten dann doch ausgefallen. Das lag aber nur daran, dass der Shuttle-Bus, der den Transfer vom LandschaftsparkPlatz zur Pionierkaserne Gera übernahm, gebummelt hatte. Wobei ich schon wieder gefallen an dem üppigen Gefährt fand und mir vorstellen konnte, mit dem Ding auch mal ’ne längere Strecke gemütlich zurück zu legen. Oder besser: zurück legen zu lassen. Denn Übersicht verschaffende Panoramascheiben und bequeme Sitzposition erhöht hinter dem Kutscher vermittelten ein entspannteres Gefühl, als wenn man selbst der Steuermann ist.

Die Veranstaltung war trotz der unstrittig schlechten Witterung sichtlich und merklich gut besucht. Der JuniOhr wusste ansatzweise um den Ablauf, übernahm temporär ersatzweise die Funktion des Platzanweisers und instruierte mich über meinen aus seiner persönlichen Sicht am besten einzunehmenden Standort. Welcher anfänglich noch ungehinderten Überblick auf das Geschehen bot, im Verlauf jedoch von ständig vor meiner Linse rumhampelnden zivilen (und für meinen Geschmack dann doch zuvielen) Gästen getrübt wurde und ich irgendwann zwangsweise mit akrobatischen Verrenkungen die angedachten Bildaufnahmen vorbei an den Sichtbehinderern machen musste. Dabei war mir später irgendwann auch jedes Mittel recht. Ich hab schlußendlich entnervt einen von den Hampelmännern dann (fast noch) höflich drum gebeten, sich doch bitte an den stolzen und tapferen Soldaten mal ein Beispiel zu nehmen und einfach nur still zu stehen.

Das Ereignis wurde in der Ostthüringer Zeitung gemeldet. Offensichtlich mangels investigativem Engagements (oder anderer niederer Beweggründe) aber auch nicht ganz richtig, denn ich hatte höchstselbst deutlich durch die Lautsprecheransage vernommen, dass tatsächlich 457 Rekruten angetreten sind und nicht – wie in der Publikation gemeldet – 440. Warum die ostdeutsche Zeitung in ihrer Meldung 17 ehrbare Soldaten einfach unterschlagen hat, bleibt erst noch ein Rätsel [-> oder mit anderen Worten (und frei nach Wilhelm Busch): Ein Schelm, wer jetzt nun Böses denkt …].

Ich habe im Video „Gelöbnisfeier“ für den JuniOhr (und dessen Kameraden) die Veranstaltung zur Erinnerung wohlmeinend dokumentiert. Aus einer Kombination von Standbildern und Videosequenzen und entsprechend erklärenden Kommentaren. Die Erklärungen hatte ich gewissenhaft nachrecherchiert. Ob sie aber insgesamt der Richtigkeit und den Tatsachen entsprechen, will ich nicht behaupten wollen. Auch die Vollständigkeit hat noch Optimierungspotenzial. Ich bin deshalb – im Gegensatz zu ost- und auch westdeutschen Tageszeitungen – für jeden Korrekturhinweis (und auch für jede sinnvolle Ergänzung) dankbar, um das Erinnerungsstück zu optimieren.


°loco°


°ego sententiam°

Weil ich mich in letzter Zeit mangels geeigneter Ereignisse bislang nicht wirklich intensiver mit bewegten Bildern bewegter Menschen in bewegenden Situationen beschäftigt hatte, sind meine Bemühungen zur Erstellung des Erinnerungsvideos nur von rudimentärer Natur und erheben keinen  Anspruch auf irgendeine Art von dekadent anmutender Professionalität.

Zumal ich mich mit der dafür erforderlichen PC-Anwendung nicht wirklich auskenne. Und erstmal versuchen und üben musste. Was sich anfangs nicht nur in unerwünschten Ergebnissen (und auch mich) niederschlug, sondern auch zu unerwarteten Programmabstürzen geführt hat, die mir kostbare Lebenszeit geklaut hatten, weil ich danach wieder von vorne anfangen durfte. Das lag nicht daran, dass ich versäumt hatte, manuell zwischen zu speichern. Das hatte ich in „After Effects“ wohlweislich – aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit mit anderen Anwendungen – bereits so eingestellt, dass alle 5 Minuten eine automatische Sicherung des Bearbeitungsstands stattfinden soll. Aber irgendwie hat AE das nicht umsetzten können oder wollen und schickte mir während des zeitintervallgesteuerten Aufrufes der Sicherungsroutine jedes Mal auf’s Neue die gleichen Fehlermeldungen (die nachweislich ein von den Adobe-Software-Entwicklern eingebauter  Programmierfehler sind):

2019-03-24 - AE Fehler 01
2019-03-24 – AE Fehler 01
2019-03-24 - AE Fehler 02
2019-03-24 – AE Fehler 02
2019-03-24 - AE Fehler 03
2019-03-24 – AE Fehler 03

Mit der letzten Fehlermeldung Nr. 3 war ein für allemal klar, dass alles vorangegangene zunichte gemacht sein wird. Ich habe aber nicht aufgegeben und irgendwann herausgefunden, dass, wenn ich die noch funktionierende AE-Projektdatei in Premiere einlese und anzeigen lasse (in Premiere die Datei aber dann doch nicht speicher) die AE-Datei dann in AE anschließend sauber und rund zu bearbeiten ist, ohne dass die bescheuerten Fehlermeldungen mir ’ne Glatze machen …

Das finale Ergebnis entspricht also nur der von mir vorgehaltenen Ausrüstung und Erfahrung, die beide keinesfalls perfekt sind, und hat lediglich einen nicht ganz ernst zu nehmenden privaten Spaßeffekt. Wie dieser Beitrag zum Thema in seiner Gesamtheit auch …

Das Ergebnis einiger weniger Standbilder hingegen würde ich persönlich in Anbetracht der witterungsbedingten Umstände als ausreichend ansehen wollen, um diese dann auch mal – nach Bedarf für die Beteiligten – auf Papier ausbelichten zu lassen.

Übrigens haben sich auch wieder mal die von Pentax zu Recht beworbenen wasserabweisenden bzw. witterungsbeständigen Qualitäten von Kamera und Objektiv bestätigt und ich bin immer noch froh und glücklich darüber, dass ich vor 10 jahren die richtige Entscheidung getroffen habe, die ich so schnell nicht ersetzen werde. Wenn mir die Kamera nicht doch vorzeitig abrauchen sollte …

°supplementum°

22.03.2019

Das Gelöbnis-Video hatte ich in der Nacht vom 21.03.2019 zum 22.03.2019 dann endlich – nach vielen mißlungenen Versuchen und Programmabstürzen – zusammengedengelt. Allerdings ohne Background-Mucke. Was natürlich langweilig wirkt. Ich hab mir vorgenommen, an der Version insgesamt noch zu schleifen.

23.03.2019

Eigentlich sollte das Ergebnis dem JuniOhr heute am 23.03. zum 20. Geburtstag als Geschenk dienen. Der musste sich aber zu meinem Bedauern mit nur telefonisch übermittelten Geburtstagsglückwünschen und der üblichen und für ihn naturgemäß lästigen väterlichen Bergpredigt begnügen.

24.03.2019

Das finale Video von der Gelöbnisfeier habe ich heute vormittag noch eben feingeschliffen und gegen 14:30 Uhr zur Ansicht online gestellt.

Die nachvertonte finale Version is‘ nix für schwache Nerven …


°illustrationen°:


°movere imaginibus°

Die Anfahrt

Am Tag zuvor noch eben Tanker panzen.

Soundtrack: Need For Speed – Most Wanted – Black Edition – Titel 12 – Celldweller – One Good Reason (03:23 Minuten)

Videodateigröße: 34,36 MB

Dauer: 450 km in 3 Minuten und 23 Sekunden

 


Das Gelöbnis (Live-Version Directors-Cut)

Soundtrack: Livemitschnitt (mit ätzenden Windgeräuschen), kein Background-Sound

Videodateigröße: 89,8 MB

Datenrate: 995 kBit/s

Einzelbildrate: 25 Einzelbilder/Sekunde

Dauer: 11 Minuten und 11 Sekunden

 

 


Das Gelöbnis (Extended Version Special Edition)

Soundtrack: Livemitschnitt (nachvertont mit 4 extra Titeln)

  • Terminator II (Movie-Theme)
  • Olympic Fanfare and Theme (Olympische Spiele 1984)
  • Skilda världar (Titelmusik der gleichnamigen schwedischen Fernsehserie)
  • When Johnny Comes Marching Home

Videodateigröße: 111 MB

Datenrate: 1245 kBit/s

Einzelbildrate: 30 Einzelbilder/Sekunde

Dauer: 11 Minuten und 22 Sekunden

 

 


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …