°descriptio°:
Vermutlich ist es das weibliche Pendant zum am 2021-03-27 auf der Aussenfensterbank gefundenen Männchens. Der Junge ist ja deutlich an seinen für Männer üblichen stark behaarten Haaren erkennbar.
Das Mädchen hingegen hat mehr sowas wie ein Diadem auf und schwingt ihren schlanken gelbgrünen Körper in sitzender Stellung mit ihren für Frauen nicht unüblichen langen Beinen auf und ab.
Vermutlich werden dabei abgesonderte Duft- und Lockstoffe durch die Bewegung gut verteilt, damit die Männer schnell und zielsicher Lust auf mehr bekommen.
Schade nur, dass die dafür passende Hofbeleuchtung mittlerweile wieder Geschichte ist…
°loco°
Auf dem residenzialischen Freisitz während eines beschissenen Kälteeinbruchs, der einem alles vergehen lässt …
°ego sententiam°
Das Mädchen hat den Aufenthalt hier leider nicht überlebt. Meine Bemühungen, sie möglichst vollständig einzusammeln, schlugen fehl und ich musste trotz größtmöglicher Sorgfalt auf ihre langen Beine verzichten, die gerade mal so dick waren wie ein menschliches Haar. Die spröde Filigranität des gesamten Insekts ließ die Stelzen bei Berührung direkt abbrechen.
Wobei ich vermute, dass meine derzeit stark schwächelnde Motorik ein Grund für die Versehrtheit der Dame ist.
Der ich mit meinen Ausfallerscheinungen nacheifer.
Mein rechter Arm gehört nicht mehr zu mir. Und ich habe so gut wie kein Gefühl mehr in der rechten Hand. Zudrücken und öffnen der Finger geht nicht mehr. Ich bin froh, dass ich – zwar unter Schmerzen aber immerhin – zumindest noch die Tasten auf dem Schreibbrett treffe.
Das geht jetzt schon seit Monaten so.
Ich hab mittlerweile die Schnauze voll…
°supplementum°
Kein Nachtrag erforderlich.
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …








