°glasflügelwanze°

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Glasflügelwanzen (Rhopalidae) sind eine Familie der Wanzen (Heteroptera) innerhalb der Teilordnung Pentatomomorpha. Von ihnen sind mehr als 209 Arten in etwa 21 Gattungen bekannt. In Europa sind 33 Arten vertreten, von denen in Mitteleuropa 16 vorkommen. Bei vielen Arten ist das Corium der Hemielytren zwischen der Flügeläderung durchsichtig. Der deutschsprachige Trivialname Glasflügelwanzen deutet auf dieses Merkmal hin.

Die Stirnplatte (Clypeus) der Kopfkapsel reicht über die Mandibeln hinaus. Es sind zwei Punktaugen (Ocelli) ausgebildet, die auf niedrigen sklerotisierten Tuberkeln sitzen. Die Fühler sind nie verbreitert und ihr erstes Glied ist basal eingeschnürt. Die Duftdrüsenöffnungen am Metathorax fehlen oder sind zurückgebildet. Die Familie hat deswegen im Englischen auch den Namen scentless (plant) bugs („geruchlose (Pflanzen)wanzen“).

Die Glasflügelwanzen sind weltweit verbreitet. Einige Gruppen weisen jedoch ungewöhnliche Verbreitungsmuster auf.

Die Glasflügelwanzen ernähren sich phytophag von verschiedenen krautigen und holzigen Pflanzen. Sie saugen an reifen und unreifen Samen und bevorzugen Rosiden und Asteriden. Keiner ihrer Vertreter zählt zu den relevanten Schädlingen in der Landwirtschaft. Boisea trivittata kann jedoch durch ihre großen Aggregationen, die auch zur Überwinterung in Häuser eindringen, zum Lästling werden. Die Arten der Rhopalinae saugen an einer größeren Bandbreite von Pflanzen, die Arten der Serinethinae findet man hingegen in der Regel an Seifenbaumgewächsen⋅(Sapindaceae).

Niesthrea louisianica wurde in der biologischen Schädlingsbekämpfung gegen die Samtpappel (Abutilon theophrasti) eingesetzt.


ist eine Wanze aus der Familie der Glasflügelwanzen (Rhopalidae).

Das Verbreitungsgebiet umfasst fast ganz Europa, Rhopalus subrufus fehlt hier nur im Norden der Britischen Inseln und Skandinaviens. Das Areal der Art umfasst darüber hinaus die Subtropen und Tropen der ganzen Welt. Die Art ist in Deutschland südlich der Mittelgebirge und in Österreich nicht selten und zum Teil häufig, im nordwestdeutschen Tiefland fehlt sie weitgehend.

Rhopalus subrufus besiedelt ein breites Spektrum trocken bis mäßig feuchter, offener bis halbschattiger Habitate und bewohnt hier die Krautschicht.

Rhopalus subrufus ist wie alle Glasflügelwanzen phytophag und saugt vorwiegend an den Früchten ihrer Wirtspflanzen. Sie ist polyphag und wurde auf einer großen Zahl wahrscheinlicher Nahrungspflanzen gefunden, bevorzugt aber wohl Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und Lippenblütler (Lamiaceae). Die Art überwintert als Imago und kann nach der Winterruhe ab Mai beobachtet werden. Paarungen wurden im Mai und Juni beobachtet. In Mitteleuropa wird offenbar nur eine Generation ausgebildet, frisch geschlüpfte Imagines sind von Juli bis September zu beobachten.

[Text-Quelle: Wikipedia]


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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …