°descriptio°:
Der Mäusebussard (Buteo buteo) ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen und der häufigste Vertreter dieser Familie in Mitteleuropa. Er ist mittelgroß und kompakt, das Gefieder variiert von Dunkelbraun bis fast Weiß. Er kann oft bei seinen kreisenden Segelflügen oder bei der Ansitzjagd beobachtet werden. Sein Lebensraum sind offene Landschaften wie Wiesen, Äcker und Heide mit angrenzenden Waldgebieten, in denen er sein Nest baut.
Sein Verbreitungsgebiet umfasst ganz Europa mit Ausnahme Islands und des Nordens von Skandinavien. Nach Osten reicht das Areal bis Zentralasien. Kleinsäuger machen den Hauptteil seiner Nahrung aus, es gehören aber auch andere kleine Wirbeltiere, Insekten und Regenwürmer zum Nahrungsspektrum. Mäusebussarde sind überwiegend Teilzieher. Die Überwinterungsgebiete liegen in Mitteleuropa, Nordafrika, dem Nahen Osten und Indien.
Der Mäusebussard ist ein mittelgroßer, kompakter Greifvogel. Er ist 51 bis 57 Zentimeter lang und hat 113 bis 128 Zentimeter Flügelspannweite. Die Flügel sind relativ breit, der relativ kurze Schwanz ist am Ende abgerundet. Während des kreisenden Segelfluges werden die Flügel flach v-förmig aufgestellt.
Die Handschwingenspitzen sind immer dunkel, der Schwanz meist durchgehend eng gebändert. Der Kropfbereich (Brustlatz) ist meist längsgestreift, seltener einfarbig weiß bis schwarzbraun und auch bei sonst heller Unterseite meist dunkel. Das oft hellere Brustband ist dunkel längsgestreift bei Jungvögeln und quergebändert bei Altvögeln. Die Unterschwanzdecken sind einfarbig, gefleckt oder gebändert. Die Federn an den Unterschenkeln, die sogenannten Hosen, sind einfarbig, gebändert oder längsgestreift. Die beiden zuletzt genannten Gefiederpartien können heller bei dunklen und dunkler bei hellen Unterseiten sein.
Der Schwanz ist das sicherste Merkmal, um die Nominatform des Mäusebussards von seinen Unterarten und vom Raufußbussard zu unterscheiden. Bei der Nominatform des Mäusebussards sind die Schwanzfedern grau, braun oder rostrot mit acht bis zwölf dunklen Querbinden. Die weitere Färbung und Zeichnung ist sehr variabel.
Für Deutschland wird der Brutbestand der Nominatform aus Angaben für die einzelnen Bundesländer im Zeitraum 2001 bis 2005 mit 96.000 Paaren (85.160 bis 107.060) angegeben.
Der Mäusebussard gilt zurzeit als nicht gefährdet und seine Bestände nehmen, nach starker Verfolgung bis ins 20. Jahrhundert hinein, wieder zu. Abschüsse und Nachstellung kommen auch heute noch vor, besonders in den Durchzugs- und Überwinterungsgebieten. Mäusebussarde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht, haben jedoch eine ganzjährige Schonzeit gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie. Von den durch Unfälle verendenden Individuen kommt ein Großteil durch Kollision auf Straßen und Bahntrassen oder an Freileitungen ums Leben.
Deutschland beherbergt über 50 Prozent des mitteleuropäischen Mäusebussard-Bestands und trägt damit eine gewisse internationale Verantwortung.
Der Bruterfolg kann vielerorts durch menschliche Einwirkungen ausbleiben, wenn während der Brutzeit im Brutrevier Holzeinschlag oder Baumaßnahmen stattfinden, durch Unkenntnis Störungen verursacht werden oder durch beabsichtigte Nachstellung Brutvögel und Junge sterben.
[Text-Quelle: Wikipedia]
°ego sententiam°
Hinsichtlich der präzisen Bestimmung der Art sind sich die Wissenschaftler auch hier nicht ganz einig, wie in diesem Fall so ein Vogel denn nun tatsächlich auch aussieht, um ihn als Bussard erkennen zu lassen und sicher in diese Vogelart einzuordnen.
Die oben näher genannten und für den aufmerksamen Leser deutlich erkennbaren und dermaßen abweichenden Beschreibungen zur genauen Bestimmung lassen auf mich diese Schlußfolgerung zu.
Denn wenn ich einen Bussard nach der angeblich sicheren Schwanzfederbestimmung einordnen sollte, würde ich tatsächlich etwas irritiert sein, wenn der Vogel, den ich da gerade sehe,
die Schwanzfedern grau, braun oder rostrot mit acht bis zwölf dunklen Querbinden.
aufweist und ohnehin noch dazu
Die weitere Färbung und Zeichnung … sehr variabel.
ist.
Tja.
Bussarde sehen eben auch nicht alle gleich aus.
Ich habe mich bereits hier an anderer Stelle während meiner Erkundigungen über die Tiere, die ich so im Laufe der letzten Zeit fotografieren konnte, über die allgemein deklarierten Merkmale gewundert, die eine wirklich aufschlußreiche Bestimmung nur mittels Skalpell und Elektronenmikroskop möglich macht. Einfach nur hingucken – noch dazu aus etwas weiterer Entfernung – is‘ ja wohl nich‘.
Aber wer hat schon ein Rasterelektonenmikroskop in seiner Hosentasche, um mal eben schnell einen Bussard oder eine Schwebfliege der Art oder sogar der Unterart nach zu bestimmen ?
Ich auf jeden Fall nicht. Ich könnte aber mal bei PENTAX nachfragen, ob die so’n Aufsatz zum Anschrauben oder Aufstecken für die Knipskiste anbieten, der den gleichen Zweck erfüllen würde.
Weil ich in dieser Hinsicht allerdings nicht derjenige bin, der keine Kosten und Mühen scheut, beschränke ich mich bei meiner Artenbestimmung deshalb erstmal auf das, was ich sehe. Und auf das, was ich kenne. Und auf das, was andere Kenner kennen.
An dieser Stelle fühle ich mich genötigt ausdrücklich bekannt zu geben, dass die hier in ihrer Art namentlich zur Ansicht gestellten Angehörigen von Fauna und Flora vielleicht auch gar nicht die sind, für die ich sie aufgrund der allgemein üblichen Beschreibungen gehalten habe.
In diesem Sinne: Irrtümer jeglicher Art bleiben also aufgrund seiner ausserordentlich überragenden Intelligenz dem Menschen vorbehalten.
°illustrationen°:












