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Der Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) ist eine Art aus der Familie der Reiher (Ardeidae) und gehört somit in die Ordnung der Stelz- und Schreitvögel (Ciconiiformes).
Der Nachtreiher ist nahezu weltweit vertreten, er fehlt lediglich in Australasien. Er war ursprünglich auch in Mitteleuropa weit verbreitet, er ist mittlerweile jedoch nur noch im Osten und Südosten Mitteleuropas ein verhältnismäßig häufiger Brut- und Sommervogel.
Nachtreiher erreichen eine Körpergröße zwischen 58 und 65 Zentimetern und wiegen zwischen 727 und 1.014 Gramm. Die Weibchen sind meist etwas kleiner und haben während der Fortpflanzungszeit einen etwas kürzeren Federschopf als Männchen. Sie haben einen untersetzten Körperbau mit vergleichsweise kurzem Hals und Beinen.
Nachtreiher kommen in Europa, Afrika, Asien und Amerika vor. In Mitteleuropa waren sie im 19. Jahrhundert noch verbreitete Brutvögel. Heute sind sie vorwiegend eine südeuropäische Art. Sie kommen dort an Salz- und Brackgewässern und im Marschland vor, auch an großen Flüssen, flachen Sümpfen und an Seeufern, die großzügig mit Binsen– (Juncaceae) und Rohrkolbengewächsen (Typhaceae) überwachsen sind.
Auf Nahrungssuche begeben sich Nachtreiher vor allem abends und nachts, wodurch sie Gerangel um Futter mit tagaktiven Reiherarten vermeiden. Wenn Nahrung knapp ist, z. B. in der Brutzeit, suchen sie auch am Tage nach Futter. Sie ernähren sich recht vielseitig, hauptsächlich von kleinen Fischen, Würmern und Insekten. Gelegentlich fressen sie auch Krebstiere, Amphibien, Reptilien, Muscheln, Nager, Vögel, Eier und Aas, selten pflanzliche Materialien. Sie suchen ihre Futterplätze immer wieder auf.
Der Nachtreiher ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (Rote Liste Kat. 1). Er ist eine Art des Anhangs I der EU-Vogelschutzrichtlinie (RL 79/409/EWG). Im Zeitraum 1995 bis 1999 wurden in Deutschland nur 35 Brutpaare beobachtet. Der mitteleuropäische Verbreitungsschwerpunkt ist Ungarn, wo 2002 3.600 Brutpaare vorkamen.
[Text-Quelle: Wikipedia]
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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





