°sauerampfer-spitzmausrüssler°

°sauerampfer-spitzmausrüssler°

°descriptio°:

Apion frumentarium (Synonym Apion miniatum) ist ein Käfer aus der Familie der Brentidae, Unterfamilie Apioninae, die in die Verwandtschaft der Rüsselkäfer gehört. Zur Gattung Apion wurden traditionell sehr viele und verschiedenfarbige Arten gezählt, heute umfasst die Gattung nur noch die Arten der ehemaligen Untergattung Apion s. str. Sie besitzen alle einen einfarbig roten Körper. Die Gattung Apion ist in Europa mit neun teilweise schwer zu unterscheidenden Arten vertreten.

Der Gattungsname Apion von altgriechisch ἄπιον ‚ápion‘ ‚Birne‘ bezieht sich auf die Körperform des Tieres, diese Form findet sich jedoch auch bei verwandten Gattungen. Der Artname frumentarium bedeutet ,an Getreide lebend‘.

Den deutschen Gattungsnamen Spitzmausrüssler oder Spitzmäuschen tragen die kleinen Käfer wegen des zu einem Rüssel ausgezogenen Kopfes.

So ist auch der häufig zu findende Name Sauerampfer-Spitzmausrüssler nicht als Name für Apion frumentarium (Linnaeus), sondern für Apion haematodes (Kirby) korrekt. Dieser benutzt hauptsächlich Großen und Kleinen Sauerampfer als Wirtspflanze, während Apion frumentarium (Linnaeus) andere Ampferarten bevorzugt.

Der 3,3 bis 4,5 Millimeter lange Käfer ist einfarbig hellrot und oberseits fein und dünn behaart. Die übrigen mitteleuropäischen Arten der Gattung sind durchschnittlich kleiner.

Der Kopf ist nach vorn zu einem Rüssel ausgezogen, der von oben gesehen gleichbleibend dick ist. Er ist etwa so lang wie der übrige Kopf. In Seitenansicht ist er nach unten gebogen. Die kleinen Mundwerkzeuge sitzen an der Spitze des Rüssels. Die Oberlippe fehlt. Die elfgliedrigen Fühler sind seitlich etwa an der Mitte des Rüssels eingelenkt. Die kurze Fühlergrube verläuft nach hinten und unten. Die elfgliedrigen Fühler sind nicht gekniet und enden in einer dreigliedrigen Keule. Das letzte Glied ist geringelt, so wird eine viergliedrige Keule vorgetäuscht. Die gewölbten Augenliegen auf der Seite des Kopfes. Der Kopf ist grob punktiert, die Punktur erstreckt sich über die gesamten Schläfen, diese sind hinten nicht glänzend glatt und nicht sehr fein quergestrichelt. Der Kopf verbreitert sich nach hinten konisch, er ist vom Augenvorderrand bis zum Halsschild deutlich länger als über den Augen breit. Von der Seite betrachtet sind die Schläfen im Verhältnis zum Augendurchmesser länger als bei den anderen Arten der Gattung.

Der Halsschild ist am Vorderrand wenig breiter als der Kopf und hinten breiter. Die Seiten sind mäßig gewölbt und vor der Mitte am breitesten, davor eingeschnürt. Kopf und Halsschild sind etwa gleich grob punktiert.

Die Flügeldecken sind gewölbt und erweitern sich nach hinten rundlich. Bereits an der Basis sind sie gemeinsam deutlich breiter als der Halsschild, die Schultern sind deutlich ausgebildet. Die Flügeldecken sind deutlich gestreift.

Alle Beine enden in viergliedrigen Tarsen. Die Trochanteren sind groß und trennen die Schenkel vollständig von den Hüften.

Die Art ist von Mittel- und Vorderasien über weite Teile Europas verbreitet. Der Käfer wurde zur biologischen Kontrolle des Ackerunkrauts Emex australis (erfolglos) nach Australien eingeführt.

In Mitteleuropa sind die Käfer von April bis Oktober anzutreffen.

[Text-Quelle: Wikipedia]


°illustrationen°:

 


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …