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Der Afrikanische Wildhund (Lycaon pictus) ist der größte wild lebende Hund der afrikanischen Savanne. In älterer Literatur findet man ihn oft auch unter der Bezeichnung „Hyänenhund“, da er äußerlich entfernt einer Hyäne ähnelt. Gleich den Hyänen ist der Afrikanische Wildhund ein Rudeltier. Anders als bei den Hyänen pflanzt sich jedoch nur das dominante Paar innerhalb eines Rudels fort. Seine Nachkommen werden gemeinschaftlich im Rudel aufgezogen. Das Verbreitungsgebiet des Afrikanischen Wildhundes erstreckt sich über die gesamte afrikanische Savannenlandschaft, allerdings ist dieser Hund nirgendwo häufig. Die IUCN ordnet die Art als stark gefährdet ein.
Ein Afrikanischer Wildhund hat eine Kopfrumpflänge von 80 bis 110 cm, hinzu kommen 35 cm Schwanz. Die Schulterhöhe beträgt 70 cm, das Körpergewicht liegt zwischen 17 und 36 kg. Mit diesen Maßen steht er zwischen Schakalen und Wölfen. Wildhunde aus dem Süden Afrikas sind durchschnittlich größer als die aus den östlichen Teilen des Kontinents. Er hat im Gegensatz zu anderen Caniden nur vier Zehen, jedoch 12 bis 16 Milchdrüsen anstatt acht bis zehn.
Wie es für Hunde charakteristisch ist, haben ihre Gliedmaßen nur eine geringe Seitenbeweglichkeit, was einen großen Einfluss auf die Technik hat, mit der sie ihre Beute erlegen. Durch diese Einschränkung sind sie nämlich, anders als Katzenartige, nicht in der Lage, ihre Beute mit den Pfoten zu erfassen.
Das bevorzugte Habitat ist die afrikanische Savanne. Allerdings wurden Sichtungen an der Schneegrenze des Kilimandscharos und an den Randzonen der Sahara dokumentiert.
Durch Nachstellungen, vor allem durch Drahtschlingen, Lebensraumverlust und Krankheiten wie Staupe und Tollwut ist er eines der seltensten Großsäugetiere Afrikas geworden. Eine Tollwutinfektion kann zur kompletten Auslöschung aller Rudelmitglieder führen.
Überlebensfähige Populationen gibt es nur noch in Kenia, Tansania, Sambia, Simbabwe, Botswana und im südafrikanischen Krüger-Nationalpark. Die Art gilt laut IUCN als stark gefährdet.
Der Afrikanische Wildhund ist ein sehr soziales Tier, das in Rudeln lebt.
Die Welpen werden bevorzugt in Erdhöhlen geboren. Die Milchentwöhnung beginnt um die zehnte Lebenswoche, nach gut drei Monaten verlassen die Welpen den Bau. Nur das Muttertier säugt, andere Rollen bei der Jungenaufzucht werden aber vom ganzen Rudel übernommen. Sogar junge Rüden würgen manchmal Fleisch hervor, um ältere Welpen zu versorgen. Ab dem sechsten Monat schließen sich die Jungtiere der Jagd an, und das Rudel kehrt wieder zu seiner nomadischen Lebensart zurück.
Verwundete und kranke Rudelmitglieder werden auf ähnliche Weise durch den ganzen Verband versorgt. Dies setzt jedoch voraus, dass diese noch in der Lage sind, dem Rudel bei der nomadischen Lebensweise folgen zu können.
Wildhunde sind bei Tag aktiv. Sie haben keine festen Reviere, weshalb sie anders als andere Hunde auch keine Markierungen setzen.
Wildhunde sind sehr effiziente Jäger und können sich am Riss auch gegen andere große Raubtiere durchsetzen. Selbst gegenüber Tüpfelhyänen können sie ihre Beute behaupten, wenn diese nicht zu zahlreich sind. Die Begegnungen mit Hyänen sind meist auch nicht wirklich lebensbedrohlich. Keine der beiden Arten zeigt wirklich große Aggressivität. Die Bedrohung durch Löwen ist allerdings wesentlich höher. Gegen diese wird der Riss nicht verteidigt.
Die Erfolgsrate der Jagden liegt bei fast 90 %.
Im Gegensatz zu anderen hundeartigen Jägern wie Wolf und Kojote werden bei der Verteilung der Beute zuerst der Nachwuchs und kranke Tiere des Rudels versorgt.
[Text-Quelle: Wikipedia]
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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





