°descriptio°:
Die vergangene Nacht von Samstag auf heute (Sonntag) war eine einzige Katterschtrohfe !!
Irgendwelche gräßlichen Gaukler und beiwohnendes lautstark weil trefflich besoffenes Gesindel waren am Vorabend der Meinung, aufgrund einer für die friedliebenden Anwohner äusserst bedenklich erscheinenden ordnungsbehördlichen Erlaubnis den Kanal abzubrennen.
Wahnsinnige, die einen terroristischen Anschlag auch nur planen oder sogar durchführen, werden von Spezial-Einsatzkommandos unmittelbar dingfest gemacht und notfalls restlos ausgelöscht. Warum aber solche hier randalierenden Idioten, die anderen durch ihren unnötigen Unsinn die Nachtruhe rauben, nicht auch zur Rechenschaft gezogen werden, wird für mich wohl bis in alle Ewigkeiten verborgen bleiben. Einige dürfen offenbar ungestraft ihre Narrenfreiheit hemmungslos genießen während andere dadurch grausam gequält werden.
Das soll bitte nicht heißen, dass niemand mehr eine Feierlaune haben darf und zum Lachen in den Keller muss. Ich bin aber der Meinung, dass derartige (sinnlose) Saufgelage, wie sie hier mittlerweile schon fast an der Wochenendordnung sind, zugunsten einer umsatzstarken Abfüllmenge für die Feiernden früher zu beginnen und zum Wohl der umliegenden Anwohner dann auch zur Sperrstunde – also zur Nachtruhezeit ab spätestens 23:00 Uhr – dann auch beendet sein müssen. Damit wird dann wohl jedem gedient.
Und billige und deshalb einfach nur belästigende Feuerwerke, die ohnehin keinen mehr hinterm Ofen hervorlocken – ausser den Besoffskis, die sowieso in ihrem extatischen Zustand jeden Scheiß toll finden – sollten sowieso verboten werden. Ausser ohrenbetäubenden Krach durch unkoordiniertes Abbrennen der Explosionskörper is‘ da nix Interessantes dran festzustellen. Und raubt einem gepaart mit dem übersteuerten Vortrag einer grottenschlechten „Revival-Kapelle“ den letzten Nerv.
Und wenn man dann mit Oropax zugestöpselten Gehörgängen irgendwann den Schlaf gefunden hat, gurken im Morgengrauen (der Begriff ist damit zum Programm geworden …) die schwarzfüssigen Söhne der Kopftuchgeschwader- und Teppichfliegerfraktion mit frisierten Monstertrucks der Marke Daimler-Benz (BMW ist bei denen aufgrund der vielen Motorschäden bereits völlig „out“, vereinzelt findet sich unter den beliebten Marken dann noch Ferrari und Maserati, je nach Erfolg und Verdienst bei den Drogengeschäften) im Schritttempo mit wie bei einem Kanalfrachter grollendem Motorgeräusch. Und weil der Krach nicht ausreicht, wird die kulturfremde disharmonische DrexDödelmucke aus der nachgerüsteten High-End-Sterero-Einbau-Anlage mit zwei 45 Zoll Subwoofern statt der Rücksitzbank an mindestens drei 5000 Watt starken Endstufen aus den offenen Fenstern der Nobelkarosse raus- und in die geöffneten Schlafzimmerfenster der Anwohner geblasen. Der aufgeblasene Motor scheint die Leistung für den Antrieb des dafür benötigten Stromgenerators tatsächlich herzugeben.
Dieses Attentat in den Morgenstunden treibt einen dann um 5 Uhr eigentlich auch nur iwderwillig aus dem Bett. Aber angetrieben durch die aufsteigende Mordlust wird nur noch darüber sinniert, wie man diese äusserst unangenehme Spezies ein für alle Mal in die Hölle schicken kann. Z. B. böte es sich aufgrund des vorangegangen Feuerwerks an, Brandbomben durch die offenen Fahrzeugfenster oder unter die Karre oder beides zu schmeißen. Hauptsache, der Dreck wird schnellstmöglich sauber und restlos abgebrannt. Und Ursache für dieses (Un)Glück sind eindeutig die Folgen des Feuerwerks. Jeder vernunftbegabte Polizeibeamte würde das genauso sehen, einen Zinksarg für zwei Aschehaufen ordern und den verkohlten Schrott vom Klüngelskerl abholen lasssen. Der Rest wird von Straße gespritzt. Da muss man nix mehr weiter untersuchen …
Nach knapp einer Stunde Ballkongaufenthalt mit rauchendem Schädel und Restbeschallung durch in der Ferne abgedudelte Diskomukke dann wieder in die Heija. Wird ja nun auch schon klappen mit dem Tiefschlaf.
Wenn da nicht die nachts ungehemmt freilaufenden Katzen der Nachbarn wären, die durch ihre angeborene Raub- und Mordlust die Nester der hier brütenden Vögel ausräumen. Nicht, weil die zuhause nix zu fressen bekommen, sondern weil die einfach nur mal eben so Bock auf’s Töten haben und die Besitzer von den Scheißviechern diese nachts nicht in der Bude einsperren, damit die kein Unheil anrichten können.
Das gefiel der Amsel heute morgen auch nicht. Und die hat Alarm geschlagen. Was ihr und ihrer Brut allerdings nichts nützte. Denn eine der hier streunenden Katzen hat sich an einem Jungvogel vergriffen, den im Gebüsch gekillt und anschließend unsäuberlich in seine Einzelteile zerfetzt. Danach hat der Mörder dann rülpsend den Ort des Geschehens verlassen und erstmal ein Nickerchen gemacht.
Als die Elstern vom Mordopfer Wind bekommen hatten, sind die dann über die Reste des Jungvogels her. Die Amsel hatte wahrscheinlich gar nicht realisiert, dass ihr Kind bereits tot ist. sah nur den Flügel im Elsternschnabel und zeterte weiter. Eine schreckliche Szenerie, vor allem weil man den Schmerz und die Verzweifelung der Mutter raushören konnte.
Mit dem Gezeter der Amsel haben sich dann die von Nachbarn unbedarft erzeugten Geräusche von Staubsaugern, aufgedrehten Stereoanlagen, Motorrollern und diversen anderen lärmbelästigenden Geräten und Aktivitäten gemischt.
Ich war soweit und wollte ernsthaft die Koffer packen. Was für ein Wahnsinn !!
Erst gegen 15 Uhr hat sich das alles beruhigt.
Ich mich aber noch lange nicht.
°ego sententiam°
Ich bin froh, wenn das Wochenende vorbei ist und mir mindestens vier Tage am Stück keiner ausser mir auf den Sack geht.
Wobei ich den Nachbarn von gegenüber auf der 2. nicht vergessen darf.
Wenn DER den Arsch voll hat, macht der auch auf dicke Hose und lässt die Balkontür auf, damit er die Dudelei auf seiner Sonnenbank besser hören kann. Angezählt hab ich den schon. Das hat aber nur bedingt was genützt. Im Suff verliert man schnell die Hemmungen …
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





























