°descriptio°:
In den vergangenen 5 Tagen war an einen Spaziergang nicht wirklich zu denken. Die Blutergüsse in den Beinen waren einfach zu heftig in ihrer Wirkung, die unbeschreiblich ist. Meine Geduld ist fast am Ende. Ich kann zur Nachtruhe nicht vernünftig liegen, weil ich nicht weiss, wohin mit den schmerzenden und höchst berührungsempfindlichen Stelzen. Ich hab sogar zwischenzeitlich die Gummistrümpfe nicht angezogen, weil ich die nur unter irren Schmerzen über das geschundene Gebein streifen konnte. Die Dinger sitzen stramm. Die sollen stützen helfen. Aber die Tortur bei der Prozedur, die Schrumpfschläuche über zermartertes Gewebe zu ziehen hielt mich davon ab. Ich kann wohl Schmerzen gut abhaben. Aber das ist mir gerade dann doch ’ne Nummer zu heftig.
Ich hab’s heute dann nochmal versucht mit den Schrumpfschläuchen. weil ich eine vermeintliche Besserung der Beschwerden – sprich: einen Rückgang der Blutergüsse – wahrnehmen konnte. Und auch wollte. Das kann doch nicht so lange dauern.
Auf den EmscherValleyWay hat es uns nicht getrieben. Das Schatzi schlug vor, mal in den Storchengraben zu fahren.
Fahren ist gut.
Laufen hingegen für mich immer noch nur sehr beschwerlich.
Wir parkten aufgrund einer dort weitläufig angelegten Baustelle, die ALLE umliegenden Parkplätze beschlagnahmt hat (und sich niemand dafür zuständig sah, temporär ausreichenden Ersatzparkraum zu schaffen) auf dem Grünstreifen vor dem UPS-Gelände. Und zwar so, dass weder der Verkehr noch Drahteselquäler beeinträchtigt worden wären. Wir nehmen ja schließlich Rücksicht auf dei Bedürfnisse anderer. Die Stadt Herne sah meine Bemühungen zum behinderungsfreien Abstellen des Fahrzeugs allerdings anders. Lt. Gemeindesatzung ist das Abstellen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Grünstreifen, die an Fahrbahnrändern angelegt sind, nicht erlaubt und quittierte mir die unumstößlich festgestellte Ordungswidrigkeit mit 25 EUR. Die rufen also für Grünflächenparker genauso viel auf wie für Behindertenparkplatzblockierer. Zu Recht. Grünflächen müssen geschont werden. Meine Beine allerdings auch. Ein ziemlich blöder Interesenkonflikt, der sich da ergeben hat. Allerdings finde ich den angesetzten Kurs für mein Vergehen als deutlich überzogen und fühle mich fast schon wie ein Verbrecher. Für das Geld hätten wir auch ein Taxi nehmen können.
°loco°
°ego sententiam°
Ist man nicht schon gebeutelt und gestraft genug damit, dass man nicht richtig laufen kann? Und dann kommen die Blitzbirnen des Ordungsamtes da vorbei, weil die anscheinend nix anderes zu tun haben, und klemmen mir ’n Ticket unter’n Wischer. Wenn die gesehen hätten, wie schlecht ich zu Fuß bin, hätten die mir vielleicht noch in die Karre geholfen …
°supplementum°
Ich hatte nicht vor, das Ticket zu bezahlen. Ich wollte abwarten was das kostet und mir dann ’n Attest besorgen, dass ich aufgrund eines aktuten Notfalls dort anhalten musste. Ich hab den Gedanken wieder verworfen. Das hätte zu rein gar nichts geführt.
Also zahlen und freundliches Gesicht machen und dort nie wieder die Karre so hinstellen.
Aus Schaden wird man klug …
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …









































































