°descriptio°:
Nach den vergangenen Wochen, die hauptsächlich von ungehemmter Sonneneinstrahlung und knochentrockenem Ostwind (zumeist nervtötend böig autretend) geprägt waren, kam heute wie prohezeit der anfangs fast noch neblige und dann im Verlauf leicht nieselnde und gegen späten Nachmittag dann endlich regnende Regen.
Was für die ausgetrockneten Böden und die darauf wachsenden Pflanzen – sofern man sie lässt – eine Wohltat darstellt. Aber für Kleinstlebewesen zu ungeahnten Behinderungen führt. Trifft so’n Regentropfen eine winzige Faulfliege, die eh schon nicht wirklich gut fliegen kann, wird die glatt von der herabstürzenden Wassermasse erschlagen. Es sei denn, sie wird zufällig über einer Vogeltränke erwischt. Das könnte ihr Leben retten. Wenn sie schwimmen könnte. Kann sie aber genauso schlecht wie fliegen.
Ich stand zufällig als Bademeister am Schwimmbecken und hab direkt Erste Hilfe geleistet. Und es hat ’ne Weile gedauert, bis die kleine Fliege, die ich zum Trocknen auf dem Salbei abgesetzt hatte, wieder einigermaßen zu sich gekommen ist.
Ein Marienkäfer hat es sich auch auf dem Salbei gemütlich gemacht und nuckelte unbeeindruckt vom Regen an den leckeren Blüten. Sollen sich doch andere úm die doofen Blattläuse kümmern …
Und das machen die auch, die anderen. Das sind vor allem die Schwebfliegenlarven, die gnadenlos die Läuse abräumen. Eine Larve hatte sich bereits dick und rund an den Plagegeistern satt gemacht und sich unter einem Blatt verpuppt.
Als ich die Bilder machte, fielen mir die vielen kleinen weissen leblosen weil von Schwebfliegenlarven ausgesaugten Hüllen der Blattläiuse auf. Die Larven haben ein richtiges Gemetzel veranstaltet. Der Erfolg spricht für sich: der Salbei ist so gut wie frei von Läusen.
°loco°
Auf dem Salbei, der auf dem BallKong wohnt.
°ego sententiam°
Meine Ängste hinsichtlich der Trockenheit, die bei weiterer Dauer zu verheerenden Folgen führen würde, haben sich heute etwas zerstreut. Ich kann nur hoffen, dass es morgen und die Tage darauf genauso abkondensiert wie heute, damit die Böden langsam und behutsam durchfeuchtet werden. Starkregen würde nicht helfen, sondern nur alles in den Gully spülen.
Und noch ein Vorteil hätte der Regen: ich bräuchte nicht für andere raus.
°supplementum°
Kein Nachtrag erforderlich. Es sein denn, morgen regnet es nicht …
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …






















