°descriptio°
In Vergessenheit scheint die Angelegenheit mit dem am Hortizont-Observatorium verbautem Chinastahl und dessen vermutlich von Ureinwohnern des indonesischen Regewaldes preisgünstig zusammengebratenen Rohrbögen, die eine durchaus tiefere Bedeutung haben als durch die hässlichen Stützpfeiler nur schmucklose Landmarke zu sein, wohl nun doch nicht zu sein.
Ein Gericht hat tatsächlich nach jahrzehntelangem Rechtsstreit, der aufgrund der ständig neu vorgelegten und sündhaft teuren Gutachten zum Schluß ein Vielfaches dessen gekostet hat, was das Rohrensemble zum Zeitpunkt der Fertigstellung tatsächlich wert war, jetzt den Streit beendet.
In diesem Fall haben mal wieder nur diejenigen tüchtig abgesahnt, die mit dem Fall auch nur auf dem Papier zu tun haben. Der Bauherr hingegen wird wie üblich mit dem dafür klassischen Almosen abgespeist. Wobei 4,1 Mio Euro kein ausgesprochener Pappenstiel sind. Und wir als täglicher Betrachter der monströsen aber kaputtigen Schrotthalbkreise für unseren Augenkrebs KEINEN Ersatz der uns entstandenen seelischen Grausamkeit erwarten dürfen.
Es darf die Frage erlaubt sein, WARUM so ein lächerliches Verfahren, das lediglich bewiesene Baumängel zum Thema hatte und eigentlich relativ mühelos die Waagschale zum Kippen hätte bringen müssen, 16 Jahre dauern muss, und warum vom Gericht mal wieder ein denkwürdiger KOMPROMISS zur Beilegung des Rechtsstreits vorgeschlagen wird.
Denn wenn doch nachweisbar die eine Partei erkannte Fehler zu verantworten und die andere Partei einen Schaden dadurch hat, dürfte doch ein entsprechendes Urteil eines Gerichts nicht von der Hand zu weisen sein. Aber wir leben ja in einem Rechtsstaat, in dem das Recht nicht gebeugt werden kann, weil es hier durch die ständigen Bemühungen der wortgewaltigen Advokatenarschlöcher eh schon nicht rund mehr läuft, und derartige Verzögerungen nur zur Vermehrung des Geldvermögens der schmarotzenden Rechtsanwälte führt …
°loco°
In diesem Fall vielerorts:
– auf dem größten Schatten spendenden Abraumschutthaufen des Musems der Republik: Halde Hoheward
– im Gerichtssaal des Landgerichts Bochum
– in der Zeitung (sofern man das lokale Werbekäseblatt ‚Kurier zum Sonntag‘ hinsichtlich des redaktionellen Wertes tatsächlich „Zeitung“ nennen möchte …)
– und vielleicht irgendwann mal am dann wirklich schönen Observatorium.
°ego sententiam°
Meine Fragen zum Thema werden offen bleiben.
Genauso wie die Frage, WANN genau das ganze Ensemble in den angedachten Zustand gebracht wird. Denn wenn der RVR nur etwas zu lange wartet mit der Sanierung, werden mal wieder die Steuerzahler zur Kasse gebeten, weil die ausgezahlte Schadenersatzsumme aufgrund der galoppierenden Inflation und vor allem wegen der überproportional wachsenden Habgier der Bauauftragnehmer nicht mehr ausreicht.
Ich schätze deshalb mal vorsichtig, dass der RVR das Ding so stehen lässt, weils ja bereits 16 Jahre niemanden gestört hat und das so bleiben kann. Statt dessen wird der Verein die Knatter mal wieder irgendwo anders für deren ganz normalen Schwachsinn versenken …
°supplementum°
Dies ist schon ein Nachtrag zum Schlagwort.
°illustrationen°:


Die Zeitungsseite als durchsuchbare PDF: 2025-02-22 – KuzuSo – Schadensersatz für Horizont-Observatorium 02 pdf
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …




