2025-11-01 – KzS – REh verliert

2025-11-01 – KzS – REh verliert

 

°descriptio°

Der Verfall des Kaffs ist anscheinend nicht aufzuhalten. Auch nicht mit den mittlerweile fragwürdigen Bemühungen, hier Touristen einfliegen zu lassen, um denen noch fragwürdigere Sehenswürdigkeiten buchstäblich im Sinne des Wortes „auf’s Auge“ zu drücken.

Der Autor des Zeitungsartikels – sofern man beim lokalen Käseblatt „Kurier zum Sonntag“  von Zeitung im Sinne einer qualitativ wertvollen redaktionellen Presse sprechen kann – hat herausgefunden, dass von oberster Landesstatistikabteilung herausgefunden wurde, dass vor allem REh bis 2050 wohl nicht mehr die für eine Großstadt erforderliche Einwohnerzahl haben wird.

Es werden mindestens zwei Hinweise geliefert, warum REh an Einwohnern verliert.

Der eine ist die demografische Entwicklung, die REh zur Seniorenstadt machen wird, die aber für Senioren eher unattraktiv ist und die deswegen auch flüchten werden.

Der andere ist der insgesamte Verlust an normaler Attraktivität, weil REh ja bis auf ein von einem der hier federführenden Veranstaltungs-Mafiosis (Surberg oder so ähnlich) für die Bespassung von hoffnungslos verstrahlten Zielgruppen häufig missbrauchtes Ruhrfestspielhaus und eine zur Großkneipe verkommenen Innenstadt nichts wirklich kulturell und sozial Wertvolles und schon gar nicht wirklich Interessantes zu bieten hat.

Aber es besteht Grund zur Vermutung, dass da noch einige andere Gründe mit in die armselige Entwicklung mit einfliessen, die man natürlich nicht öffentlich benennen möchte.

Dass die Ratlosigkeitsmit- und ohne Glieder sich gegen die vernichtende Prognose zur Wehr setzen, ist nur logisch. Denn wenn Turis das lesen, wissen die wohl schon, wo die Reise hingeht. Und die führt dann ganz bestimmt nicht (mehr) hierhin. Wobei es zu bedenken gilt, dass die Stadt in ihrer Gesamtheit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ziemlich schnell abgerockt ist und für zahlungskräftige Turis dann keine nennenswerte Attraktivität mehr erkennbar sein dürfte.

Übrigens hatte ich kürzlich bei einer Internetz-Expedition wenig überrascht rausgefunden, dass der Ruhrgebietstourismus sich nur und ausschließlich auf ganz bestimmte regionale Sehenswürdigkeiten beschränkt, die in den Reise- und Städteführern gernstens zur Ansicht angepriesen werden. Der Giftmüllschrottplatz Zollverein steht dabei an erster Stelle, gefolgt vom ebenso vom ehemaligen Eigentümer gesundheitlich nicht unbedenklich hinterlassenen Schrottplatz LaPaDu. Beides ist für die, die den Anblick ihrer Berge und schmelzenden Gletscher nicht mehr ertragen können, sicher eine Abwechslung. Aber kaum jemand von solchen vermeintlich zahlungskräftigen Turis wird sich freiwillig in dieses ansonsten auffällig unbedeutende Kaff REh verirren. Vielleicht nur dann, wenn’s hier penetrant aufdringlich mal mehr als üblich leuchtet, oder die jährlichen Ruhrfestspiele stattfinden, die allerdings ein fragwürdiges Niveau erreicht haben, das aus meiner Sicht die merkwürdige Entwicklung der namensgebenden Region widerspiegelt und eher so gar nicht mehr das hier eingeborene und zumeist immer noch relativ einfache Volk erreicht.

Der Verlust des Großstadt-Status ist wohl das Schlimmste, was den Ratlosigkeiten passieren kann. Seit 1949 haben die sich in dessen Glanz sonnen können und dabei ganz nebenbei vergessen, dass Stadtattraktivität kein Selbstläufer ist. Und schon gar nicht nur und ausschließlich von geldgierigen Gastronomen bestimmt werden kann. Und deshalb ist man bald wieder Kleinstadt, aber dann auch passend zu den hier immer schon gerne getroffenen und nur ziemlich provinziell wirkenden und zumeist auch nur viel zu kurz gedachten Entscheidungen.

Tja, und JETZT bekommen die korrupten Ratlosigkeitsmitglieder die Quittung für ihr niederträchtiges Abwirtschaften der Region, was demnächst dann wohl so einige Einwohner veranlassen wird, das sinkende Schiff rechtzeitig zu verlassen, und die Wenn-Dann-Prognose der Landesstatistiker von IT.NRW schlussendlich unaufhaltsam aufgehen wird, wenn sich die lokalen Faktoren hier nicht ändern.

Da wird der hier ansonsten sowieso immer schon ratlose Rat aber erfahrunggemäß trotz der Dringklichkeit auch keinen Rat mehr für finden, der denen raten wird, was zu tun ist. Der Zug ist dann endgültig abgefahren, wie eigentlich überall, wo etwas erwartet wird, was man eigentlich nicht haben möchte, aber es nicht mehr abwenden kann, weil man DAS besser schon lange vorher hätte machen sollen.

 


°loco°

Recklinghausen als Stadt ist gemeint.

Wenn die wieder Kleinstadt wird, was wird dann mit dem Kreisstadt-Status ?


°ego sententiam°

Meine Gedanken zum Thema REh sind nicht die symphatisierendsten, was ich hier durchaus mit vielerlei Gründen belegt habe.

Schade nur ist, dass ich das Jahr 2050 nicht mehr erleben werde und auch nicht den Eintritt und die Wirkung der Prognose, von der ja im Artikel vorsichtig behauptet wird, dass die ja unter Bedingungen eintrifft, die heute noch nicht wirklich zuverlässig abzusehen und einzuschätzen und vor allem von Faktoren bestimmt sind, die in der Verantwortung derer liegen, die derartig weitreichende Entscheidungen treffen sollten, es aber mangels Sach- und Fach- und Menschenverstand wohl nicht passend hinbekommen werden und statt dessen lieber kurzsichtig an ihr eigenes Pottmonnäh denken.

Die Prognose ist – sofern sie nicht mit der nötigen Weitsicht und klugen Planung abgewendet wird – für die ratlosen Ratlosen definitiv geschäftsschädigend. Und man braucht jetzt nicht zu fragen, für wen noch …

°supplementum°

In 2050 wäre ein Nachtrag sicher wünschenswert, fällt aber wegen isnichmehr aus …


°illustrationen°:

Tipp für die Ansicht in der Galerie:

drücke Taste F11 und blende mit dem Icon „Vollansicht“ (in der Galerieansicht rechts oben in der Mitte) den Text aus, dann siehst Du nicht nur winziges Internetzimpressionsgeschnipsel.

2025-11-01 – KzS – Recklinghausen Prognose zur Einwohnerzahl bis 2050



°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …