°descriptio°
Wir schreiben das Jahr des Herrn 2025, 3 Tage vor dem offiziellen Geburtstag desselbigen.
Kumpel Kalle steht voll auf die Adventszeit und die damit einhergehende Illumination und Dekoration, vor allem die, die von aussen erreichbar ist und vorzugsweise amerikanisch üppig und entsprechend hell und bunt und mit viel blink-blink zu sein hat. Zu Recht, denn als ambitionierter Knipskistendompteur weiss man gut beleuchtete Hin- und Weggucker sehr wohl sehr gerne zu schätzen …
Während Kalle also sein Hauptaugenmerk gelegentlich auf mich und dann vor allem auf den vor der Pfarrkirche mit Lichterkette eingewickelten Tannenbaum richtete und zwischenduch in ungeduldiger Erwartung quängelnd die Beleuchtung des Tannengrüns herbeisehnte, hab ich mich mehr oder weniger ausgiebig mit dem Schloßgebäude und dessen näherem Umfeld beschäftigt.
Denn als ich vor über 40 Jahren das letzte Mal hier einflog, galt es mit den Kumpels aus Waltrop hier im Jugendzentrum nur Musik zu machen, und das nicht schön, aber laut. Wir hatten damals zu diesem Zweck mehr Teppiche für die uns vom Vermieter auferelegte Schalldämmung im Auto als Instrumente.
Reichlich Bier hatten wir auch dabei, das ging aber schon während des Raumschmückens zur Neige.
Gelegenheit zu ’ner Ortsbesichtigung hatten wir damals nicht. Wir hatten ja nicht viel Zeit, den uns kostenlos zur Verfügung gestellten Raum nutzen zu dürfen.
Also muss ich das jetzt hier und heute mal nachholen, auch wenn eine komplette Ortsbesichtung von mir nicht geplant ist, zumal ich das Nest durch hier wohnende und mir bekannte Menschen ohnehin schon kenne und nicht glaube, dass sich hier was geändert haben wird, was bei mir zu gesteigertem Interesse hätte führen können.
Dem Kalle sei trotzdem Dank, dass er auf die Idee kam, hier mal ’n Auge machen zu wollen, um seine Weihnachtsdekosammlung aufzufüllen. Das bietet mir heute die Möglichkeit, mich wie gewohnt nach solchen Expeditionen dann mal etwas ausgiebiger mit der Geschichte des besuchten Ortes zu beschäftigen.
Reisen bildet ja bekanntlich. Und wer eine Reise tut, der kann was erzählen, wusste schon Marco Polo zu berichten.
Ich beschränke mich themenbezogen aber mal wieder mal nur auf Wikipedia-Autoren. Die haben viel Arbeit und Zeit in ihre Recherche gesteckt, um aus den gewonnenen Erkenntnissen eine interessante und vor allem für interessierte Laien lesbare Kurzfassung zu extrahieren.
Was NICHT für die wissenschaftlichen Artikel der Wikipedia gilt – die müssten meiner Meinung nach in zwei Versionen angeboten werden: eine für die schon ganz besonders Schlauen, und die andere und einfachere Version für die, die schlau gemacht werden wollen.
Als erwähnenswerter Spoiler erscheinen mir hinsichtlich des hier von mir bereits mehr oder weniger beissend angewendeten satirischen Zynismus zur Stadt REh, dass REh auf rechtlich unbedenklichem Wege IMMER SCHON auffällig wenig wirtschaftlichen Erfolg hatte, denn die Horneburg hat damals schon dem Kaff die Bauern vorenthalten, die damals eigentlich in REh ausgebeutet werden sollten, dann aber in Horneburg verwaltet wurden, weils da definitiv schöner und beschaulicher war (und durch halbwegs vernunftbegabte Ortspolitik immer noch ist).
Zitat als Beweis meiner These:
Der weit ausgedehnte Grundbesitz des Kurfürsten von Köln umfasste Äcker, Weidegründe, Wälder, Gebäude, Mühlen und Bauerngüter. Die privat- und öffentlich-rechtlichen Nutzungen erforderten eine besondere Verwaltungsstelle. Zunächst befand sich diese in Recklinghausen. Verwalter war der Kellner. 1410 wurde der Geistliche Johann Droege als Kellner erwähnt.[8] Die Verlegung der Kellnerei nach Horneburg (nach 1420) war ein schwerer Schlag für die Kaufleute und Gewerbetreibenden, da die Bauern, die ihre Abgaben ablieferten oder ihren Dienstpflichten genügten, bei dieser Gelegenheit mancherlei Einkäufe tätigten und jetzt der Stadt fernblieben. Gründe für die Verlegung waren die krummen und winkligen Straßen Recklinghausens, die Enge der städtischen Verhältnisse und der Mangel an geeigneten Gebäulichkeiten für die Aufspeicherung des Getreides und die Unterbringung des zahlreichen Viehes.
Somit bestätigt sich meine eindeutige Meinung über das KAff REh, die dermaßen historisch begründet ist und über die jahrhundertelang gewachsene Korruption und politischen Filz keinen Zweifel mehr zulässt.
Aufgrund der historischen Verbundenheit als Bestandteil des weltlichen Herrschaftsbereich der Erzbischöfe von Köln ist der Kölner Klüngel das eindeutige Vorbild, nur der Rosenmontagsumzug kann dem Vorbild nicht das Wasser reichen.
Interessant erscheint auch der im Zitat genannte Beruf des Kellners, der in REh mittlweile aufgrund der als Großkneipe umgebauten Innenstadt die höchste Beschäftigungsquote nach den Ratlosigkeitsschlafmützen und den anderen vermeintlich intellektuellen Arbeitslosen hat.
Mit Kellner kann man auch die hier bereits erwähnten Veranstaltungsmafiosis bezeichnen, die den Ratlosigkeitsmit- und ohne -gliedern deren zumeist äusserst fragwürdige Entscheidungen mit milden Gaben erleichtern.
°loco°
In einer ehemals autonomen Siedlung, die – wie andere erfolgreiche und friedliche Siedlungen auch – irgendwann irgendwo eingemeindet worden ist.
°ego sententiam°
Diese Jahreszeit ist für solche Gebäudefotografien bestens geeignet, weil die fehlende und ansonsten so herrliche Botanik den Blick aufs Wesentliche nicht versperren konnte. Heute genossen wir sogar den Vorteil einer relativ angenehmen Aussentemperatur, die dann aber spürbar sank, als die Sonne gegen halb fünf hinter den Häusern verschwand.
°supplementum°
Kein Nachtrag geplant.
°illustrationen°:
Tipp für die Ansicht in der Galerie:
drücke Taste F11 und blende im Textfeld mit dem Icon „X“ das Textfeld aus, dann siehst Du nicht nur winziges Internetzimpressionsgeschnipsel.
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





































