°descriptio°
°prolog°
Heute Morgen hat mich eine telefonische Hiobsbotschaft mal wieder etwas zum Nachdenken und Recherchieren anregen können. Viel Anregung hat man ja derzeit nicht wirklich, um zumindest augenscheinlich interessiert wirken zu können.
Kumpel Kalle, derzeit aufgrund eines ärztlichen Befundes als medizinisches Wirbelsäulenwunder im Knappschaftskrankenhausknast mit allen entsprechend klaglos hinzunehmenden Nachteilen (Rauchverbot, Nahrungsentzug ohne Begründung aber wegen erkennbarer Erfordernis, mangelnde Aufmerksamkeit und Fürsorge durch das hoffnungslos unterbesetzte und dadurch überforderte Personal, und andere mit einem Krankenhausaufenthalt einhergehenden Gemeinheiten) einsitzender Kassenpatient, hatte nach der eigentlich aufgrund der zu erwartenden Schwere und Kompliziertheit der durchzuführenden OP, die schlußendlich dann aber doch nicht wie angekündigt vom Schäffarzt persönlich, sondern von einer indischen Ersthelferinelfe durchgeführt wurde (und trotzdem oder vielleicht sogar deshalb wohl im Ergebnis zufriedenstellend verlaufen sei), einem Hinweis von seiner ehemaligen Lebensabschnittsgefährtin Frau Anke folgend mir den offensichtlich ernst gemeinten Vorschlag gemacht, mich da mal zu bewerben.
Nicht im Krankenhaus.
Auch nicht anderswo als Blockwart, auch wenn mir das attraktiv erscheinen könnte, mit offiziell genehmigten Befugnissen andere Leute für ihr Fehlverhalten nicht nur ans Messer zu liefern, sondern mit dem direkt in servierfähige Portiönchen zu filetieren. Zu meinem persönlichen Bedauern ließ sich bislang nämlich keine kommunale Behörde dazu überreden, mir die adäquate Berufsbekleidung, also eine schwarze Jacke mit Rückenaufdruck „ORDNER“ und einen Gürtel mit Holster und passender 45er ohne Schalldämpfer zu stellen, und mich zudem mit uneingeschränkten Befugnissen und der Lizenz zum Töten auszustatten.
An anderer Stelle hab ich das ja bereits erwähnt, dass es mich langweilen und keinesfalls befriedigen würde, mich von idiotischen Hundebesitzern und Eseltreibern ungestraft ansaugen zu lassen.
In diesem Fall geht es sich NICHT um einen Dschob als Blockwart, auch wenn der Begriff „Haldenwärter“ das augenwischend vermuten lassen würde, bei näherer Betrachtung der Angelegenheit dann aber tatsächlich nur in den Comedy-Kontext zu bringen ist.
Und hier beginnt nun der Sprung des Punktes: es geht sich um die Bewerbung als Haldenwärter auf Hoheward.
Hoheward is‘ klar, nech …
Da oben ist zwischenzeitlich einiges passiert, was hier dokumentiert wurde, und ansonsten auch niemanden interessiert.
Kumpel Kalle ist also der Meinung, dass die Suche nach einem Haldenwart ein wissenschaftliches Experiment sei, bei dem man eine Woche durchgängig in einem Einpersonenwohnklo (im aus dem schwachen amerikanischen Wortschatz eingedeutschten Neusprechkauderwelsch heißt so’n Ding dann medienwirksam TinyHouse) absteigen soll, und dabei das Verhalten von Roboterschafen zu studieren hat. Ich sei doch der richtige Mann dafür: intellent, hinlänglich (un)begabt in Wort und Schrift, fotogen und selber mit fotografischen Fähigkeiten gesegnet und 5 Kilotaler wären für eine Woche Urlaub aufm Berg ja wohl auch nicht zu verachten und die Stille da oben würde mir doch auch mal gut tun.
Alles ziemlich schlagkräftige Argumente. Letzteres stimmt auffallend und seine Fürsorge weiss ich sehr wohl zu schätzen.
Und wenn alle Voraussetzungen und dann vorzufindenden Gegebenheiten wirklich so wären, würde ich ganz bestimmt ’ne Bewerbung abschicken und vielleicht damit sogar in die engere Wahl kommen. Denn Langeweile is‘ nix für jeden und die Anzahl der Bewerbungen würde konkurrenzlos überschaubar bleiben.
Ich hab dann den Haken an der Sache gesucht. Denn der Schutthaufen wurde in der Vergangenheit ja oft genug für unsinnige Bespassung der Massen mißbraucht, und daraus reichlich Kapital generiert. Warum also nicht auch in diesem Fall. Denn es gibt immer wieder findige Verstrahlte, die morgens aufstehen und ’ne Idee haben, wie man anderen auf den Sack gehen kann.
So auch in diesem Fall.
°vorgeschichte°
Ein Comedyuschiblach aus Essen (der verlinkte Wikipediaeintrag ist offensichtlich nur um Aufmerksamkeit buhlend von ihr selbst geschrieben worden, und lässt den Schluß zu, dass der äusserst einträgliche Werbevertrag mit ARIEL und der seit 2024 unverändert belästigende Werbespot für deren überflüssiges Waschmittel nicht ausreichen, um sich mit geistigem Dünnschiß zu bereichern) befürchtet wohl, dass sie – zu Recht (man beachte dazu das insgesamt mangelnde und derzeit wohl stark abnehmende Interesse der noch halbwegs bei Sinnen konsumierenden Bevölkerung auf den entsprechenden Sozialkanälen) – nicht genug Aufmerksamkeit mit ihrer fragwürdigen und zumeist nur wenig unterhaltsamen Kunst erhält, und macht jetzt mit aufdringlichen Eventvorschlägen auf fürstlich bezahlte Ideenschmiede für den ansonsten mit derartig effektheischenden Einfällen nur schwach genährten RVR. Der widerum ist dankbar für jeden Schwachsinn, der die Begeisterung der passend dazu gestrickten Schwachbegabten anfeuern kann. Und den achtlos liegengelassenen Dreck des Gesocks müssen dann andere wegmachen, die von MIR bezahlt werden.
Nun möge man das augenscheinlich jugendliche Alter der um Aufmerksamkeit heischenden Trine, die es aber trotzdem schon faustdick hinter den Ohren hat, wohlwollend berücksichtigen, denn sie folgt dem allgemeinen Zeitgeist, mit selbstdarstellerischer Selbstverliebtheit alles auszublenden, was in dieser Epoche des menschlichen Daseins wirklich wichtig und interessant erscheinen sollte. Ich will damit nicht behaupten wollen, dass ich zum Lachen in den Keller gehe. Comedy hat durchaus einen Stellenwert, auch für mich, aber nur dann, wenn die gut gemacht gemacht ist. Und Comedy ist keine Frage des Geschmacks, sondern des Inhalts und des Vortrags. An beidem muss die Uschi noch feilen. Und weil das dauert und Geduld und Übung braucht, fährt sie erstmal auf einem anderen Gleis weiter, und geht DAMIT anderen unkritischen Menschen auf den Sack. Vermutlich hilft ihr dabei auch ein reputationsfördernder aber aus meiner Sicht inhaltlich eher armseliger und langweiliger Auftritt bei Dieter Nuhr, der sich als Comedy-Profi seit vielen Jahren zu Recht etablieren konnte, aber leider auch die Macke hat, Frauen gerne nur nach ihrem Geschlecht zu bewerten und nicht nach ihren Fähigkeiten (Lisa Eckhardt als Nuhrs dauerhaft in der Show auftretende Lieblingsgästin bildet da eine Ausnahme, weil DIE mit ihrer Kunst den Nuhr weit übertrifft).
°die ausgeburt des schwachsinns°
Am 2026-07-26 war es dann soweit: die schwachsinnige Idee des Haldenwarts wurde mit der Web-Seite und dem Bewerbungsformular und den damit einhergehenden Bedingungen in troclene Tücher gewickelt.
Interessant zu lesen ist, dass der Bewerber nichts können muss, ausser sich selbstdarstellerisch und möglichst in einfacher Sprache wie ein 4jähriges Kind brabbelnd in Szene setzen zu können. Die Macher des Ganzen haben bewusst die Obergrenze für die Anzahl der Bewerbungen auf 500 gesetzt, weil ab jetzt jedem klar sein dürfte, WER sich da bewerben wird.
Und weil die Uschi die Bewerberauswahl zur Schäffsache gemacht hat, wird sie mit Sicherheit für die finale Auswahl Bewerberprofile berücksichtigen, die männlich, Mitte 20, Warmduscher, Weichei mit kakelich bunter und auffällig geschmackloser Hautkriegsbemalung, 3-Tage-Stoppeln die noch welche werden wollen, schwulem Kurzhaarschnitt und dem Verstand eines 6jährigen den Pöbel bei Brot und Spielen zu begeistern wissen. Also solche Tüppen, die man als Haarmodel auf Friseursalonplakaten sieht (die vermutlich aber nicht so unterbelichtet wie die gesuchte Klientel sind), und die dafür stehen, dass für JEDEN (hier sind alle m/w/d gemeint) was dabei ist.
Das Konzept ist nicht neu: man nehme irgendwelche verhaltensauffälligen Schwachmaten und werfe sie dem Pöbel zum Fraß vor.
Big Brother z. B., von dem jüngere Generationen seinerzeit nicht wussten, dass einer der im mit dystopischem Inhalt geschriebenen Buch „1984“ von George Orwell genannten Protagonisten der Unterhaltungssendung den Titel verliehen hat, und bei beiden Publikationen nur die einzige Gemeinsamkeit vorherrschte, dass Menschen durch Kameraüberwachung keine Privatsphäre mehr hatten. Nur mit dem Unterschied, dass die Zuschauer bei der Fernsehproduktion sozialschmarotzende Voyeure sind, im Buch hingegen ein autokratisches Regime die volle Kontrolle über die Menschen hatte. Das Buch erschien 4 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft über Deutschland im Jahr 1949 und wurde später von verantwortungsvollen Pädagogen (die Schüler nannten sie damals noch liebevoll Pauker) in höherbildenden Schulen als Unterrichtsmaterial verwendet, um eine kritikfähige Gesellschaft zu erhalten. Ich bin froh, damals ein Teil davon gewesen zu sein, auch wenn ich die geforderten Ausbildungsziele fast immer nur knapp bis gar nicht erreicht habe.
Die primitive und trotzdem perfide Fernsehproduktion wurde – wen wundert’s – also weitestgehend kritiklos hingenommen. Und die Zuschauerklientel von damals hat sich dann einem vermeintlich modernen Zukunftsgedanken folgend ebenso unkritisch den sozialen Medien und dessen Auswirkungen hingegeben. Zeitgleich wurde auch das Privatfernsehn eingeführt, das es jedem ermöglichte, sich rund um die Uhr mit geistigem Dünnschiß wie das Big-Brother-Format berieseln zu lassen.
Dieses sich dann mangels fürsorglicher Kontrolle zwangsläufig und auch offensichtlich mangels ausreichender Bildung und zunehmender Geringschätzung der eigenen Mitwelt verursachte „Konsumentenverhalten“ wird von den mittlerweile auffällig überhand nehmenden und nicht wirklich finanzinteressenlosen Produzenten fragwürdiger und belästigender Medieninhalte immer noch als Maß der Dinge für die erfolgreiche Vermarktung sehr geschätzt. So auch in diesem Fall.
°irrsinnige imagepflege°
Offiziell möchte der RVR ja nur Imagepflege betreiben, damit ausländische Touris wie die Schweden, Niederländer, Sachsen und Bayern den Weg hierhin finden und sich von der auf den Zug aufspringenden Gastromafia für teuer Geld bespassen lassen.
Die Macher und die anderen beteiligten Mafiosis wohnen nicht hier. Denen ist egal, was hier wo wie lange abgeht und was danach zertrampelt, vollgekotzt, zugeschissen, angepisst und sonstwie geschrottet und zugemüllt ist.
Und aus gleichen niederen Beweggründen entstand dann auch die für nur einige Wenige glorreiche Idee, einen Haldenwart nebst in Schafspelzen gehüllte Militärwolfsroboter als Volksbelustigung zu erfinden.
Wie krank muss ein Geist sein, um das kranke Gedankengut als lustig emfpinden zu können.
Es steht zu erwarten, dass die Aktion ganz gewiss einen enormen Zuspruch erfahren wird, was nicht zuletzt der mangelnden Kritikfähigkeit derer zuzuschreiben ist, die ansonsten auch und ohnehin immer auf der Suche nach dem besonderen Bespassungskick sind, egal was der kostet.
°loco°
°ego sententiam°
Ich habe die fragliche Web-Seite mit der beknallten Idee einer noch beknallteren Geltungsbedürftigen und dem unmoralischen Angebot für mich hier gespeichert, weil ich weiss, dass das Internetz nur das vergisst, was man ihm in besonderer Position befiehlt zu vergessen. Der Otto Normaluser wird keinesfalls mehr seine auf aller Welt gespeicherten persönlichen Daten löschen oder gegen fremden Zugriff schützen lassen können. Aber so eine Web-Seite mit krankem Themeninhalt soll ja nur einmal Aufmerksamkeit erregen, und das war’s dann auch für die Initiatoren, wenn das Ziel erreicht ist.
Mit dieser Dokumentation – die ich mit dem Schatzi über Threema begonnen habe – möchte ich in ein paar Jahren zurückblickend meine Glaskugelvisionen mit dem dann vorherrschenden Ist-Zustand auf dem dann immer noch nicht wirklich grünen und nur von Menschen belebten Dreckshaufen abgleichen in der Hoffnung, dass ich nicht wie immer Recht behalten werde mit der apokalyptischen Vision, dass auf Hoheward DOCH Olympia stattfinden wird und bestimmt schon vorher der Schutthaufen eingezäunt und der Zutritt nur gegen Eintrittstaler und/oder Jahreskarte erfolgt, um mit den bescheuerten Mountainbikes die knappen Hüchel runterzuflitzen und dabei Erholung suchende fußläufige Familien mit ihren Kindern zu gefährden.
Machen andere Trägerschaften – z. B. der MaxiPark in Hamm – mit Erfolg auch so, also warum nicht auch hier auf Halde Hoheward. Wobei im MaxiPark Fahrräder und Hunde nicht erwünscht sind.
Bei den abkupfernden Entscheidungen wird das hoffnungslos unterbelichtete REh und dessen seelenverwandter RVR ganz bestimmt nicht merken, dass Elefanten deutlich intelligenter sind…
°supplementum°
Abwarten bis September. Dann wird die Show auf den asozialen Medien schon viral gehen.
Vielleicht füg ich hier den einen oder anderen Mitschnitt hinzu…
°illustrationen°:
Hier die Web-Seitenkopie der Veranstalter
Und hier das Lockvideo
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …















