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Die Baumschwammverwandten (Fomitopsidaceae) sind eine Familie von Pilzen in der Ordnung der Stielporlingsartigen (Polyporales). Die resupinaten, konsolen-, fächer- oder zungenförmigen Porlinge leben saprobiontisch oder parasitisch auf Laub- oder Nadelholz und rufen meist eine Braunfäule hervor. Einige Arten sind beachtenswerte Holzzerstörer, die meist liegendes, aber teilweise auch verbautes Holz angreifen können.
Die einjährigen oder ausdauernden Fruchtkörper sind resupinat, oft mit zurückgebogenem Rand oder konsolen- oder fächerförmig. Das Fleisch ist meist hölzern, ledrig oder korkig und die Oberfläche glatt oder runzelig oder krustig.
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Die Familie ist weit verbreitet, besonders in der nördlich gemäßigten Zone. Die Porlinge leben teils als Saprobionten auf holzigem Substrat, teils als Wundparasiten auf noch lebenden Laub- und Nadelbäumen und erzeugen eine Braunfäule. Einige Arten können auch verbautes Holz abbauen.
Die Familie enthält fast 400 beschriebene Arten und wird in 33 Gattungen unterteilt. Einige der artenreicheren oder bekannteren Gattungen sind in einer anschaulichen Tabelle aufgeführt.
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Der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) ist ein sehr häufiger Holzzerstörer an Laub- und Nadelholz. Er verursacht eine intensive Braunfäule und befällt meist liegendes Holz, kann aber auch als Wundparasit geschwächte, stehende Stämme angreifen. Örtlich tritt er als Folgeschädling der Buchen-Rindennekrose auf und kann gemeinsam mit dem Zunderschwamm (Fomes fomentarius) in kurzer Zeit eine totale Holzzerstörung bewirken.
Der Rotrandige Baumschwamm ist in allen Laub-, Nadel- und Mischwäldern zu finden. Auch außerhalb geschlossener Wälder, bei Lichtungen, in Parks und Gärten ist er anzutreffen. Dabei wächst der Pilz an lebendem oder totem Holz wie an stehenden oder liegenden Stämmen, Stümpfen oder Ästen. Dabei tritt der Pilz in allen Phasen der Holzvermorschung auf.
Der Rotrandige Baumschwamm besitzt ein besonders breites Spektrum an Wirtsbäumen; bevorzugtes Substrat ist die Gemeine Fichte. Daneben kommt er vor allem in und an Rotbuche, Weißtanne, Waldkiefer, Birken, Erlen und Apfelbäumen vor. Durch die mehrjährigen Fruchtkörper ist er ganzjährig zu finden. Im von seinem Myzel befallenen Holz verursacht er durch vorherrschenden Abbau von Zellulose und Hemizellulosen eine „würfelige Braunfäule“ („Würfelbruch“). Alte Fruchtkörper werden oft vom Birkenporling-Kissenpustelpilz besiedelt.
[Text-Quelle: Wikipedia]
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





