°beuteltiere°

°beuteltiere°

°descriptio°:

Die Beuteltiere (Marsupialia; werden auch die ausgestorbenen Vertreter mit eingeschlossen, spricht man von der Gruppe der Metatheria) oder Beutelsäuger bilden eine Unterklasse innerhalb der Säugetiere (Mammalia). Sie unterscheiden sich von den Höheren Säugetieren oder Plazentatieren (Eutheria) unter anderem darin, dass die Jungtiere in einem sehr frühen, embryoartigen Stadium geboren werden und anschließend oft als passive Traglinge in einem Beutel der Mutter heranwachsen. Heute leben in Australien und Amerika ungefähr 320 Beuteltierarten, das sind rund 6 Prozent aller rezenten Säugetierarten.

Der Bau des Schädels weist einige Besonderheiten auf. Generell ist der Hirnschädel relativ klein und eng, was sich in einem im Vergleich zu Höheren Säugetieren mit gleicher Körpergröße kleinerem – und einfacher gebautem – Gehirn widerspiegelt. Das Tränenloch (Foramen lacrimale) liegt vor der Orbita, das Jochbein ist vergrößert und erstreckt sich weiter nach hinten und der Winkelfortsatz (Processus angularis) des Unterkiefers ist zur Mitte hin eingebogen. Ein weiteres Merkmal ist die Gaumenplatte, die im Gegensatz zu den Höheren Säugern stets mehrere Foramina (Öffnungen) aufweist. Auch das Gebiss dieser Tiere unterscheidet sich in einigen Aspekten von dem der Plazentatiere, so haben alle Taxa mit Ausnahme der Wombats eine unterschiedliche Anzahl von Schneidezähnen im Ober- und Unterkiefer.

Einige Arten zeigen erstaunliche Parallelen zu höheren Säugetieren und bilden Musterbeispiele für konvergente Evolution. So ähnelte der ausgestorbene Beutelwolf stark dem plazentalen Wolf. Eine Gleitmembran und die damit verbundene Fähigkeit zum Gleitflug hat sich sowohl bei manchen Beutelsäugern (zum Beispiel Gleithörnchenbeutler und Riesengleitbeutler) und einigen Höheren Säugetieren (zum Beispiel Gleithörnchen und Riesengleiter) unabhängig voneinander entwickelt. Manche Gruppen – etwa Beutelratten, Beutelmäuse oder Beutelmarder deuten auch in ihrem Namen die Ähnlichkeit zu Plazentatieren an. Andere Gruppen wie die Kängurus sind hingegen gänzlich ohne plazentale Pendants.

Beuteltiere sind auf dem amerikanischen Kontinent und im australischen Raum beheimatet.

So vielfältig wie die Habitate der Beuteltiere sind auch ihre Lebensweisen, und es lassen sich darüber kaum verallgemeinernde Aussagen treffen.

Nach Meinung der meisten Wissenschaftler haben Beutel- und Höhere Säugetiere einen gemeinsamen Vorfahren, das gemeinsame Taxon wird Theria genannt und bildet das Schwestertaxon der eierlegenden Ursäuger (Protheria). Einige Forscher vertreten jedoch die Theorie, Beutel- und Ursäuger bilden ein gemeinsames Taxon, Marsupionta, das das Schwestertaxon der Höheren Säuger sei. Diese Theorie wird mit gewissen molekulargenetischen Übereinstimmungen begründet, ist jedoch eine Minderheitenmeinung.

[Text-Quelle: Wikipedia]


°ego sententiam°

Nach aufmerksamer Lektüre auch dieses Wikipedia-Artikels erhärtet sich in mir der bereits in der Vergangenheit unweigerlich aufkeimende Verdacht, dass Wissenschaftler, die sich der Bestimmung bzw. Ordnung der Arten widmen, mittlerweile allenfalls für ihre Beschäftigung selbst sorgen.

Ich finde das überflüssig.

Denn spätetens mit der Entwicklung noch höher auflösender Elektronenmikroskope und von Robotern bedienter Skalpelle werden auch neue Entdeckungen gemacht, die anscheinend zwangsläufig Fragen zur erneuten oder veränderten Einordnung von Arten aufwerfen.

Ich finde das irritierend.

Anstatt sich dem wirkungsvollen Erhalt der Arten zu widmen, kümmern sich nach Lorbeeren heischende Besessene um die Taxonomie.

Ich finde das verwerflich.


°illustrationen°:


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …