°descriptio°:
Byturus ochraceus ist ein Käfer aus der Familie der Blütenfresser (Byturidae). Die Gattung Byturus ist in Europa außer mit Byturus ochraceus nur noch mit der sehr ähnlichen Art Byturus tomentosus vertreten.
Männliche wie weibliche Käfer erreichen Größen von 3,6 bis 4,6 Millimeter. Ihre Körper wirken etwas walzenförmig und tragen anliegend eine seidenartige Behaarung. Die Färbung der Käfer erscheint goldbraun, im Alter eventuell graubraun, gewöhnlich gelber braun als Byturus tomentosus. Die dunklen und relativ großen Augen sind stark gewölbt. Beim Blick senkrecht auf die Stirn ist anders als bei Byturus tomentosus der Längsdurchmesser der Augen deutlich größer als der halbe Abstand der inneren Augenränder.
Die elfgliedrigen Fühler enden in einer dreigliedrigen Keule. Sie sind unter dem Seitenrand der Stirn vor den Augen eingefügt.
Die Oberlippe ist deutlich sichtbar. Die gewölbten Oberkiefer weisen auf der Innenseite hinter der Spitze vier bis fünf stumpfe Zähne auf. Die Kiefertaster sind viergliedrig, das Endglied ist lang und fast walzenförmig, an der Spitze schräg abgestutzt. Die dreigliedrigen Lippentaster setzen sich aus zwei ähnlichen Grundgliedern und einem lang-eiförmigen Endglied zusammen.
Der Halsschild ist wenigstens doppelt so breit wie lang und von der Mitte nach vorn gerundet verengt. Der Seitenrand verschmälert sich nach vorn, erreicht aber die Vorderwinkel. Er ist wie der Kopf dicht und fein punktiert.
Das Schildchen ist etwa gleich lang wie breit und hinten abgerundet.
Die Flügeldecken sind gemeinsam nur wenig breiter als der Halsschild. Sie bedecken den Hinterleib völlig. Sie sind sehr dicht und fein, aber deutlich grober als Kopf und Halsschild punktiert. Punktreihen fehlen, im hinteren Bereich der Flügeldecken ist jedoch ein Streifen parallel zur Flügeldeckennaht erkennbar.
Die Unterseite ist dunkler, bis schwarz. Es sind deutlich fünf Hinterleibsegmente erkennbar. Die Hüften sind schmal getrennt. Die Tarsen sind fünfgliedrig. Das vierte Glied ist kleine, das zweite und dritte Glied zu einem Sohlenlappen verlängert. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal der beiden Arten liefert das männliche Sexualorgan. Bei Byturus ochraceus endet es nicht gleichförmig zugespitzt, sondern es ist breiter und endet in einer kleinen Kuppe.
Im April bis Mai verlässt Byturus ochraceus etwa 10 Tage vor Blütenbeginn der Echten Nelkenwurz sein Überwinterungsquartier im Boden. Bald können Ansammlungen der Käfer auf Blüten verschiedener hauptsächlich gelbblütiger Blütenpflanzen (z. B. Hahnenfußgewächse, Kreuz- wie Korbblütler) beobachtet werden, wo der Reifungsfraß stattfindet. Dies findet im April und Mai statt. Auf Grund des bei Magenuntersuchungen gefundenen Pollens wurde eine hohe Blütenkonstanz festgestellt. Dabei verbrachten sie durchschnittlich fünf bis zehn Minuten an einer Blüte, um dann eine Blüte der gleichen Pflanzenart aufzusuchen. Sie spielen dadurch als Bestäuber eine gewisse Rolle, etwa für das Ährige Christophskraut. Zur Begattung und zur Eiablage wird ausschließlich die Echte Nelkenwurz aufgesucht. Ab September sind keine Käfer mehr anzutreffen. Geschlüpfte Larven fressen zunächst im Blütenboden und später in den Früchten. Die Verpuppung erfolgt im Boden. Die Käfer von Byturus ochraceus schlüpfen nach ungefähr sechs Wochen und überdauern den Winter im Boden.
Die weißen Larven von Byturus ochraceus tragen dunkelbraune Rückenschilder und fressen Pflanzengewebe sowie Früchte von Arten der Nelkenwurz, die Imagines von Byturus ochraceus Pollen (z. B. von Löwenzahn oder kriechendem Hahnenfuß) und Nektar.
[Text-Quelle: Wikipedia]
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°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …















