°descriptio°:
Kann man sehen wie man will. Das mit dem Neuen Jahr und so. Bleibt ja niemals nix beim alten. Ändert sich ja alles fortlaufend. Für langhaarige Zeckenzüchter wie mich, die trotz ihres ansonsten unkonventionellen Haarschmucks und der restlichen (und in meinem Fall attestierten) „vernachlässigten“ Erscheinung ziemlich konservativ angehaucht sind, sind die meisten Veränderungen keine Abwechslung, sondern einfach nur eine Qual.
Aber auch ich tendiere zu Maßnahmen, die zu Veränderungen führen, weil die sich tatsächlich einfach als besser erweisen. Also besser wie vorher. Ob sie insgesamt besser sind, wird sich erst dann zeigen, wenn eine angemessene Zeit vergangen ist und man dann auch ein passendes Resümee ziehen kann.
Und so dümpelte ich die letzten Wochen untätig und von geistiger Armut und körperlichem Unwohlsein geplagt in Residenzia rum. Das Weihnachtsfest ist für mich (mal wieder) ausgefallen. Was mir persönlich durchaus gelegen kam, weil ich den Geist der Weihnacht als Kind und zuletzt mit den eigenen Kindern erlebt hatte. Das ist lange her.
Der Jahreswechsel verlief ähnlich dröge. Wenn ich bedenke, dass ich vor nicht allzu langer Zeit gernstens an Jahreswechselpartys teilnahm, erscheint mir die gegenwärtige Entwicklung als – nunja – irgendwie fehlgeleitet. Macht nix, dachte ich mir, griff mir ’ne Pulle weissen Rum (Bacardi oder sowas …) und mixte ’ne herzhafte Mischung als Gute-Nacht-Betthupferl. Nach ’ner halben Pulle war mir dann um halb 12 danach, mal die Horizontale einzunehmen. Mit Stöpseln im Ohr nickerte ich auf der Couch ein und hörte weder den Aufschlag meinerselbst noch das schießwütige Getöse der Akalazen, die draussen meinten, ihrem heiligen Eroberungskrieg gegen die Ungläubigen mit der Sprengkraft russischer Kanonenschläge Nachdruck zu verleihen.
Der Neujahrsmorgen war dann unbeschreiblich ruhig. Gegen 6 Uhr bin ich wach geworden und habe die neblige Stille auf dem Balkon genossen. Es war wirklich still. Und ja, ich hatte nach meinem Erwachen natürlich die Stöpsel aus den Ohren raus genommen.
In Folge hatte ich mich erst mit der Beschleunigung des PC-Systems beschäftigt. Eine SSD hat der Karre einen immensen Schub verpasst. Dann hatte ich zwischendurch noch die eine und andere Optimierung vorgenommen. Mir gefiel die Struktur nicht mehr. Und das kleine NetBook sollte mit Win7 ausgerüstet mir stromsparend Netflixen ermöglichen.
Und dann hatte ich mich irgendwann tatsächlich doch wieder dem noch ausstehenden Bestand meiner Fotos aus den vergangenen Jahren gewidmet. Also den Ordnern und Dateien, die eigentlich schon längst hätten online sein sollen. Was sie immer noch nicht sind. Weil ich irgendwie nicht wirklich weiter komme, mit dem Beschriften und Entwickeln. Ich staune selbst, wieviel Bildmaterial sich angesammelt hat. Im Moment entwickel und beschrifte ich also erst mal nur die Bilder. Irgendwann schieb ich die dann hoch in die „leeren“ Beiträge.
°loco°
In Stützstrümpfen auf’m Thron in Residenzia …
°ego sententiam°
Das Nixtun zerrt an Nerven und Substanz. Meine Beweglichkeit ist auf dem Nullpunkt. angekommen. Und mein Gewicht deswegen natürlich angestiegen. Nicht viel, aber die Muskelmasse hat sich in Fett umgewandelt. Das muss wieder anders werden …
°supplementum°
Ich halte die Entwicklung mal auf’m Schirm …
°illustrationen°:
Wenn ich mich wieder selbst angucken kann, mach ich davon mal ’n Bild …

