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°descriptio°:

Die Ibisse oder Sichler (Threskiornithinae) sind eine Unterfamilie der Ibisse und Löffler in der Ordnung der Schreitvögel. Es handelt sich überwiegend um ans Wasser gebundene Vögel mit langen, gebogenen Schnäbeln.

Ibisse haben eine Länge von 50 bis 110 cm. Kennzeichnend ist der lange, schlanke und gebogene Schnabel. Dieser dient oft dazu, in schlammigem Grund nach Nahrung zu stochern, bei den Bewohnern eher trockener Habitate wird er auch in Felsspalten eingeführt. Die breiten Flügel ermöglichen einen schnellen, kräftigen Flug.

Weltweit bewohnen Ibisse die tropischen, subtropischen und gemäßigt-warmen Zonen. Der typische Lebensraum sind Ufer von Seen oder langsam fließenden Flüssen, sowohl in offenen Landschaften als auch in dichten Regenwäldern. Einige Arten leben aber auch in Steppen und Savannen. Die noch existierenden Populationen des Waldrappen leben sogar in felsigen Halbwüsten, bei ihm ist die Wasserbindung am geringsten ausgeprägt.

Viele Arten fressen Wasserinsekten, Insektenlarven, Kleinkrebse und Mollusken, seltener auch kleine Fische und Amphibien. Die wenigen Arten, die abseits vom Wasser in trockeneren Gegenden leben, ernähren sich hingegen von Heuschrecken, Käfern, Spinnen und Schnecken, seltener auch von Eidechsen, Schlangen und Mäusen. Alle Ibisse nutzen ihren langen Schnabel zur Suche nach Fressbarem, indem sie ihn in Schlamm und Erdboden einführen.

Eine enge Beziehung zum Ibis hatten die alten Ägypter, die den Gott Thot mit dem Kopf eines Ibisses darstellten. Dass Ibisse alljährlich zu den Überschwemmungen des Nils in Ägypten erschienen, mag der Grund für ihre Verehrung gewesen sein. Ibis-Darstellungen findet man auf Wandmalereien, mumifizierte Ibisse wurden in Gräbern entdeckt. Die Mumifizierung war sehr aufwendig und ging sogar so weit, dass man den einbalsamierten Magen des Tieres mit Vogelfutter füllte. Die mumifizierten Vögel wurden als Weihgeschenke dargebracht und in Felskatakomben platziert. In einer Kultstätte in Sakkara haben Archäologen rund 1,75 Millionen solcher Ibisleichen entdeckt.[1] Ein Missverständnis ist allerdings der Name Heiliger Ibis, der neuzeitlich ist. Die Annahme, dass es sich um den von den alten Ägyptern verehrten Vogel handele, ist nicht belegbar. Tatsächlich dürfte der heilige Ibis der Ägypter der Waldrapp gewesen sein, der in antiker Zeit noch in Ägypten lebte und erst viel später durch den Heiligen Ibis verdrängt wurde.

Wie man aus der Historia Animalium von Konrad Gesner weiß, war der Waldrapp bis ins 16. Jahrhundert auch in den Gebirgen Europas, zum Beispiel in den Alpen, weit verbreitet. Das Aussterben des einzigen mitteleuropäischen Ibisses hatte wahrscheinlich mehrere Ursachen. Bejagung, Landschaftszerstörung und die Abkühlung des Klimas werden als wesentlichste angenommen.

Ibisse, und auch in diesem Fall wieder Waldrappen, tauchen auch im Zusammenhang mit der biblischen Geschichte der Arche Noah auf, wenn auch nur in einem lokal im Osten Anatoliens verbreiteten Detail. Hier war es ein Ibis, der Noah nach dem Ende der Sintflut vom Berg Ararat talwärts zum oberen Euphrat führte, wo Noah mit seiner Familie sesshaft wurde. Aus diesem Grund wurde auch in der Gegend von Birecik der Ibis mit jährlichen Festen verehrt.

[Text-Quelle: Wikipedia]


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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …