°korallenpilz°

°korallenpilz°

Als Korallen werden neben den gleichnamigen Meereslebewesen auch die Pilzarten mit strauchartig verzweigten Fruchtkörpern aus der Familie der Schweinsohrverwandten bezeichnet. Die Vertreter der Gattungen Korallenpilze (Clavulina), Keulchen (Clavaria) und Wiesenkeulen (Clavulinopsis) können zwar ähnlich aussehen, gehören aber einer anderen Ordnung an.

Die Typusart ist die Hahnenkamm-Koralle (Ramaria botrytis).

Einige Arten der Korallen wachsen am Nadelwaldboden im Unterholz. Die Büschel sind meistens in Hexenringen angeordnet und ab Spätherbst bis in den Winter zu finden. Andere Arten stehen auf Baumstümpfen oder dem Erdboden in Laub- und Nadelwäldern, vom Hochsommer bis in den Herbst.

In Europa kommen rund 120 Taxa vor bzw. sind dort zu erwarten.

Als essbar gelten Hahnenkamm-Koralle (R. botrytis) und Goldgelbe Koralle (R. aurea). Wegen der großen Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten ist hier aber große Vorsicht angezeigt.

Die anderen Korallen sind ungenießbar, einige sogar giftig. Ihr Fleisch schmeckt mild würzig bis bitter, beim Kochen verstärkt sich die bittere Note noch, die oft durch den Bitterstoff Pistillarin verursacht wird. Giftige Arten können nach dem Verzehr und kurzer Latenzzeit heftige Magen-Darm-Beschwerden (Magenschmerzen, ÜbelkeitErbrechen und Durchfall) verursachen, zum Beispiel die Bauchweh-Koralle (R. mairei) oder die Dreifarbige Koralle (R. formosa). Es gibt aber auch Arten, die nur bei einigen Personen aufgrund von Allergien auf die enthaltenen Toxine Beschwerden verursachen. Welche Gifte in den Korallen vorhanden sind, ist noch unbekannt.


°navigation auxilium°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …