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Der Palmgeier (Gypohierax angolensis) ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Die Gattung Gypohierax ist monotypisch mit dem Palmgeier als einziger Art. Das geschlossene Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile der zentralen und westlichen Afrotropis. In der östlichen Afrotropis sind die Vorkommen disjunkt und weitgehend auf die Küsten beschränkt. Die Art bewohnt in erster Linie Wald und Waldland, oder mit Wald durchsetzte landwirtschaftliche Flächen meist in Wassernähe. In den besiedelten Landschaften gibt es fast immer Vorkommen von Palmen der Gattung Raphia oder Ölpalmen, deren Früchte einen erheblichen Teil der Nahrung des Palmgeiers ausmachen. Die Tiere bewohnen daher auch die Randbereiche von Ölpalmenplantagen. Die Art ist recht häufig und der Bestand offenbar stabil. Der Palmgeier wird daher von der IUCN als ungefährdet („least concern“) eingestuft.
Palmgeier sind mittelgroße, recht kräftig gebaute Greifvögel mit breiten, aber relativ kurzen Flügeln, einem sehr kurzen gerundeten Schwanz, recht kleinem Kopf und kräftigem langen Schnabel. Das Gesicht ist weitgehend unbefiedert und eine weitere schmale unbefiederte Zone reicht von der Basis des Unterschnabels nach hinten, bis etwa unter die Ohrdecken. Weibchen sind nur wenig größer und schwerer als Männchen, die Geschlechter unterscheiden sich ansonsten nicht. Die Körperlänge beträgt 57–65 cm, die Flügelspannweite 135–155 cm und das Gewicht 1,2–1,8 kg.
Das weitgehend geschlossene Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile der zentralen und westlichen Afrotropis zwischen 15° N und 29° S.
Die Art bewohnt in erster Linie Wald und Waldland oder mit Wald durchsetzte landwirtschaftliche Flächen meist in Wassernähe. In den besiedelten Landschaften gibt es fast immer Vorkommen von Palmen der Gattung Raphia oder Ölpalmen. Die Tiere besiedeln auch die Randbereiche von Ölpalmenplantagen.
Der Palmgeier ist eine der wenigen Greifvogelarten, deren Nahrung zu einem erheblichen Teil aus Früchten besteht. Sie können bei Altvögeln 58 bis 65 % der Nahrung ausmachen, bei Jungvögeln bis zu 92 %. Hauptnahrung sind in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes Früchte von Palmen der Gattung Raphia oder Ölpalmen, außerdem zum Beispiel auch Datteln und Upafrüchte. Das Nahrungsspektrum des Palmgeiers ist jedoch sehr breit und umfasst neben Früchten auch Fische und andere kleine Wirbeltiere aller Art, Schnecken, Krabben und andere Wirbellose sowie Aas jeder Größe.
Die Jagd auf Tiere findet vom Ansitz aus, im Suchflug sowie – in Mangroven, entlang von Ufern, oder neben Buschfeuern – auch zu Fuß statt. Fische werden im Überflug von der Wasseroberfläche gegriffen. Zum Fressen von Früchten klettern Palmgeier recht geschickt in Bäumen umher, und die Früchte werden, je nach Art, komplett verschluckt oder erst entschalt und dann stückweise verzehrt.
Für Anfang der 1990er Jahre wurde der Weltbestand auf etwa 240.000 Individuen geschätzt, aktuellere Zahlen liegen nicht vor. Die Art ist zumindest in Teilen ihres Verbreitungsgebietes recht häufig. In vielen Waldbereichen der Niederungen West- und Zentralafrikas ist der Palmgeier der häufigste größere Greifvogel. Der Bestand ist offenbar stabil, und daher wird der Palmgeier von der IUCN als ungefährdet („least concern“) eingestuft.
[Text-Quelle: Wikipedia]
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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


