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Die Ringeltaube (Columba palumbus) ist eine Vogelart aus der Familie der Tauben (Columbidae). Sie ist die größte Taubenart Mitteleuropas und besiedelt weite Teile der Paläarktis von Nordafrika, Portugal und Irland nach Osten bis Westsibirien und Kaschmir. Auffällige Merkmale sind die weißen Flügelbänder und der weiße Halsstreifen. Ringeltauben bewohnen bewaldete Landschaften aller Art, aber auch Alleen, Parks und Friedhöfe, heute auch bis in die Zentren der Städte. Die Ernährung erfolgt wie bei den meisten Arten der Familie fast ausschließlich pflanzlich. Die Ringeltaube ist je nach geografischer Verbreitung Standvogel, Teilzieher oder überwiegend Kurzstreckenzieher und verbringt den Winter vor allem in West- und Südwesteuropa. Die Art ist trotz der starken Bejagung in vielen Ländern ein häufiger Brutvogel und in Europa nicht gefährdet.
Die Art besiedelt weite Teile der Paläarktis von Nordafrika, Portugal und Irland nach Nordosten bis Westsibirien, nach Südosten über Kleinasien bis zum Tian Shan und bis Kaschmir. Sie kommt in fast ganz Europa vor und fehlt hier nur im äußersten Norden etwa ab 67 °N.
Ringeltauben bewohnen bewaldete Landschaften aller Art, gegebenenfalls reichen für eine Ansiedlung aber auch einzelne Bäume oder Büsche, und wenn auch diese fehlen, brüten die Tiere z. B. in Dünen, auf Strandwiesen oder in Getreidefeldern auch auf dem Boden. Bruten im besiedelten Bereich sind in Europa mindestens seit 1821 bekannt, heute brüten Ringeltauben in Alleen, Parks und auf Friedhöfen vielfach auch bis in die Zentren der Städte. Die Brutplätze dürfen nicht zu weit von geeigneten Nahrungshabitaten entfernt sein, das sind in Europa heute vor allem landwirtschaftlich genutzte Bereiche wie Grünland und Äcker, aber auch die zur Brut genutzten Wälder und Grünanlagen. Die Nahrungsflüge können sich je nach Angebot auf die Nestumgebung beschränken, aber auch regelmäßig über Entfernungen von 10 bis 15 Kilometer erfolgen.
Die Nahrungssuche erfolgt sowohl auf dem Boden, als auch, im Gegensatz zu den anderen mitteleuropäischen Tauben, zu erheblichen Teilen auf Bäumen und Sträuchern. Die Art ist bei der Nahrungssuche außerhalb der Reviere gesellig und bildet hier oft kleine Schwärme. Die Nahrung ist wie bei den meisten Arten der Familie fast ausschließlich pflanzlich. Hauptnahrung sind in Europa Eicheln, Bucheckern und Getreidesamen. Daneben wird jedoch je nach dem lokalen Angebot ein sehr breites Spektrum weiterer Vegetabilien gefressen, dazu zählen grüne Blätter, Knospen und Blüten verschiedener Pflanzen, Beeren und andere Früchte, Wurzelknollen (z. B. Kartoffeln oder Rüben), sowie Eichengallen. Städtische Populationen können sich hauptsächlich von Brot und anderen Backwaren ernähren. Tierische Nahrung wird gelegentlich aufgenommen, am häufigsten offenbar Schildläuse sowie Schmetterlingsraupen und -puppen, vereinzelt auch andere Gliederfüßer und Regenwürmer. Offenbar zur Deckung des Kalkbedarfs werden manchmal kleine Weichtiere, also Muscheln und Schnecken, gefressen.
Hauptfeind adulter Ringeltauben ist in West- und Mitteleuropa der Habicht, in Südeuropa auch der Habichtsadler. Bei Aufsammlungen von Beuteresten des Habichts ist die Ringeltaube aufgrund ihrer weiten Verbreitung und ihrer Häufigkeit meist eine der fünf am häufigsten vertretenen Arten. Beispielsweise steht die Ringeltaube in den Habichtbeutelisten von Uttendörfer aus ganz Mitteleuropa aus der Zeit von etwa 1895 bis 1938 an vierter Stelle, bei neueren Aufsammlungen in Schleswig-Holstein mit 17,4 % aller Beutetiere an erster Stelle. Weniger häufig erbeuten andere Greifvögel wie Wanderfalke und Sperber sowie selten der Mäusebussard die Art. Unter den mitteleuropäischen Eulen frisst vor allem der Uhu regelmäßig Ringeltauben, auch beim Uhu kann die Art regional zu den Hauptbeutetieren gehören.
Die Art wird in vielen Ländern intensiv bejagt, nach Schätzungen wurden in Europa in den 1970er Jahren jährlich mindestens 4 bis 5 Mio. Ringeltauben erlegt. In Deutschland schwankte der jährliche Abschuss zwischen 1990 und 2005 zwischen 655.000 und 917.000 Tauben. Die Meldung der Abschüsse erfolgt nicht in allen Bundesländern artspezifisch, daher können teilweise auch mögliche unabsichtliche Fehlabschüsse von Hohltauben, Türkentauben und Turteltauben eingeschlossen sein, wobei die Türkentauben ebenfalls dem Jagdrecht unterliegen. Der allergrößte Teil der geschossenen Tauben sind jedoch Ringeltauben. In Deutschland dürfen die Tauben in der Zeit vom 1. November bis 20. Februar bejagt werden. Die deutsche Jagdstrecke hat in den letzten zehn Jahren um fast 50 Prozent abgenommen, wobei regional starke Unterschiede vorlagen. In einigen Bundesländern genießen Alttauben Bestandsschutz, Ausnahmen sind nur zur Schadensabwehr erlaubt. Die Strecke lag 2015/16 bei 509.700 Individuen, dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Der Anteil von Nordrhein-Westfalen liegt seit 10 Jahren unverändert bei 65 Prozent der deutschen Jahresstrecke, gefolgt von Niedersachsen mit 25 Prozent. Der Gesamtanteil aller übrigen Bundesländer macht insgesamt nur 10 Prozent aus.
Die Art zählt zu den häufigsten Brutvögeln Europas. BirdLife International schätzt den Weltbestand grob auf 30 bis 70 Mio. Tiere und den europäischen Bestand auf 18 bis 34 Mio. Individuen. Der europäische Bestand war zwischen 1970 und 1990 stabil und hat zwischen 1990 und 2000 leicht zugenommen. Der Bestand in Deutschland wird für 2008 auf 2,2 bis 2,6 Mio. Paare geschätzt, die Art gilt damit im Jahr 2008 als elfthäufigste Brutvogelart insgesamt und als häufigste Nichtsingvogelart. Der Bestand ist hier stabil.
Die Ringeltaube ist laut der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN weltweit ungefährdet (Least concern).
[Text-Quelle: Wikipedia]
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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …






