°schleimpilz°

°schleimpilz°

°descriptio°:

Die Schleimpilze (Mycetozoa oder Eumycetozoa) sind ein Taxon einzelliger Lebewesen, die in ihrer Lebensweise Eigenschaften von Tieren und Pilzen gleichermaßen vereinen, aber zu keiner der beiden Gruppen gehören.

Trotz ihres Namens sind sie also keine Pilze.

Die Gruppe umfasst knapp über 1000 Arten, die Zahl gilt jedoch als ungenau. Nach neuerer Auffassung stellen die Schleimpilze keine gemeinsame Gruppe mehr dar. Die drei enthaltenen Taxa Myxogastria, auch bekannt als Myxomyceten (als umfangreichste Gruppe), Dictyostelia und Protostelia, werden nicht mehr zusammengestellt.

Innerhalb der Biologie wird die systematische Erforschung der Schleimpilze durch die Botanik bzw. die Mykologie betrieben.

Schleimpilze durchlaufen im Laufe ihres Lebens mehrere morphologisch extrem verschiedene Stadien. Ihr jeweiliges Erscheinungsbild ist untrennbar mit ihrem Lebenszyklus verbunden.

Aus den Fruchtkörpern entstehen Sporen, aus diesen wiederum amoeboide Lebewesen. Die Amöben sind vielgestaltig, haben jedoch stets röhrenförmige Cristae und spitz zulaufende Scheinfüßchen. Anfänglich handelt es sich um einkernige Amoeboflagellaten oder Amöben.[1] Aus ihnen gehen vielkernige Plasmodien oder – bei den Dictyostelia – vielzellige Pseudoplasmodien hervor.

[…]

Die Mehrheit aller Schleimpilzarten lebt terrestrisch, nur von einigen wenigen Arten ist eine vollständig untergetauchte Lebensweise bekannt. Unterscheiden lassen sich allerdings verschiedene sogenannte Mikrohabitate. Das wichtigste Mikrohabitat ist Totholz, darüber hinaus von Bedeutung sind die Rinde lebender Bäume, verrottendes Pflanzenmaterial des Streuhorizonts, Erdböden und Tierexkremente. Eine seltene Sonderform vor allem tropischer Arten ist die Besiedelung lebender Blätter von Pflanzen.[4][5] Meist finden sich Schleimpilze in offenen Wäldern, aber soweit die grundlegenden Bedingungen vorliegen, trifft man Schleimpilze auch an ungewöhnlichen Orten wie Wüsten (für die Sonora-Wüste allein sind 33 Arten nachgewiesen), im Schmelzwasser alpiner Schneeverwehungen sowie in Regionen besonders hoher Breitengrade.

Schleimpilze sind mit der Mehrheit ihrer Arten weltweit verbreitet, treten in gemäßigten Breiten jedoch deutlich häufiger und mit höherem Artenreichtum auf als in den Subtropen und Tropen.

Als Gründe für die geringere Häufigkeit in den Tropen werden die Lichtarmut der dortigen Wälder (Beeinträchtigung positiver Phototaxis), Windstille (nachteilig zur Verteilung der Sporen), Befall durch Schimmelpilze begünstigende Luftfeuchtigkeiten, sehr saure Böden, eine Vielfalt von Fressfeinden und häufige, überaus starke Regenfälle, die die Zellen abwaschen oder zerstören können, genannt.

Die Klasse der Schleimpilze umfasst rund 1000 bis 1100 Arten. Im Jahr 2007 schätzte eine Arbeit die Artenzahl auf deutlich mehr als 1000, danach umfasste die Unterklasse Myxogastria als bei weitem größte Gruppe der Schleimpilze weit über 900 Arten, mit über 100 Arten bereits deutlich kleiner war die Unterklasse Dictyostelia, die kleinste Unterklasse hingegen, die Protostelia, umfasste nur 36 Arten. Schätzungen anhand sequenzierter Umweltproben gehen davon aus, dass die Gruppe deutlich größer ist als bisher bekannt (Myxogastria: 1200–1500 Arten, Dictyostelia: ca. 300, Protostelia: 150).

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[Text-Quelle: Wikipedia]


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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …