°schnabelköpfe°

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Die Sphenodontia (Gr.: Keilzahnige) oder Rhynchocephalia (Lat.: Schnabelköpfe) sind ein Taxon echsenartiger, diapsider Reptilien. Ihre Blüte erlebten sie in der Trias und im Jura. Mit der Brückenechse (Sphenodon punctatus) kommen sie noch heute auf einigen Inseln vor der Küste Neuseelands vor. Der früheste Nachweis eines Sphenodontiers stammt aus der oberen Mitteltrias von Deutschland

Sphenodontier waren kleine bis mittelgroße Echsen, die Pleurosaurier erreichten Längen von 75 Zentimetern, bei den Brückenechsen ist dies die Maximallänge.

[…]

Die Rhynchocephalia waren einst ein Sammeltaxon, zu dem viele „primitive“, nicht näher verwandte Taxa, z. B. auch die Rhynchosauria, gezählt wurden. […] Die Sphenodontia werden mit ihrer Schwestergruppe, den Schuppenkriechtieren (Squamata), im Taxon Schuppenechsen (Lepidosauria) vereinigt.

Die ältesten bislang (Stand 2015) bekannten Überreste von Sphenodontiern, liegen in Form isolierter Kiefer (cf. Diphydontosaurus sp.) vor und stammen aus dem unteren Keuper (Erfurt-Formation, oberste Mittelrias) von Vellberg in Baden-Württemberg.[1] Vollständigere Skelette, die denen rezenter Brückenechsen ähneln, sind aus der frühen Obertrias bekannt. Von der Obertrias bis zum Oberjura sind Sphenodontier weltweit verbreitet. Fossilien aus der Kreide sind selten, und aus dem Känozoikum gibt es ebenfalls nur wenige Funde, die alle auf Neuseeland und die Gattung Sphenodon beschränkt sind.

Die Brückenechse oder Tuatara (Sphenodon punctatus) ist die einzige rezente Art der Familie Sphenodontidae. Diese nur auf neuseeländischen Inseln verbreiteten Tiere werden oft als „lebende Fossilien“ bezeichnet, weil sie Überlebende einer relativ diversen Gruppe sind, der Sphenodontia, deren Blütezeit mehr als 150 Millionen Jahre zurückliegt. Grundlegende morphologische Eigenheiten gegenüber anderen rezenten Vertretern der Reptilien, speziell das Vorhandensein eines unteren Schläfenbogens, welcher als „Brücke“ eine namensgebende Bedeutung hat und sie von den im Habitus recht ähnlichen Schuppenkriechtieren (Squamata) unterscheidet, rechtfertigen nach derzeitiger Ansicht die Einordnung in eine eigene Ordnung (ebenjene Sphenodontia, auch als Rhynchocephalia bezeichnet). Im Unterschied zu vielen anderen wechselwarmen Reptilien sind sie selbst bei niedrigen Temperaturen aktiv und trotz der deutlich geringeren Körperwärme in der Lage, aktiv nach Beutetieren wie Gliederfüßern oder auch Vogeleiern zu suchen. Über die Lebensweise der bedrohten Brückenechsen ist im Gegensatz zu ihrer Morphologie relativ wenig bekannt.

[Text-Quelle: Wikipedia]


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… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …